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Jörg Litwinschuh, geschäftsführender Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, bei seiner Rede in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald

In der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar wurde am Sonntag der homosexuellen Häftlinge des NS-Lagers gedacht.

Die Aidshilfe Weimar und Ostthüringen hatte die Gedenkfeier für die sogenannten Rosa-Winkel-Häftlinge organisiert. Insgesamt waren im nationalsozialistischen Deutschland über 10.000 Männer aufgrund ihrer sexuellen Orientierung in ein Konzentrationslager eingewiesen worden; mehr als die Hälfte von ihnen starben an Entkräftung, medizinischen Versuchen oder Mordaktionen.

Als Hauptredner aus Berlin erinnerte Jörg Litwinschuh, der geschäftsführende Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, in seiner Ansprache auch daran, dass die Schwulenverfolgung in Deutschland nach 1945 weiterging: "Heute gedenken wir deshalb auch derjenigen Männer, welche nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Homosexualität erneut verschweigen oder sich verstecken mussten und die erneut, gerade dem Terror entkommen, oder zum ersten Mal verurteilt und ins Gefängnis gesteckt wurden." Ihre ausstehende Rehabilitierung sei "großes Unrecht" und eine "Schande für unser Land".

Darüber hinaus warnte Litwinschuh vor den Gefahren des Rechtspopulismus und zielte insbesondere auf die AfD: "Leider gibt es auch jetzt noch Menschen, die lieber heute als morgen mit dem Gedenken an die Nazizeit abschließen würden und sich anderseits mit Holocaust-Opfern vergleichen. Es gibt Leute – selbst Homosexuelle -, die in den sozialen Medien die 'Zählung von Homosexuellen in Thüringen' als eine 'berechtigte Anfrage' werten und den Bundestagsabgeordneten Volker Beck als 'Krebsgeschwür der Homosexuellen' diffamieren."

Der Chef der Hirschfeld-Stiftung rief dazu auf, den Anfängen zu wehren: "Schauen wir der Kontinuität der Homo- und Transsexuellenfeindlichkeit, die auf uns trifft, ins Auge! Engagieren wir uns!"

Mit einem Grußwort richtete sich außerdem Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) an die Teilnehmern. Als weiterer Redner kam Michael Richter, Vorstandsmitglied der Aidshilfe Weimar und Ostthüringen, zu Wort. Den musikalischen Rahmen lieferte die Kapelle TubaLibre. (mize)



#1 tti3_alliance
  • 20.06.2016, 18:39h
  • Der Rosa Winkel betraff nicht nur Homosexuelle Männer.

    Es ist nicht verwunderlich, dass bis heute nur ~22 Namen NS Opfern aus dem TT(I) Bereichen bekannt sind.
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    Es gab damals wie heute, hetero und homo sexuelle Menschen, die den heutigen trans* / Transgender Bereichen zu zu ordnen sind.

    Der Begriff Transsexualität stammt aus den 20ziger Jahren, wurde während der NS Zeit nicht verwendet, und umfasst nur ein Teilbereich des komplexen trans* Bereichs.

    Der Begriff Transvestiten wurde damals genutzt und ist dem heutigen Begriff, der aus der ICD herrührt, so nicht gleich zu setzen.
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    Menschen der TTI Bereiche, wurden nach §175 aber auch §182, §360... und der Aktion T4, inhaftiert, deportiert und ermordet.
    Und waren auch Opfer des NS Experiment System (auch Kinder, Jugendliche).
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    Die Offenlegung der letzten 30.000 Namen, aus Akten zur Aktion T4, werden bislang nicht vom Bundesarchiv offen gelegt.

    Neben Menschen mit Behinderungen, nutzte man T4 auch um anders denkende Menschen zu beseitigen, sowie um 400.000 Menschen zu kastriern. ...

    transallianceproject.wordpress.com/2016/05/15/offenlegung-al
    ler-ns-opfer/


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    Nur gemeinsam deckt man die ganze Wahrheit auf.

    transallianceproject.wordpress.com/2016/06/18/4565/

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    Jedes Geschlecht verdient Respekt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 NickAnonym
#3 TorstenHH
  • 20.06.2016, 23:33h
  • Klasse Veranstaltung am richtigen Ort!
    Danke für die klaren Worte und den Aufruf sich zu engagieren!
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#4 g_kreis_adventProfil
#5 LorenProfil