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  • 21.06.2016, 08:31h           121      Teilen:   |

Appell gegen Homophobie

Zentralrat der Muslime: Wir verteidigen die Freiheit von Homosexuellen

Artikelbild
Aiman Mazyek ist seit 2010 Vorstandsvorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD), zuvor war er Generalsekretär (Bild: yunay)

Der ZMD-Vorstandsvorsitzende Aiman Mazyek hat sich nach dem Orlando-Massaker doch noch schützend vor Lesben und Schwule gestellt.

Bei der Kanzlerin hat es etwas länger gedauert, bis sie die richtigen Worte nach dem Orlando-Massaker gefunden hat. Selbst Berlins Regierender Bürgermeister von der SPD musste ziemlich lange nach dem Lichtschalter fürs Brandenburger Tor suchen.

So verwundert es nicht wirklich, dass auch der Zentralrat des Muslime in Deutschland (ZMD) eine ganze Woche brauchte, um nach dem Attentat eines IS-Sympathisanten auf den queeren Club "Pulse" mit 49 Todesopfern einen Appell gegen Homophobie zu starten und sich schützend vor Lesben und Schwule zu stellen.

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"Dann stellen wir uns quer, als Muslime allemal"

Jeder Mensch sei einzigartig und habe "eine Würde, die zu schützen unser Grundgesetz uns auferlegt, ja die uns Muslime der Koran ebenso auferlegt hat, sie zu schützen", sagte der ZMD-Vorstandsvorsitzende Aiman Mazyek am Sonntag bei einer Rede anlässlich der bundesweiten Aktion "Menschenketten gegen Rassismus" in Hamburg.

"Und wenn Menschen, weil sie eine andere Hautfarbe, eine andere Religion, oder weil sie homosexuell sind mit dem Leben bedroht, diskriminiert oder gar wie in den USA geschehen, getötet werden, dann stellen wir uns quer, als Muslime allemal", erklärte Mazyek. "Dann stellen wir uns schützend vor ihnen und werden die Freiheit verteidigen, dann werden wir die Würde des Menschen und damit unsere Würde mit allen rechtstaatlichen Mitteln, die uns zu Gebote stehen, schützen."

Bereits im Jahr 2010 hatte sich Aiman Mazyek als damaliger Generalsekretär des Zentralrats der Muslime für einen Diskriminierungsschutz von Schwulen und Lesben im Grundgesetz eingesetzt – und damit einen bigotten Gutachter von CDU/CSU zurechtgewiesen, der behauptet hatte, ein solcher Schritt würde die Integration von Muslimen in Deutschland gefährden.

Die Homophobie der Religion bleibt ein Tabu

Anfang des Monats räumte der ZMD-Chef in einem Interview mit der "Volksstimme" allerdings ein, mit seiner Haltung einen persönlichen Spagat auszuüben: "Ich nehme Homosexualität für mich und religiös nicht an. Aber ich trete gleichzeitig ein gegen Homophobie, als Muslim."

Warum das Verdammen von schwulem und lesbischem Sex oder das Verbot gleichgeschlechtlicher Trauungen in einer deutschen Moschee keine Homophobie sein sollen, muss uns Mazyek ein anderes Mal erklären. Doch mit seinem Versuch, Religion und Bauchgefühl über die Menschenrechte zu stellen, steht er in Deutschland bekanntlich nicht allein – dasselbe kennen wir ja von unserer Kanzlerin. (mize)

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Tags: aiman mazyek, zentralrat der muslime, zdf, orlando-massaker, islam
Schwerpunkte:
 Orlando-Massaker
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Reaktionen zu "Zentralrat der Muslime: Wir verteidigen die Freiheit von Homosexuellen"


 121 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
21.06.2016
08:44:57


(+4, 6 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


Ein Bericht von n-tv:

Link zu www.n-tv.de


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#2
21.06.2016
08:56:27


(+8, 12 Votes)

Von Peinlich


"Wir verteidigen die Freiheit von Homosexuellen"

Der nächste Unsinn, wer soll das bitteschön glauben?!


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#3
21.06.2016
09:01:20
Via Handy


(+6, 12 Votes)

Von Orthogonalfront
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


Standard im Islam!


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#4
21.06.2016
09:27:36


(-3, 13 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von Orthogonalfront


Angstfantasien von Leuten, die keine muslimischen Freunde haben.

Was ist schon Standard im Islam?

Der selbsternannte Zentralrat mit seinen 10.000 Mitgliedern kann den sowieso nicht festlegen.

Ist das Fastenbrechen mit einer Trans-Frau Standard?

Link zu www.tagesspiegel.de

Wohl eher ein Zeichen für die gute alte türkische Tradition: Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird (oder doch?).

Die Moscheen, in die 23% der jungen Deutsch-Türken regelmäßig gehen, haben jedenfalls mit dem sogenannten 'Zentralrat' nichts zu tun.

39.1% der Polen gehen übrigens jeden Sonntag in die Kirche.

Sowohl bei Deutsch-Türken als auch bei Polen ist die Tendenz rückläufig.

Europäische Normalität.

Syrien, die Heimat des Vaters unseres Zentralratsvorsitzenden, ist allerdings ein Pulverfass, in dem die religiösen und ethnischen Gruppen übereinander herfallen.


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#5
21.06.2016
09:33:21
Via Handy


(+3, 13 Votes)

Von Sorry
Antwort zu Kommentar #3 von Orthogonalfront


aber was wollt Ihr damit eigentlich erreichen sofort aufzutauchen und den Islam als gefährlich und böse zu brandmarken, sobald sich eine Gelegenheit in der Kommentarspalte ergibt.
Eir wissen glaube ich Alle das Religion inkl. ISLAM nicht gut für uns ist.
Aber es wird deutlich dass hier von Euch ein Feindbild freudig aufgenommen wird.

Endlich ein Sündenbock für die ganze menschenverachtende Homophobie.


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#6
21.06.2016
09:57:38


(+3, 13 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Der Witz des Tages, ein echter Schenkelklopfer, Herr Mazyek hat meinen Tag gerettet.

Der ZMD ist letztlich die fünfte Kolonne der türkischen Politik bzw. der türkischen Religionsbehörde. Mir ist Herr Erdowahn nicht als besonderer Freund und Verteidiger der Rechte der Schwulen bekannt. Siehe neuerliche Gewalttätigkeiten in Istanbul. Oder siehe die Untaten seiner Glaubensbrüder im Islamischen Staat, im Iran, in Saudi-Arabien und sonstwo, wo der Islam eine staatsreligionähnliche Stellung hat. Das Agieren des Herrn Mazyek ist schon unverfrohren, des wäre so, als wenn der Pope in Rom auf dem Petersdom die Regenbogenfahne hissen würde, nämlich unglaubwürdig.


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#7
21.06.2016
10:15:10


(+2, 12 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #6 von wiking77


"Der ZMD ist letztlich die fünfte Kolonne der türkischen Politik bzw. der türkischen Religionsbehörde."

Sachkenntnis kann weiter helfen.

Du verwechselst den kleinen arabisch dominierten ZMD mit der großen türkischen DITIB .

In Saudi-Arabien dominieren Wahabiten (eine sunnitische Sekte) und im Iran Schiiten, die sich untereinander blutig bekämpfen. Ob man da von Glaubensbrüdern reden kann, ist fraglich.

Dass die alle homophob sind, ist aber keine Frage.


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#8
21.06.2016
10:21:24


(+5, 7 Votes)

Von mats


Dieses Rumgeeiere geht mir auf den Sack. Kaum geht's um LGBT-Rechte und -Solidarität, laviert die Heterogemeinde herum wie ein Pudding.

Aufgeworfen werden immer nur Frage:

- Hat der ZMD Angst, man könne die Muslime in Deutschland wg. des muslimischen Glaubens des Orlando-Täters in Gemeinschaftsverantwortung nehmen?

- Auf wen nimmt Mazyek Rücksicht, wenn er nochmal betonen muss, dass er persönlich natürlich Homosexualität "für sich und religiös nicht annimmt"?

- Hat Angela Merkel Sorge, dass sich ewiggestrige Teile der Union von ihr ab und der AfD zuwenden, wenn sie die Worte "schwul", "lesbisch", "transgender" ausspricht? Oder, dass ihre evangelikalen Freunde dann heimlich in ihren Erweckungstreffen dafür beten, dass ihr die Lippen abfallen mögen?

Es ist alles so erbärmlich.

Und wir sind es, die der Gesellschaft diese Erbärmlichkeit vorspiegeln. Das ist keine bequeme Aufgabe. Aber eine in der Natur des Menschen verankerte (für Gläubige: gottgewollte) Aufgabe.


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#9
21.06.2016
10:21:38


(-1, 7 Votes)

Von Laurent
Aus Heidelberg (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 27.12.2015
Antwort zu Kommentar #2 von Peinlich


Der Glaube mancher Menschen ist unerschütterlich.


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#10
21.06.2016
10:27:23


(+10, 10 Votes)

Von Sebi


Wenn man erst mal eine Woche überlegen muss, wie man marketing-technisch am besten vorgeht, sind solche Worte nicht ernst gemeint.

Da geht es dann nur darum, Muslime vor der Vorverurteilung als generell homophob zu schützen (was ja auch richtig ist), aber nicht darum, wirklich klare Kante gegen Homophobie zu fahren.


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