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Am Samstag wird das Brandenburger Tor – wie schon beim CSD – in Gedenken an das Orlando-Massaker bunt

Nach Protesten aus der Community wird das Berliner Wahrzeichen anlässlich des Massakers in Orlando am Samstagabend angeleuchtet.

Am Samstag erstrahlt das Brandenburger Tor in Regenbogenfarben. Das gaben die beiden Drag-Stars Ryan Stecken und Margot Schlönzke via Facebook am Donnerstag bekannt. Sie hatten sich mit der zuständigen Staatskanzlei wegen der Beleuchtung in Verbindung gesetzt und nun eine Zusage erhalten. Die Beleuchtung soll parallel zu einer Mahnwache stattfinden, zu der die beiden aufgerufen hatten (queer.de berichtete).

Während nach dem verheerenden Anschlag in Orlando, bei dem in einem LGBT-Nachtclub 49 Menschen von einem Terroristen erschossen worden waren, in anderen Metropolen wie Paris, New York oder Tel Aviv die städtischen Wahrzeichen in den Farben des Regenbogens beleuchtet worden sind, war es bislang in Berlin dunkel geblieben. Das hatte zu heftiger Kritik in sozialen Netzwerken geführt. Am Dienstag verschickte daher der Lesben- und Schwulenverband einen Brief sowohl an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) als auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), in dem ein "deutliches Zeichen" gefordert worden war (queer.de berichtete).

"Ein Signal des Mitgefühls"

Der Regierende Bürgermeister begründete am Nachmittag in einer Pressemitteilung die Entscheidung: "Mit der Beleuchtung des Brandenburger Tores in den Regenbogenfarben der LGBTI-Bewegung im Herzen Berlins sendet die deutsche Hauptstadt ein Signal des Mitgefühls, das ich auch dem Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika gegenüber zum Ausdruck gebracht habe", erklärte Müller.

Der SPD-Politiker betonte, dass sexuelle Orientierung, Geschlecht, Herkunft oder Religion niemals zur "Einschränkung der Freiheit" führen dürften – und warnte auch vor Gefahren vor Ort: "Auch in Deutschland und auch in Berlin gibt es wieder politische Kräfte, die Hass säen, gegen Minderheiten hetzen und das schäbige Spiel der Populisten spielen. Wir haben die Mauern aus Stein eingerissen – jetzt werden wir keine neuen Mauern in den Köpfen zulassen." (dk)



#1 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 16.06.2016, 17:22h
  • Danke herzlich den Initiator_innen!

    ...wurde aber auch Zeit. Gerade noch innerhalb einer Woche nach dem desaströsen Anschlag.

    Wie gern wäre ich dabei - werde es jedoch aus finanziellen Gründen leider nicht schaffen, aus Hessen anzureisen. Daher bin ich im Herzen mit dabei. Mögen alle, die in diesem Moment dort sein können, die Gelegenheit nutzen, ein starkes Signal zu senden:

    LIEBE muss Hass überwinden!

    Die Community trauert um alle Toten und Verletzten, deren Freund_innen und Familien.

    Die Community muss enger zusammenstehen und Präsenz zeigen - wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen!

    Wir erwarten die Unterstützung der Gesamtgesellschaft für die Community!

    Wir fordern vollständige Gleichstellung und Akzeptanz. JETZT und nicht erst am Sankt-Nimmerleins-Tag!

    Bei all der Trauer: Unsere Geduld ist zu Ende!
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#2 DesillusioniertAnonym
  • 16.06.2016, 17:23h
  • "Ein Signal des Mitgefühl"

    Wie mitfühlend. Nach zahlreichen Protesten und öffentlicher Kritik entscheidet man sich großzügig, eine Woche nach den Ereignissen, endlich ein Zeichen zu setzen.
    "Wollen wir mal nicht so sein. Sind zwar nur Homos, die da umkamen, aber Berlin ist ja schließlich tolerant." *selbstaufdieschulterklopf*
    Sorry, das wahre Signal ist denke ich überall angekommen. Queere Menschen gehen euch einfach am Arsch vorbei und wenn es keine Proteste und Kritik gegeben hätte, hättet ihr auch kein Zeichen gesetzt. Was für Heuchler.
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#3 DieterBremenProfil
  • 16.06.2016, 17:37hBremen
  • Dank an die InitiatorInnen ... doch es bleibt ein übler Nachgeschmack. Während in der ganzen Welt bedeutende Bauwerke als Regenbogen ihren Respekt und ihre Trauer zeigten, musste es in Berlin - der Hauptstadt einer homophoben Kanzlerin - erst quälende Debatten geben, bis man sich endlich herabgelassen hat, ein kleines Zeichen der Solidarität zu geben. Waren doch nur Schwuchteln, könnte man da entnervt mutmaßen. Insgesamt finde ich das lange Zögern der Verantwortlichen in Berlin beschämend!
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#4 OrthogonalfrontAnonym
  • 16.06.2016, 17:45h

  • "sexuelle Orientierung, Geschlecht, Herkunft oder Religion"

    Finds scheiße dass so etwas willkürlich erworbenes und jederzeit änderbares wie RELIGION immer im selben Atemzug genannt wird wie intrinsische Merkmale die untrennbar zum Menschsein dazu gehören. Zum Kotzen!
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#5 GutmenschProfil
  • 16.06.2016, 17:56hSt. Gallen
  • Wie beschämend und homophob! Zum Kotzen.

    Vielleicht sind sie auch noch Heteronormativ?
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#6 TheDadProfil
  • 16.06.2016, 19:44hHannover
  • Antwort auf #4 von Orthogonalfront
  • ""Finds scheiße dass so etwas willkürlich erworbenes und jederzeit änderbares wie RELIGION immer im selben Atemzug genannt wird wie intrinsische Merkmale die untrennbar zum Menschsein dazu gehören.""..

    Was natürlich nur dann Scheiße ist, wenn es sich um "Muslime" handelt..

    "Christen" dürfen auch weiterhin ihre "Religion" nach außen als Teil ihrer Identität darstellen..

    Deine "Empörung" wäre glaubwürdiger, wenn man Deine anderen Kommentare nicht kennen würde !

    Nebenbei..

    "Herkunft" ist auch nicht "angeboren", sondern ein "Zufall", den die Eltern beeinflußen..
    Auch aus ihrer "Religion" heraus..

    Die man dann den Kindern zum "Vorwurf" macht..
    Sowohl im Falle der "Religion" in die sie gezwungen wurden, als auch im Falle der "Herkunft", für die sich ebensowenig können, wie alle anderen Menschen, die sich in ihrer Arroganz des "besseren Europäers" suhlen !
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#7 kuesschen11Profil
  • 16.06.2016, 19:44hDarmstadt
  • Na also, es geht doch - auch in Berlin ist ein Zeichen gesetzt.

    Aber beschämend ist, dass es erst nach Protesten aus der Community dazu kam.
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#8 TheDadProfil
#9 hugo1970Profil
#10 OrthogonalfrontAnonym
  • 16.06.2016, 20:23h
  • Antwort auf #6 von TheDad
  • "Deine "Empörung" wäre glaubwürdiger, wenn man Deine anderen Kommentare nicht kennen würde !"

    Du bist wahrlich nicht mal ansatzweise dazu in der Lage, gängige Formen der Internetkommunikation zu interpretieren. Einfach unglaublich.

    "Was natürlich nur dann Scheiße ist, wenn es sich um "Muslime" handelt.. "Christen" dürfen auch weiterhin ihre "Religion" nach außen als Teil ihrer Identität darstellen.."

    Nein!

    "Nebenbei.. "Herkunft" ist auch nicht "angeboren", sondern ein "Zufall", den die Eltern beeinflußen.."

    Blödsinn!
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