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  • 17.06.2016, 10:26h           3      Teilen:   |

Zazie de Paris

Erstmals Transfrau in "Lindenstraße"

Artikelbild
Die Münchner Transfrau Viktoria muss sich in der Kultstraße mit Mutter Beimer und Co. herumschlagen (Bild: WDR)

Zazie de Paris wird im Herbst in mindestens zwei Folgen der ARD-Soap zu sehen sein.

Die transsexuelle Sängerin und Schauspielerin Zazie de Paris erhält eine Gastrolle in der "Lindenstraße". Wie der WDR bekannt gab, verkörpert sie zum ersten Mal in der Geschichte der Serie, die seit ihrem Sendestart im Jahr 1985 mit schwulen Figuren oder der Thematisierung von HIV/Aids wiederholt für Debatten gesorgt hat, eine transsexuelle Frau.

De Paris spielt laut WDR zunächst in zwei Folgen mit, die am 6. November ("Der Burpee-Test") und am 20. November ("Von Männern und Frauen") ausgestrahlt werden. Sie stellt darin die Münchner Transfrau Viktoria dar. Hierfür stand die in Berlin lebende Französin, die ihr Alter geheim hält, am 13. und 15. Juni in den Kölner Produktionsstudios unter der Regie von Ian Dilthey vor der Kamera.

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Erste Rolle als Transfrau

"Mir ist es eine große Ehre, in dieser traditionsreichen deutschen Serie mitzuwirken", sagte de Paris. "Ich freue mich besonders auf die schöne Herausforderung, zum ersten Mal als Schauspielerin die Rolle einer Transfrau zu verkörpern."

ARD-Zuschauern ist die Schauspielerin bereits bekannt: So spielte sie mehrfach beim Frankfurter "Tatort" mit. In der Krimireihe stellt sie Fanny dar, die Vermieterin von Kriminalhauptkommissar Paul Brix (Wolfram Koch). Diese Rolle wurde von Kritikern als eine der "buntesten Nebenfiguren" im deutschen Fernsehen beschrieben.

Die Wahlberlinerin ist in Paris als Kind jüdischer Eltern geboren worden und wuchs in Frankreich und Israel auf. Bereits im Alter von acht Jahren bemerkte sie, dass sie ein Mädchen ist, und begann eine Ballettausbildung an der Pariser Oper, wo sie zum ersten Mal ihre Identität ausleben konnte. Zwölf Jahre arbeitete sie als klassische Tänzerin, bevor sie ins Schauspielfach wechselte.

De Paris war seit den Achtzigerjahren in zahlreichen Filmen zu sehen – beispielsweise in Peter Zadeks Nachkriegsdrama "Die wilden Fünziger", der 1983 in die deutschen Kinos kam. 1985 spielte sie in Wieland Specks Klassiker "Westler" eine Nachtclubsängerin; dieser Film handelt von einer deutsch-deutschen Liebesgeschichte unter Männern und wurde teilweise heimlich in Ost-Berlin gefilmt. De Paris ist außerdem eine gefragte Theaterschauspielerin und engagiert sich für LGBT-Rechte.

Das "Lindenstraßen"-Vorbild "Coronation Street" des britischen Privatsenders ITV bot bereits ab 1998 bis 2014 eine transsexuelle Hauptrolle – lange vor dem ersten homosexuellen Coming-out in der Serie. Die Soap war die Erfindung des schwulen Autors Tony Warren. (cw)

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Tags: lindenstraße, zazie de paris
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Reaktionen zu "Erstmals Transfrau in "Lindenstraße""


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.06.2016
10:52:54


(-3, 7 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


Die Sendungen von der "Lindenstraße" bringen in der Gesamtbevölkerung mehr Toleranz bzw Akzeptanz als 100 Artikel in schwulen Medien.
Das hat sich schon vor Jahrzehnten gezeigt, als es die "Lindenstraße" war, in der der erste schwule Kuss im Fernsehen zu sehen war.
Leute auf den Dörfern und in Kleinstädten, die im alltäglichen Leben kaum je schwule Menschen bzw Transsexuelle zu sehen bekommen, orientieren sich daran, wie Homosexualität in der "Lindenstraße" und ähnlichen Sendungen dargestellt wird.


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#2
17.06.2016
17:07:35


(+6, 8 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


>"Die Sendungen von der "Lindenstraße" bringen in der Gesamtbevölkerung mehr Toleranz bzw Akzeptanz als 100 Artikel in schwulen Medien."

wie kommst du auf die seltsame idee, es sei ziel oder aufgabe schwuler medien, die akzeptanz in der bevölkerung zu erhöhen? weshalb schreibst du so etwas? geht es nur darum, an queeren infrastrukturen rumzumäkeln, oder was treibt dich da um?


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#3
18.06.2016
12:00:43


(+2, 2 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


So weit, so gut. Mein Problem mit der angeblichen Buntheit der "Lindenstraße" ist nur das, dass von Zeit zu Zeit mal der Fokus auf eine ganz spezifische Gruppe als Quasi-Zirkuspferd gesetzt wird (Carsten Flöter und das Schwulsein, Tanja Schildknecht und das Lesbischsein und nun eben Zazie de Paris [OMG, da ist allein der Name schon Klischee pur] als "Transfrau"), und dann verschwindet das Interesse wieder und wird von den gängigen Alltagsproblemen von Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher zurück gedrängt, so dass das banale Alltagsgrau dominiert.

Dieses plätschert dann bereichert von saisonalen oder dem aktuellen Zeitgeschehen "inspirierten" Kurzdialogen lieblos über die Mattscheibe, versucht hier und da auf persönliche Maläsen, Abbau- und/oder Suchterscheinungen ein Licht zu werfen und scheitert letztendlich daran, immer nur rudimentär an der Oberfläche zu kratzen.

Was bleibt ist der Eindruck, dass man halt wieder mal eine neue Sau durchs Dorf getrieben hat und das Ganze dann eben als "bunt" anpreist, obwohl man nur auf Plakativitäten schielt, um die Quoten einer ansonsten müden und langweiligen Serie in die Höhe zu treiben.

Das ist für mich nicht nur zu wenig, sondern obendrein noch verlogen und somit unanständig.


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