Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 17.06.2016, 13:48h           56      Teilen:   |

Protestaktion geplant

Uni Wien: Empörung über homophobe Security-Mitarbeiterin

Artikelbild
In Wien gibt es erneut Aufregung, weil sich zwei Frauen einen Schmatzer gegeben haben – "nicht sexy", befand eine Security-Mitarbeiterin (Bild: Bwag/Wikimedia)

Ein Kuss-Verbot für ein lesbisches Paar an der Uni Wien führt zu Aufregung. Die Studentenvertretung ruft daher für nächste Woche zu der Protestaktion "Küssen gegen Homofeindlichkeit" auf.

An der größten Hochschule Österreichs gibt es derzeit nur ein Thema: Am Mittwochmittag forderte eine Security-Mitarbeiterin im Eingangsbereich des Wiener Universitätsgebäudes zwei lesbische Frauen auf, sich nicht zu küssen – die beiden hatten sich eigenen Angaben zufolge mit einem Kuss begrüßt. Begründet wurde der Verweis der Sicherheitsfrau damit, dass sich die Lesben in einem öffentlichen Raum befänden, dass "es ja nicht sexy ausschaut" und die Mitarbeiter "das auch nicht mehr sehen wollen".

Die beiden Frauen bestritten, dass sie sich beim Kuss besonders ins Zeug gelegt hätten: "Der Kuss war nebensächlich. Wir haben vor allem miteinander geredet", schilderte eine der beiden Studentinnen die Situation.

Das Kuss-Verbot führte zu heftiger Kritik in sozialen Netzwerken und in den Medien. Auch die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) der Uni Wien zeigte sich empört: "Diese Kommentare sind an Widerlichkeit kaum zu überbieten, unterstellen sie doch, dass Frauen sich nur küssen dürften, wenn sich andere dadurch sexuell angezogen fühlen", erklärte die Studentenvertretung, die sich bereits wiederholt für LGBT-Rechte eingesetzt hatte.

Fortsetzung nach Anzeige


Studentenvertretung kritisiert Uni-Leitung

Die ÖH kritisierte auch die Reaktion der Universitätsleitung, die via Twitter versucht habe, den Vorfall herunterzuspielen, "indem sie auf die Regenbogenfahne am Hauptgebäude hinweist". In einer kurzen Stellungnahme hatte die Universitätsführung erklärt, der Vorfall spiegle "nicht das Selbstverständnis der Universität Wien als Ort der Toleranz und Gleichberechtigung wider". Gleichzeitig verteidigte die Uni in einer Twitter-Nachricht an eine Studentin die Security-Mitarbeiterin: "Nach Einschätzung der Mitarbeiterin handelte es sich um unpassendes Verhalten in der Öffentlichkeit."

Zwar sei das Hissen der Regenbogenfahne ein "gutes Zeichen", jedoch beende "eine einzelne symbolische Geste im Jahr die Feindlichkeit gegenüber LGBTQIA-Personen noch lange nicht". Daher forderten die Studentenvertreter als erste Maßnahme von der Universität Sensibilisierungskurse für das Sicherheitspersonal und eine deutliche öffentliche Stellungnahme. Um ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen, rief die ÖH Wien zur Protestaktion "Love is never wrong! Küssen gegen Homofeindlichkeit" auf, die am kommenden Mittwoch um 12 Uhr mittags vor dem Uni-Hauptgebäude stattfinden soll.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es in Wien Proteste gegeben, nachdem ein lesbisches Paar aus einem Café geschmissen wurde, weil sich die beiden Frauen geküsst hatten (queer.de berichtete). Rund 2.000 Menschen demonstrierten wenige Tage nach dem Vorfall vor dem Café gegen Homophobie (queer.de berichtete). (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 56 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 379             2     
Service: | pdf | mailen
Tags: wien, kuss, universität, österreich
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Uni Wien: Empörung über homophobe Security-Mitarbeiterin"


 56 User-Kommentare
« zurück  123456  vor »

Die ersten:   
#1
17.06.2016
14:44:59


(-11, 13 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


"Rund 2.000 Menschen demonstrierten wenige Tage nach dem Vorfall vor dem Café gegen Homophobie (queer.de berichtete)."

Und 2.000 Heteros haben daraufhin sicher die FPÖ gewählt...

In diesem neuen Fall wird es nicht viel anders ablaufen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
17.06.2016
14:49:33


(+7, 11 Votes)

Von AFD-Watch
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Und die gleichen FPÖ-Wähler beklagen sich über eine angebliche Islamisierung und sorgen sich ach so sehr um ihre westlichen Freiheiten, weil sie fürchten, sie könnten beschnitten werden.
Warum eigentlich, wenn sie letztendlich diese Freiheiten selbst eben NICHT gewähren? Sehr glaubwürdig!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
17.06.2016
15:05:41
Via Handy


(+10, 12 Votes)

Von Marc


Und was soll das jetzt heißen? Bleibt um Himmels Willen tief im Schrank, damit kein Hetero böse auf euch wird?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
17.06.2016
16:35:40


(+6, 8 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


In der Öffentlichkeit zu zeigen, das man sich gern hat ist abstoßend, liebe Leute, die so was nicht sehen wollen, seht doch weg, aber lasst doch die Liebe in unsere Herzen kommen und versucht doch nicht immer wieder naturgewolte Gefühle zu unterbinden!!!!!!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
17.06.2016
17:39:31


(+8, 8 Votes)

Von Finn


>>>>>>>>>>>>>>>>>
Gleichzeitig verteidigte die Uni in einer Twitter-Nachricht an eine Studentin die Security-Mitarbeiterin: "Nach Einschätzung der Mitarbeiterin handelte es sich um unpassendes Verhalten in der Öffentlichkeit."
<<<<<<<<<<<<<<<<<

Die Reaktion der Uni Wien finde ich genauso skandalös wie das Verhalten dieser Mitarbeiterin.

Küssen ist auch gleichgeschlechtlichen Paaren nicht verboten. Das hat die Security-Mitarbeiterin zu akzeptieren. Punkt.

Dieses Verhalten auch noch runterspielen oder entschuldigen zu wollen, ist skandalös.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
17.06.2016
17:49:40


(+7, 9 Votes)

Von Heiner


Die Uni Wien sollte sich wirklich sehr genau überlegen, ob sie noch so eine Homohasserin, die noch dazu das Ansehen der Uni gefährdet, als Mitarbeiterin tolerieren will.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
17.06.2016
18:08:40


(+6, 8 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


seit wann setzt eine "security-mitarbeiterin denn eigentlich die öffentlichen maßstäbe über verhalten und moral.
Das dumme weib hat eine ihr auf engen rahmen zugewiesenen aufgabenbereich, zu dem mit sicherheit nicht der der moralischen anstandsdame gehört.

Nebenbei, wer haut solchen vorlauten dummen menschen eigentlich mal aufs maul.
Weh muss die antwort tun, die solchen unpersonen ohne langes herumgerede entgegen kommen muss!
Ballt die faust nicht nur in der tasche.. holt sie endlich wieder raus.
Gerade das nicht nur als bleibende erinnerung an stonewall, auf dass "wir doch alle so stolz " sind, sondern als bleibende verpflichtung uns selbst und den uns nachkommenden !


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
17.06.2016
19:22:24


(+7, 9 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #5 von Finn


vieleicht sollte man mal hinterfragen, was eigentlich die aufgabenbeschreibung durch die uni-wien für die sicher von einer privatensecurity-firma getätigten dienste beinhaltet..
sind da küsse allgemein verboten, oder nur der "tiefere zungenkuss, oder eben nur der gegengeschlechtliche und der gleichgeschlechtliche verboten.

Man sollte nicht nur seitens der studentenschaft hier nachfragen, sondern genau hinhören was die professoren und assistenten hierzu zu sagen haben.
So könnte man mal ein ungefärbtes bild jener rollbackkultur erarbeiten, die ja hier von weinberg_mitschreibern ,als unglaubwürdig abgestritten wird.
Also mir fallen neben diesem beispiel immer mehr beispiele ein, die sich in rascher folge hier auf queer.de als themen wiederspiegeln...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
17.06.2016
21:54:04
Via Handy


(-4, 8 Votes)

Von Orthogonalfront
Antwort zu Kommentar #2 von AFD-Watch


Immer dieser Versuch, Schwulsein und Islamfreundlichkeit mit einander zwangszuverheiraten!

Raffts endlich! Man kann und darf sehr wohl schwul sein und trotzdem gegen den Islam!!! Im Gegenteil!!! Ich halte jeden schwulen Islamverteidiger für einen ziemlichen Selbshasser! Wie sonst kommt man dazu eine Religion zu verteidigen, die einen selbst tot sehen will???


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
17.06.2016
22:15:59


(+2, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von Orthogonalfront


""Raffts endlich! Man kann und darf sehr wohl schwul sein und trotzdem gegen den Islam!!! Im Gegenteil!!! Ich halte jeden schwulen Islamverteidiger für einen ziemlichen Selbshasser! Wie sonst kommt man dazu eine Religion zu verteidigen, die einen selbst tot sehen will???""..

Mal davon abgesehen daß das mit dem Thema "Uni Wien" recht wenig zu tun hat..

Du solltest ein paar ältere Artikel lesen, und dort insbesondere die Kommentare derer, die Du verdächtigst "den Islam" zu verteidigen..

Das tut hier keiner..
Man verteidigt hier tatsächlich die "Religionsfreiheit", die darin besteht, ALLEN "Religionen" den gleichen Platz in der Gesellschaft zu überlassen..

Und wenn man "den Islam" kritisiert muß man in gleicher Weise "das Christentum" kritisieren, denn nur dann ist es "Religions"-Kritik..

Ohne Kritik am "Christentum" wird aber allzuschnell aus "Islam-Kritik" nur blanke Islamophobie..

In einem Forum wo über
GLEICHE RECHTE FÜR ALLE
diskutiert wird, haben solche Phobien, und damit HASS gegen Minderheiten keinen Platz !
Weder gegen "Christen", noch gegen "Muslime", oder gegen andere Minderheiten in der Gesellschaft..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123456  vor »


 Ort: Wien


 BOULEVARD - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Die Große Koalition kommt bei queer.de-Lesern nur auf 17,5 Prozent Mexiko: Papst unterstützt Homo-Gegner Paragraf 175: Schwule Senioren kritisieren Union Magdeburg: Demo für LGBTI-Aktionsplan am Freitag
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt