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  • 14.06.2016, 16:10h           8      Teilen:   |

Grünen-Chef

Özdemir: Homophobie unter Muslimen gehört auf die Agenda

Artikelbild
Cem Özdemir, der sich selbst als "anatolischen Schwaben" bezeichnet, ist seit 1981 Mitglied der Grünen und seit acht Jahren Parteichef (Bild: Deutscher Bundestag/Achim Melde)

Der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir hat nach dem Blutbad im amerikanischen Orlando gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe) dazu aufgerufen, für die Wahrung der Menschenwürde von LGBT einzutreten und Probleme zu benennen. "Es reicht nicht, das Massaker von Orlando zu verurteilen, ohne zu benennen, wem dieser Anschlag galt: Lesben, Schwulen und Transsexuellen", erklärte Özdemir im Interview.

Das Thema Homophobie unter Muslimen gehöre daher dringend auf die Tagesordnung, unabhängig davon, ob der Angriff letztlich als Terrorakt eingestuft werde oder nicht, so Özdemir. Hier seien Islam-Verbände und muslimische Gemeinden gefordert. Klar sei aber auch die Aufgabe, Muslime entschieden gegen einen Generalverdacht zu verteidigen.

Özdemir, der seit 2008 die Bundes-Grünen anführt, hatte am Montag an einem stillen Gedenken vor der US-Botschaft am Pariser Platz in Berlin teilgenommen, zu dem der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland aufgerufen hatte.

Özdemirs Parteifreunde Volker Beck und Kai Gehring hatten am Montag vor Islamismus gewarnt (queer.de berichtete). Beck erklärte, Homophobie sei "integraler Bestandteil des Islamismus", während Gehring deutlich machte, dass "Hass, Verfolgung und Ermordung Homo- und Transsexueller" Bestandteil des "radikal-fanatischen Islamismus von Saudi-Arabien bis IS-Terroristen" seien. (ots/dk)

Mehr zum Thema:
» Muslime beten für Orlando-Opfer (14.06.16)
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Tags: cem özdemir, homophobie, orlando
Schwerpunkte:
 Orlando-Massaker
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Reaktionen zu "Özdemir: Homophobie unter Muslimen gehört auf die Agenda"


 8 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
14.06.2016
16:27:48


(-6, 12 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


Die Grünen brauchen immer neue Wähler, weswegen sie auch nicht von Zuwanderern genug bekommen können. Wie wollen die Grünen die Homophobie vieler dieser moslemischen Zuwanderer in den Griff bekommen? Die Homophobie in vielen moslemischen Kreisen wird von Generation zu Generation weitergetragen. Auf welche Tagesordnung gehört die Homophobie unter Muslimen, die von Özdemir in dem Interview angesprochen wird?
Also: Die Grünen wollen immer mehr Wähler bei den Zuwanderern, aber gleichzeitig wollen sie auch die Schwulen und Lesben an sich binden. Denn auch deren Stimmen brauchen sie. Da widerspricht sich etwas...


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#2
14.06.2016
17:54:06
Via Handy


(+1, 9 Votes)

Von GrrrrG
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Die Katholibans brauchen immer mehr dummen Nachwuchs, versuchen hier als U-Boote von kot.net die Szene zu unterwandern und schaemen sich nicht einmal, dieses Massaker fuer sich zu instrumentalisieren und ihre rechte Hetze vom Stapel zu lassen. Ekelhaft!!!


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#3
14.06.2016
19:04:14
Via Handy


(+2, 8 Votes)

Von Marc


Homophobie ist heilbar und nicht angeboren.
Sie ist auch nicht an die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft gekoppelt, sondern an Engstirnigkeit, Chauvinismus, schlecht kompensierte Minderwertigkeitskomplexe und den Hang zu Autoritarismus. Diese toxische Kombi gibt es leider nicht nur bei religiotischen Muslimen,sondern auch in Evangelistan und bei Katholiban sowie bei Besorgten Biodeutschen, den Angsthasen für Deutschland sowie allerlei anderen nationalistischen Dumpfbacken rund um den Globus.
Nicht jeder Homo ist ein Sympathieträger, nicht jeder Moslem bastelt Bombengürtel. Ist das denn wirklich so kompliziert und unverständlich, dass selbst Schwule und Lesben auf die Propaganda der Pegidisierung reinfallen?


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#4
14.06.2016
19:28:28


(+7, 7 Votes)

Von trans alliance


Öffentlich - GG Art 17

.
Der Deutsche Bundestag möge beschließen,

die rechtlichen Gegebenheiten für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt umgehend rechtlich zu verbessern / verankern

und entschieden mit umfangreichen Aktionsplänen und Umsetzungen für Vielfalt und gegen Homophobie Transphobie Interphobie in allen Lebensbereichen entgegen zu wirken.

.

Verbrechen gegen die Menschlichkeit muss entschieden entgegen gewirkt werden.

Auch der UN-Sicherheitsrat hat gezeigt - das ideologische Einstellungen, aus Respekt und Achtung gegenüber den Opfern, zurück gestellt werden.

.
.
Jedes Geschlecht verdient Respekt

.


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#5
14.06.2016
22:47:22


(-1, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


""Die Grünen brauchen immer neue Wähler, weswegen sie auch nicht von Zuwanderern genug bekommen können.""..

Bei Bundes-und Landtagswahlen dürfen immer noch NUR Bundesbürger, also Menschen mit einem "deutschem" Pass wählen !

Das ändert sich durch die Zuwanderung nicht in der Zeit und dem Maße, wenn Du hier den Grünen unterstellst, und wenn Du hier von ""immer neue Wähler" daherschwafelst..

""Die Homophobie in vielen moslemischen Kreisen wird von Generation zu Generation weitergetragen.""..

Ganz so wie bei den Katholiken..
Und den Evangelikalen..
Und vielen anderen Kreisen, in denen sich Verdummbibelte herumtreiben..

""Also: Die Grünen wollen immer mehr Wähler bei den Zuwanderern, aber gleichzeitig wollen sie auch die Schwulen und Lesben an sich binden.""..

Also..
Wenn Dir die CDU SAGT, die Grünen wollten immer mehr Zuwanderung, dann muß das noch lange nicht so sein..

Ansonsten wollen die Grünen vor allem MEHR Integration..
Dann werden aus Zuwanderern irgendwann auch "mehr Wähler"..
Nicht nur für die Grünen..


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#6
15.06.2016
11:55:59


(-2, 6 Votes)

Von Johannes45


"Das Thema Homophobie unter Muslimen gehöre daher dringend auf die Tagesordnung, unabhängig davon, ob der Angriff letztlich als Terrorakt eingestuft werde oder nicht, so Özdemir. Hier seien Islam-Verbände und muslimische Gemeinden gefordert."

--> Das hat Cem Özdemir gut erkannt und öffentlich nunmehr auch erklärt, das finde ich gut. DAS hat Jahre nunmehr gedauert, bis diese Erkenntnis von GRÜNEN Politikern auch öffentlich benannt wurde; von Claudia Roth hat man dies beispielsweise noch nie gehört, die richtet Ihre politischen Aussagen seit Jahren nur auf den Rechtspopulismus und vergißt dabei gerne die Homophobie unter Muslimen.

Bis HEUTE gibt es in Deutschland nach meiner Kenntnis KEINE einzige Moschee, in der homosexuelle Paare nach ihrem Gang einen öffentlichen Segnungsgottesdienst oder eine kirchliche Trauung erhalten können. KEIN einziger Islamverband in Deutschland hat bis heute in einem Beschluss oder einer schriftlichen Erklärung homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptiert. Ganz im Gegenteil mittlerweile stehen rund 100 Moscheen und deren Umfeld in Deutschland sogar unter Beobachtung des Verfassungsschutzes !!!

Die meisten Moscheen in Deutschland werden über die Islamverbände aus der Türkei vom Religionsministerium und damit von Erdogan oder aus Saudi-Arabien und damit durch den reaktionären Wahabismus gesteuert.

-----

Die heutige Erklärung von Cem Özdemir in der NOZ ist gut und richtig.

Das Thema Homophobie unter Muslimen gehört daher dringend auf die Tagesordnung, da hat er Recht. Leider ist es auch so, dass die Beleidigungsdelikte gegen schwule Freunde und Bekannten von mir, die ich im Laufe der Jahre ("nicht erst letzes Jahr") halt von Männern mit islamischen Kulturhintergrund begangen wurden und nicht von dem rechtsradikalen Idioten mit Glatze und Springerstiefel, das ist leider Fakt.


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#7
15.06.2016
20:01:19


(+3, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Die Weltweisheit spricht:

"Die Homophobie in vielen moslemischen Kreisen wird von Generation zu Generation weitergetragen."

Diese 'Kreise' gibt es genauso wenig wie christliche.

Wer gehört denn da dazu? Aleviten? Kemalisten? Kommunisten? Wahabiten? Schiiten? usw....

Der?

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Zeki_M%C3%BCren


Der?

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Mustafa_Kemal_Atat%C3%BCrk#/
media/File:Atat%C3%BCrk.jpg


Der?

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Orhan_Pamuk


Der?

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Ya%C5%9Far_Kemal


Die?

Link zu www.emma.de

Bestimmt aber der!

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Osama_bin_Laden


Ich würde mal tippen, dass Du überhaupt keine TürkInnen und KurdInnen persönlich kennst, geschweige denn mit ihnen befreundet bist.

Ich konnte bisher jedenfalls nicht feststellen, dass diese Leute homophober sind als andere auch.

Wenn der fromme Despot Erdogan so weiter macht und mehr säkulare Menschen aus der Türkei hier Asyl beantragen, dann ist das sicher ein Gewinn für unser Land.

Wenn man will, kann die dann alle in den großen muslimischen Mustopf werfen.

Diese Menschen stehen aber in einer ganz anderen Tradition als z. B. Saudis und Pakistanis.

Deren Zuwanderung ist vom positiven Einzelfall mal abgesehen dann auch bei weitem problematischer.


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#8
16.06.2016
13:31:03


(-1, 5 Votes)

Von Johannes45
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


@GeorgG
"Also: Die Grünen wollen immer mehr Wähler bei den Zuwanderern, aber gleichzeitig wollen sie auch die Schwulen und Lesben an sich binden. Denn auch deren Stimmen brauchen sie. Da widerspricht sich etwas..."

--> Das hast Du richtig erkannt und daher bröckeln seit einigen Jahren die Zustimmungswerte in der LGBT-Community für die Grünen/Bündnis90 gewaltig.

Hinzukommt dass das Thema "Öffnung der Standesämter" inklusive gleiche steuerliche Behandlung oder aber auch die Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungssgesetz mit Schutz der sexuellen Orientierung im Arbeits- und Zivilrecht bereits gesetzlich erreicht wurden und in den deutschen Gesetzen verankert sind.

Auch gibt es mittlerweile in ALLEN Parteien offen geoutete homosexuelle Politiker - egal ob SPD, Linkspartei, CDU, CSU, FDP oder AfD...überall finden sich offen geoutete homosexuelle Aktivisten und Politiker in allen Parteien.

Und selbst die Umbennenung der Lebenspartnerschaft in EHE finden zwar viele homosexuelle Wähler gut, aber diese Forderung haben SPD, Linkspartei und FDP ebenso in ihrem Parteiprogramm und erschwerend kommt hinzu, dass es sich fast "nur" noch um eine Umbennung handelt, da an Rechten und Pflichten das Lebenspartnerschaftsinstitut fast faktisch gleich ausgestaltet ist.

WAS also macht die Grünen dann noch besonders attraktiv für einen homosexuellen Wähler im Jahre 2016 ? Die Zeiten haben sich dort im Vergleich zu den 1990er verändert und die Grünen um Volker Beck und Co. haben massive Konkurrenz in den anderen Parteien bekommen, die homosexuelle Wählerschaft hat sich massiv in den letzten 15 Jahren politisch diversifiziert und die Grünen haben Ihr Alleinstellungsmerkmal aus den 1990er im LGBT-Sektor längst verloren.

WENN dann aber noch wie seit einigen Jahren immer stärker zu beobachten, der Konflikt zwischen LGBT-Rechten zur Homophobie unter Moslems, den Cem Özdemir in der NOZ anspricht, zu Tage tritt und hier den Grünen aber auch den Linken mittlerweile angelastet wird, dass Sie die Homophobie unter Moslems tabuisieren und dadurch die Gewalt- und Beleidigunserfahrungen homosexueller Wähler missachten, dann verwundert es nicht, dass die Zustimmungsraten in der LGBT-Community zu den Grünen massiv sinken.

Symptomatisch ist dies daran zu erkennen, dass selbst homosexuelle Aktivisten und Politiker bei der AfD mitmachen, das wäre Ende der 1990er nicht denkbar gewesen, aber heute dominiert halt der Konflikt zwischen Islamisten und LGBT-Community immer stärker die politische Debatte und dabei verlieren die Grünen, weil sie zu einseitig zugunsten der muslimischen Einwanderungsgruppe Stellung beziehen und nicht auf deren Homophobie zu sprechen kömmen. Nochmals kann ich da auch nur schreiben: BIS HEUTE gibt es KEINE einzige Moschee in Deutschland, in der ein homosexuelles Paar einen Segnungsgottesdienst oder eine kirchliche Trauung erhält. In den christlichen Kirchen der Reformation oder in den Synagogen des Reformjudentums sieht dies glücklicherweise anders aus. UND bis heute kenne ich KEINEN EINZIGEN ISLAMVERBAND in Deutschland, der ein schriftliches Dokument oder Beschluss getätigt hat, der homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptiert.

Gleichwohl setzen sich gerade GRÜNE Politiker Claudia Roth oder Volker Beck unentwegt für den Moscheenbau in den Großsdtädten ein und merken überhaupt nicht, WER dort die TRÄGER dieser Moscheen sind und was dort gerade in bezug auf LGBT gepredigt wird. DIESER Widerspruch der Grünen treibt LGBT-Wähler von den Grünen weg.


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