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  • 18.06.2016, 08:57h           110      Teilen:   |

Interview mit Stefan Kaufmann

"Mein Kampf in und mit der CDU war für die Community wichtig"

Artikelbild
Stefan Kaufmann vertritt seit 2009 als direkt gewählter Abgeordneter den Wahlkreis Stuttgart I im Deutschen Bundestag, seit 2011 ist er Kreisvorsitzender der CDU

Im Interview mit queer.de spricht der schwule Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann über Homophobie in der Union, die Ehe-Öffnung "ab 2017" und die Lehren aus Orlando.

Von Andreas Zinßer

Nach mehreren Anläufen hat es endlich geklappt. Unser Autor Andreas Zinßer traf sich in dieser Woche mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Stefan Kaufmann zu einem ausführlichen Interview in dessen Wahlkreisbüro in Stuttgart.

Kein wichtiges Thema wurde ausgelassen bei dem politisch-persönlichen Gespräch im Land der ersten grün-schwarzen Koalition. Der 46 Jahre alte schwule Politiker, der seit 2009 den Wahlkreis Stuttgart I vertritt, spricht offen über Verletzungen durch Parteifreunde und den Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst, Merkels Bauchgefühl und warum er bei der Ehe für alle nicht auf den Tisch haut.

Die Rehabilitierung der Nachkriegsopfer des Paragrafen 175 sieht Stefan Kaufmann als letztes queerpolitisches Projekt in dieser Legislaturperiode. Auch über den Schock nach dem Massaker in Orlando wurde gesprochen: In Sachen Regenbogenbeleuchtung rät der CDU-Politiker der LGBT-Community, nicht "übersensibel" zu reagieren.

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Chancen für alle, Ehe bislang nur für manche: Stefan Kaufmann auf dem CDU-Parteitag im Dezember 2012 in Hannover - Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Chancen für alle, Ehe bislang nur für manche: Stefan Kaufmann auf dem CDU-Parteitag im Dezember 2012 in Hannover (Bild: CDU/CSU-Bundestagsfraktion)

queer.de: Herr Kaufmann, mögen Sie eigentlich Kiwis?

Stefan Kaufmann: Ich mag Kiwis, wenngleich die Zahl der schwarzen Kerne da natürlich sehr klein ist. Aber Kiwis schmecken gut, das ist keine Frage. Zunächst sind sie vielleicht etwas hart und unreif, aber wenn sie dann reif und weich sind, werden sie besser.

Sie sind also zufrieden mit dem Koalitionsvertrag im Ländle?

Ja, ich war immer jemand, der durchaus für Schwarz-Grün geworben hat. Jetzt haben wir eine andere Situation, jetzt ist es Grün-Schwarz. Das ist eine andere Ausgangslage, da müssen wir als Partei schon schauen, dass wir in dieser Koalition mit einem starken Ministerpräsidenten mit unseren Themen auch wahrgenommen werden.

Was die queerpolitischen Themen angeht, können wir ganz zufrieden sein. Die neue Bildungsministerin, die von der CDU und aus Stuttgart kommt, hat schon angekündigt, dass sie beim Bildungsplan kein Zurück will. Und das Sozialministerium ist jetzt in grüner Hand und von daher wird es keinen großen Rollback geben. An sich kann man damit gut leben.

Zum guten Leben gehören manchmal zwei: Herzlichen Glückwunsch nachträglich zur Verpartnerung! Wann denken Sie, darf man Ihnen endlich zum Hochzeitstag gratulieren?

Also erst mal haben mir tatsächlich viele zum Hochzeitstag gratuliert, zur Hochzeit. Diese, juristisch leider noch zutreffende Unterscheidung, haben nicht viele gemacht. Das zeigt, dass große Teile der Gesellschaft da schon weiter sind, als es auch viele meiner Parteifreunde sind. Das muss man offen sagen. Selbst die Kanzlerin hat mir zur Hochzeit gratuliert – und auch bei der Beerdigung von Guido Westerwelle von dessen Ehemann gesprochen. Aber eins ist klar, wir werden die Eheöffnung in dieser Legislaturperiode nicht mehr hinbekommen. Aber ich gehe davon aus, dass – egal, in welcher Regierungskonstellation – ab 2017 die "Ehe für alle" zum Gesetz wird.

Im Bund ist der Koalitionsvertrag sozusagen abgearbeitet – bis auf die Gleichstellung…

…bei der Ehe und beim Adoptionsrecht. Die stand aber auch gar nicht drin, wie man ehrlicherweise sagen muss.

Richtig, aber die "Wilden 13" – Ihre "Wilden 13" – könnten jetzt doch mit Vehemenz für die Öffnung der Ehe rebellieren. Vielleicht zusammen mit der SPD. Was wäre der Funke, den Sie dafür brauchen?

Die SPD ist in einer noch schwierigeren Situation, weil sie bei dem Thema ganz anders in den Wahlkampf gegangen ist. Sie hat dabei Versprechungen gemacht, die sie jetzt in dieser Koalition nicht einlösen kann. Wir bei der Union haben dann auch noch Teile der CSU, die da massiv bremsen. Das ist natürlich jetzt im Zuge der Wahlerfolge der AfD nicht besser geworden. Zumal für viele das Thema noch ein Kernbestand konservativer Politik ist, an das man nicht auch noch ran möchte. So ist das in unserer Koalition, der Unionsfamilie, einfach schwer.

Wir haben ein Thema, in das wir jetzt noch rein wollen und das ist die Rehabilitierung der nach § 175 StGB Verurteilten. Da ist aktuell der Justizminister am Zug. Es wird ein Eckpunktepapier geben in ein bis zwei Wochen, das dann in die Fraktionen geht. Wir bereiten inzwischen vor, wie man das verfassungsrechtlich sauber hinbekommt.

Es geht gar nicht so sehr darum, ob diese Rehabilitierung kommt – es besteht weitgehend Konsens, dass diese Nachkriegsurteile nicht in Ordnung waren – sondern um die Frage: Wie hebe ich diese so lange rechtskräftigen Urteile auf? Da gibt es Bedenken von Juristen, nach dem Motto "Wehret den Anfängen". Das ist mehr eine verfassungsrechtliche als eine queerpolitische Diskussion. Ich hoffe aber und bin zuversichtlich, dass wir in diesem Punkt noch in dieser Legislatur zu einem Ergebnis kommen.

Ich frage noch einmal nach: In Sachen Ehe für alle passiert jetzt nichts mehr – auch nicht von Seiten Ihrer "Wilden 13"?

Es gab schon eine kurze Debatte in den Medien, ob die CDU sich da zwecks besserer Abgrenzung gegen die anderen Parteien positionieren sollte. Wir werden auf jeden Fall verhindern müssen, dass das Wahlkampfthema wird – im Sinne einer Ausschlussformulierung auf Wahlplakaten zum Beispiel. Wir werden auch daran arbeiten, dass im nächsten Koalitionsvertrag nichts Verhinderndes drin steht. Mehr kann man realistischerweise nicht versprechen.

Das hängt ja auch ein bisschen an Frau Merkel. Bauchschmerzen sind ja oft ein psychosomatisches Angstsymptom. Was fürchtet Frau Merkel denn, wenn zwei Menschen, die sich lieben, sich auch heiraten – egal, in welcher Geschlechterkombination?

Ich habe schon wiederholt gesagt, dass ich glaube, dass sie persönlich da gar kein Problem hat. Viele Kolleginnen und Kollegen haben kein Problem mit der Ehe, auch nicht mit der Eheöffnung. Sie haben eher das Problem mit der Adoption, die definitiv an der Ehe-Öffnung dran hängt. Gemeinschaftliche Adoption von homosexuellen Paaren macht manchen tatsächlich Bauchschmerzen. Mehr als die Ehe für alle. Bei ihr ist es vielleicht ähnlich. Sie ist nicht diejenige, die bei diesem Thema bremst, aber auch nicht diejenige, die sich in einer Position sieht, wo sie es voranbringen muss.

Wer definitiv ein Problem damit hat, ist die katholische Kirche. Wir schwer traf es Sie, dass die katholische Kirche Ihnen als gläubigem Katholiken den Segen verweigerte?

Da muss ich differenzieren. Mich traf nicht so sehr, dass die katholische Kirche mir den Segen verweigert hat. Mich traf, dass Bischof Fürst einen Gottesdienst, einen Dankgottesdienst, untersagt hat, den unser Pfarrer mit uns geplant hatte und der eben kein Segnungsgottesdienst sein sollte, sondern etwas anderes; etwas, das nach Meinung führender Theologen auch im Rahmen der römisch-katholischen Kirche hätte stattfinden können. Die Art und Weise, wie dieser Gottesdienst untersagt wurde, hat mich persönlich verletzt.

Mich hat weiter massiv geärgert, dass der Bischof bis heute nicht auf unser Gesprächsangebot eingegangen ist. Mich hat zum dritten intellektuell beleidigt, dass der Bischof bis heute noch keine Erklärung darüber abgegeben hat, warum er den geplanten Dankgottesdienst verboten hat, sondern in der Außenwahrnehmung immer von einem Segnungsgottesdienst gesprochen hat, der definitiv nicht geplant war. Das ist eines Bischofs unwürdig.


Zur Segnung seiner Partnerschaft musste Stefan Kaufmann zur alt-katholischen Kirche ausweichen


Aber warum nahmen Sie das kategorische Nein des Diözesanbischofs nicht zum Anlass, diese Kirche, die Sie aktiv und medienwirksam diskriminierte, zu verlassen?

Weil ich schon der Meinung bin, dass ich eine andere Glaubwürdigkeit innerhalb der römisch-katholischen Kirche habe, wenn ich für Reformen werbe und selber noch dabei bleibe. So konnte ich zum Beispiel neulich auf dem Katholikentag in Leipzig ganz offiziell im Podium diskutieren, ob die Kirche nicht ein pastorales Angebot für gleichgeschlechtliche Menschen machen muss, die ihr angehören und sich vor Gott bekennen wollen. Aus diesem Grund habe ich mich damals entschieden, trotz allem Ärger und Groll zunächst in der Kirche zu bleiben und nicht wegzulaufen. Sollen sich der Bischof und andere, die ein Problem mit Homosexuellen haben, ruhig mit mir auseinandersetzen müssen.

Es hat also nichts mit der Partei zu tun?

Nein, wenn ich ausgetreten wäre, dann wäre ich mit meinem Mann Rolf Pfander in die alt-katholische Kirche gewechselt. Die sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen. Mir hätte niemand absprechen können, dass ich weiterhin Christ bin. Wobei tatsächlich Anwürfe aus der Partei und der Kirche kamen, die mir meinen Glauben absprechen wollten, weil ich es gewagt hatte, nach einem Segen innerhalb der römisch-katholischen Kirche zu fragen. Da hat man mir teilweise sogar den Verstand abgesprochen, weil ich nur auf die Idee kommen konnte. Das war schon harter Tobak.

Allerdings. Wie halten Sie das offen homophobe Verhalten von Parteifreunden wie Peter Hauk oder Guido Wolf überhaupt aus? Wolf war ja sogar Gast bei der Zeremonie.

Wollte ich doch grade sagen. Da würde ich Wolf schon verwahren, dass er offen homophob ist. Ich weiß jetzt nicht, auf welche Situation Sie das nun beziehen. Hauk hatte in der Tat ein Grußwort zur "Demo für alle" beigesteuert, übrigens gegen den Willen der Fraktion.

Wolf hatte nur zwei Wochen vor Ihrer Zeremonie lautstark und im entsprechenden Ton gegen das Adoptionsrecht für Homos gehetzt.

Also okay, lassen wir das mal so stehen. Dass er aber zur Segnungsfeier kam und auch wusste, dass das öffentlich wird, zeigt ja, dass er eigentlich kein Problem hat. Der ein oder andere Parteifreund hat sichtlich Schwierigkeiten, seine liberale Haltung auch im Parteiumfeld zu vertreten. Aus Sorge, das könnte beim einen oder anderen Wähler nicht gut ankommen. Ob das für Peter Hauk und Guido Wolf gilt, weiß ich nicht. Aber das ist sicher Motiv für die ein oder andere weniger glückliche Aussage.

Ich selber erlebe offene Homophobie oder Ablehnung nicht mehr. Dass im Hintergrund geredet wird oder dass man meine Sexualität als Argument gegen mich verwendet, kann ich nicht ausschließen. Das wäre natürlich ärgerlich, gibt es aber überall.

Das heißt also, man muss als Schwuler in der CDU nicht schizophren sein?

Nein. Das war vor 20 Jahren vielleicht noch anders. Aber ich sage immer, die Tatsache, dass ich als offen Schwuler als Bundestagskandidat erst mal nominiert und als Kreisvorsitzender gewählt wurde, zeigt ja, dass die Ablehnung so groß nicht sein kann. Man muss nicht schizophren sein, man muss die eine oder andere Verletzung hinnehmen. Allerdings war es auch eine Art Mission, die ich in den letzten 15 Jahren erfüllt habe, dass die Partei hier lockerer wird. Es war nicht der eigentliche Grund für mein Engagement für die Union, aber es war Teil meines Weges innerhalb der Partei.

Sie sagen also klar: Man kann als Schwuler in der CDU überleben, wenn man seine Identität nicht zurückstellt.

Ja, das zeigt mein Beispiel, das zeigt Jens Spahn im Präsidium. Das zeigen die offen schwulen Oberbürgermeister von Essen und Schwäbisch Gmünd genauso wie der Fraktionsvorsitzende im Stuttgarter Gemeinderat. Das scheint ja doch alles irgendwie zu gehen. Man kann schwul sein in der CDU und trotzdem überleben.

In Orlando wurden am letzten Sonntag 49 Menschen in einem LGBT-Club ermordet. Sie selbst haben in Ihrem aktuellen "Brief aus Berlin" die Opfergruppe nicht benannt. Ist das Weisung von Frau Merkel, die sie ebenfalls zunächst verschwiegen hat?

Nein, diese Briefe sind wirklich mein persönliches Ding, wo ich auch versuche, zu generalisieren. Orlando integrierte ich in das Überthema Gewalt.

Sie können aber schon verstehen, dass aus der Community darauf gesetzt wird, dass gerade Sie dazu was sagen?

Ja, wobei man dazu sagen muss, dass die Nachrichtenlage zum Zeitpunkt der Abfassung des Briefs noch recht unklar war. Und jetzt kristallisiert sich heraus, dass der Täter selbst schwul war oder jedenfalls Kontakt in die Community gesucht hat. Das schreckliche Verbrechen kann natürlich vielerlei Gründe haben, dass er einfach nicht mit seiner Identität klar kam, dass er zurückgewiesen wurde, was weiß ich. Deshalb tat ich mich auch ein bisschen schwer bei der Bewertung, das als homophobes Attentat eines Islamisten zu bezeichnen.

Andererseits war es definitiv ein Schwulenclub, den es getroffen hat, das ist ein Schlag, der unsere Lebensform getroffen hat. Und es zeigt, dass unser Kampf, den wir eigentlich schon lange genug führen müssen, noch lange nicht am Ende ist. Es gibt immer noch Rückschläge und Bedrohungen, denen wir begegnen müssen.

Neben den vielen beklagenswerten Toten – ist da nicht das Allerschlimmste an diesem Attentat, dass wir klar sehen, wie wenig weit her es mit der Akzeptanz in der Gesellschaft ist? Beispiel: Wenn man bei Facebook Dinge lesen muss wie "Gott sei Dank traf es dieses mal keine Unschuldigen, sondern nur Perverse". Auch galt "Je suis Charlie", aber offenbar nicht "Je suis gay"; das Anstrahlen des Brandenburger Tors in Regenbogenfarben musste regelrecht erbettelt werden.

Das haben Mitglieder der türkischen Gemeinde auch bemängelt, dass das Brandenburger Tor nach den Attentaten in Istanbul nicht mit ihrer Fahne beleuchtet wurde. Man muss jetzt schon aufpassen, dass man nicht übersensibel ist. Ich meine, wenn jemand so was bei Facebook schreibt, ist das eine krasse und nicht akzeptable Meinung, aber sicher nicht die Mehrheitsmeinung. Die Solidarität ist da. Man kann nicht daraus schließen, wenn das Brandenburger Tor nicht in den Regenbogenfarben angestrahlt wird, dass dann die Gruppe der Homosexuellen als Opfer weniger wert ist. Das wäre überinterpretiert, auch wenn wir als Betroffene jetzt sehr sensibel reagieren. Ich sehe eine große Anteilnahme und Unterstützung, auch von außerhalb der Community.


Keine Berührungsängste: Als CDU-Direktkandidat wurde Stefan Kaufmann auch von der "roten" Laura unterstützt


Anteilnahme und Unterstützung bringen mich zu einer Frage, die mich schon lange interessierte: Sie sind gern gesehener Gast bei CSDs und Podiumsdiskussionen. Fühlen Sie sich von der Community denn auch unterstützt oder durch die "Maximalforderungen" eher im Stich gelassen?

Ich will's mal so sagen: Ich könnte mir hin und wieder mehr Unterstützung vorstellen als ich spüre. Dabei kann ich es auch bedingt nachvollziehen, dass manche es grundsätzlich nicht verstehen können, dass ein Schwuler in einer Partei wirkt, die – jedenfalls in Teilen – bei diesem Thema bremst. Ich würde mir jedoch wünschen, dass der ein oder andere den persönlichen Beitrag zur und für die Community auch mal ohne Parteibrille zu würdigen weiß. Denn – auch wenn die CDU vielleicht noch nicht angekommen ist, wo andere Parteien schon sind – mein Kampf in und mit der CDU in den letzten 15 Jahren war für die Community insgesamt wichtig.

Ich merke im Übrigen schon, dass die Ablehnung von Jahr zu Jahr weniger wird und viele mittlerweile zwischen mir und der Partei differenzieren. Letztlich kann ich nur appellieren: Lasst uns zusammenhalten! Gerade angesichts des wieder zunehmenden Gegenwinds und des Erstarkens von reaktionären Kräften. Lasst uns jeden, der eine Beitrag zu einer offenen und akzeptierenden Gesellschaft leistet, wertschätzen – egal, wo er steht.

  Zur Person
Dr. Stefan Kaufmann ist promovierter Anwalt und derzeit in seiner zweiten Amtszeit als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Stuttgart I für die CDU Mitglied des Deutschen Bundestages. Seine Homosexualität entdeckte er, als er sich während der gemeinsamen Schulzeit heimlich in seinen besten Freund verliebte. Dieser ermöglichte ihm viele Jahre später, mit 29, das Coming-out durch die direkte Frage, ob Kaufmann schwul sei. Da er gleichzeitig betonte, dass dies kein Problem für ihn sei, konnte Kaufmann zum Befreiungsschlag ausholen und outete sich binnen weniger Wochen. Der Vater war früh verstorben, die Mutter reagierte überrascht, aber gelassen auf die sexuelle Identität ihres jüngsten Sohnes. Bereits ein Jahr später lernte Kaufmann dann Rolf Pfander kennen und lieben. Mit ihm ging er im Dezember 2013 eine eingetragene Lebenspartnerschaft ein und feierte knapp 17 Monate später, am 2. Mai 2015, die kirchliche Segnung durch die alt-katholische Kirche in Stuttgart.
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Tags: stefan kaufmann, cdu, ehe für alle, gebhard fürst, grün-schwarz
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Reaktionen zu ""Mein Kampf in und mit der CDU war für die Community wichtig""


 110 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
18.06.2016
09:17:06


(+3, 9 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ob im Nachtcafé, welches wir hier empfangen kónnen oder einem anderen Medium, an dem sie teilnahmen - Herr Kaufmann - habe ich keine Erinnerung an etwas Aussagekráftiges z.G. von uns Schwulen bzgl. unserer kompromisslosen Gleichstellung mit den Heterosexuellen seitens der deutschen Politik.


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#2
18.06.2016
09:21:52


(+6, 12 Votes)

Von rfgujhgf


Witzfigur, die bei homophoben Reden anderer CDU/CSU-Abgeordneter im Bundestag Beifall klatscht und die Homophobie in seiner Partei schönredet.

Fakt: Die Wilden 13 haben im Bundestag nicht für rechtliche Gleichstellung und nicht für die Eheöffnung gestimmt.

Die Wilden 13 sollten nur den Anschein erwecken, dass die Union nicht mehr ganz so homophob sei.


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#3
18.06.2016
09:26:34


(+5, 7 Votes)

Von saltgay_nl
Aus Zutphen (Niederlande)
Mitglied seit 23.11.2015


Wenn man als Schwuler in der CDU/CSU, im Gegensatz zu heute, vor zwanzig Jahren schizophren sein musste, dann wirft das ja ein bedenkliches Licht auf die CDU.

Da denke ich an den abgehalfterten schwulen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, den man ja recycelt hat zum Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen. Von ihm sagte ja die CDU Frontfrau auf einer Karnevalssitzung: "Mein Vogel heißt Bernhard!"

In diesem Sinne hat das Interview mit Stefan Kaufmann durchaus erhellend auf die Lage in der Union gewirkt.


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#4
18.06.2016
09:47:39


(+1, 7 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Das muss man offen sagen. Selbst die Kanzlerin hat mir zur Hochzeit gratuliert"

so eine scheiß Heuchelei kannst dir sparen!!!


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#5
18.06.2016
09:50:15


(+2, 10 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Ich habe schon wiederholt gesagt, dass ich glaube, dass sie persönlich da gar kein Problem hat."

Die nächste scheiß konservative scheiß heuchelei!!!!!


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#6
18.06.2016
09:54:53
Via Handy


(+8, 12 Votes)

Von Marc


Na, da freuen wir uns aber ein Loch in den Bauch, dass die Kanzlerinnendarstellerin ihm doch tatsächlich zur "Hochzeit" gratuliert hat, während sie in Wirklichkeit die Hochzeit für alle Jahr um Jahr verhindert. Pah, so ein Heuchler!


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#7
18.06.2016
09:59:57


(+4, 8 Votes)

Von NjHdh


..naja...da gibt es doch was von ratiopharm??..

aber es gibt ja auch Russen (!), die mit Hakenkreuzfahnen posieren... welches Volk sollte im Lebensraum Ost nochmal weichen?

Also irgendwas ganz komisches muss da im Grundwasser sein...


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#8
18.06.2016
10:05:30


(+1, 9 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Lasst uns jeden, der eine Beitrag zu einer offenen und akzeptierenden Gesellschaft leistet, wertschätzen egal, wo er steht."

Mit Parteien wie die unionen und fdp kann man nicht über Queere-, Arbeiter-, und Menschenrechte diskutieren, weil sie, schlicht und ergreifend gegen diese Rechte sind vor allem aus egoismus und ignoranz!!!


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#9
18.06.2016
10:14:21


(+4, 8 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Der Mann scheint ein Faible dafür zu haben, freiwillig in Organisationen Mitglied zu sein, in denen er gegen diese Politik machen muss um seine Grundrechte zu erhalten. So einen kann ich weder bedauern noch wählen, da ich mich durch ihn nicht vertreten fühlen kann.

Youtube-Video:


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#10
18.06.2016
10:37:40


(+4, 6 Votes)

Von AnomymBLN


Wie toll dieser Kampf bei diesem homophoben Verein funktioniert hat, dürfen wir in Berlin in der kommenden Woche im Hauptausschuss und dann im Plenum des Abgeordnetenhauses (AGH) erleben, wenn 3 weitere ("Gegen Gewalt und Diskriminierung, Öffentlicher Dienst, Internationale Zusammenarbeit") ( von insgesamt acht Anträgen, die in ihrer ursprünglich Version von den Schwusos/QueerSozis erarbeitet wurden, zwei wurden schon vom AGH beschlossen) von der "C"DU überarbeiteten Anträge zur Initiative Sexuelle Vielfalt zur Abstimmung stehen.
Soll die Finanzierung der wenigen bisherigen Projekte weitergehen, wird die SPD wohl in den sauren Apfel beißen und zustimmen, sonst gibt es am Ende rein gar nichts.

Eines ist sicher, nach der Wahl sollte man unter diesen Umständen, keine Koalition mit diesem homo- und transphoben Verein weiterführen.


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