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Mit Regenbogenschnürsenkeln kämpft der britische Fußball gegen Homophobie – bei Spielen von Mexiko stehen dagegen schwulenfeindliche Sprüche auf der Tagesordnung

Beim Copa América, der dieses Jahr in den USA stattfindet, fielen Mexiko-Fans erneut durch "Schwuchtel"-Rufe auf – nur wenige Tage nach dem Massaker von Orlando.

Fans der Nationalmannschaft von Mexiko sorgen erneut mit homophoben Sprechchören für Schlagzeilen: Während des Copa América, der parallel zur EM stattfindenden Fußball-Amerikameisterschaft, beschimpften sie erneut gegnerische Spieler – und teilweise sogar Mitglieder der eigenen Mannschaft – als "Puto".

Zuletzt waren diese Rufe am Samstagabend beim Viertelfinalspiel im kalifornischen Santa Clara zu hören, als die Mexikaner mit 0:7 gegen Chile untergingen. Das erste Mal konnte "Puto" während der Fernsehübertragung in der ersten Minute gehört werden. Als Mexikos Mannschaft immer mehr in Rückstand fiel, geriet mit Guillermo Ochoa auch der eigene Torhüter ins Fadenkreuz der Fans. Weil die Beschimpfungen inzwischen so normal geworden sind, blendete der spanischsprachige US-Sender Univision vor der Übertragung Warntafeln ein, mit denen auf die beleidigende Sprache hingewiesen wurde.



"Puto" wird in der Hauptbedeutung "Schwuchtel" eindeutig gegen männliche Homosexuelle genutzt; ein nationales Lexikon definiert den Begriff als "Mann, der Sex mit Männern hat". Andere Bedeutungen hat demnach das Wort nur als Adjektiv, andere Wörterbücher geben noch "Stricher" als Möglichkeit an.

FIFA geht inzwischen härter gegen Homophobie vor

Die homophoben Sprechchöre sind insbesondere in Mexiko in den letzten Jahren viel populärer geworden. Zunächst ließ man die Fans gewähren: So weigerte sich der Weltfußballverband FIFA während der Weltmeisterschaft 2014, die homophoben Gesänge zu sanktionieren (queer.de berichtete) – anders als bei rassistischen Vorfällen. Inzwischen haben die Fußballverbände reagiert: So verhängte die FIFA erst im Mai gegen insgesamt sechs Verbände Geldstrafen wegen homophober Sprechchöre, darunter auch Mexiko (queer.de berichtete).

Der mexikanische Fußballverband hat selbst kürzlich eine Kampagne gestartet, in der die Fans aufgefordert werden, die homophoben Sprechchöre einzustellen (queer.de berichtete).

Wie der Fußball Homophobie bekämpfen kann, zeigte am Donnerstag die amerikanische Nationalmannschaft: Zum Gedenken an die Opfer des Orlando-Massakers trug der US-Kapitän und ehemalige Mönchengladbach-Spieler Michael Bradley eine Kapitänsbinde in Regenbogenfarben (queer.de berichtete). (dk)



#1 AlexAnonym
  • 20.06.2016, 14:11h

  • Hass-Gesänge sind immer scheiße und kommen von Abschaum. Aber so kurz nach Orlando ist es nochmal doppelt pervers.
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#2 LawrenceProfil
  • 20.06.2016, 21:00hBamberg
  • Antwort auf #1 von Alex
  • Nicht aufregen, wir haben den längeren Atem. Jetzt müssen wir besonnen und klar in die Zukunft schauen. Erstmal ändern wir solche Dumpfbacken eh nicht. Ich wiederhole nochmals sie wissen nicht was sie tun. WAhrscheinlich gehört das bei ihnen zum "guten Ton". Ob die einen von uns kennen? Dann fiele es nämlich nicht mehr so leicht kopflos hinterherzugrölen.
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#3 hugo1970Profil
  • 20.06.2016, 22:23hPyrbaum
  • Sollche Idioten muß man zwingen, einen Tag die gemobten zu spielen, ob sie dannach auch noch diskriminierende Worte weiterhin verwenden?
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