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  • 21.06.2016, 09:18h               Teilen:   |

Neues Album voll amüsanter Alltagsbeobachtungen

Hip-Hop als Erfahrung: Moop Mama

Artikelbild
Funk, Soul, Jazz: Die Stücke von Moop Mama erinnern an den Sound der Marching Bands aus dem amerikanischen Süden (Bild: Lena Semmelroggen)

Die zehnköpfige Brassband aus München hat mit "M.O.O.P.topia" ein neues Album veröffentlicht.

Seit sieben Jahren verbinden Moop Mama die Kunst des Geschichtenerzählen mit einem einzigartigen Sound aus Bläsern, Beats und Rap: "Urban Brass". Das hat ihnen den Ruf eines wahren Bühnen-Spektakels eingebracht. Jan Delay, Deichkind, Fettes Brot, Alles Fans. Nun haben Moop Mama ihr drittes Album aufgenommen. Mit "M.O.O.P.topia" finden sie als Band engültig zu sich – und erschaffen in ihren Songs einen möglichen Ort aus Ideen und Melodie.

Moop Mama ist physisches Entertainment, Hip-Hop als Erfahrung. Mit zehn Mann auf der Bühne verwandelt die Band auch neugierige Novizen in überzeugte Fans, bevor diese überhaupt so recht begriffen haben, was da eigentlich los ist. "Live sind wir ein Brett", sagt Saxofonist Marcus Kesselbauer. "Wenn wir alle auf der selben Welle reiten, dann gibt es kein Halten." Mit ihrem dritten Album "M.O.O.P.topia" übersetzt die Band diesen viel beschworenen "Moop-Mama-Moment" in 14 Songs von dauerhafter Gültigkeit. Es geht darauf um die feinen Schattierungen des Mensch-Seins ebenso wie die großen Kontraste unserer Zeit. Es ist ein dezent poetisiertes Panoptikum unserer Gesellschaft und Gefühlswelt. Ein denkbarer Ort aus Ideen und Melodien. Eine "M.O.O.P.topia" eben.

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Neue emotionale Qualität

Das neue Album "M.O.O.P.topia" ist am 27. Mai 2016 erschienen
Das neue Album "M.O.O.P.topia" ist am 27. Mai 2016 erschienen

Wie immer bei Moop Mama ist das Album voll von amüsanten Alltagsbeobachtungen. Es geht um schrecklich normale (und normal schreckliche) Pärchen. Es geht um unser aller Lust am Aufschieben. Es geht um den Irrsinn im Internet. Vor allem aber ist "M.O.O.P.topia" von einer neuen emotionalen Qualität. Vielen der Themen nähern sich Moop Mama mit losen Stimmungsskizzen, Bildern, die Spielraum zur individuellen Deutung lassen. Dieser Ansatz wird besonders auf "Meermenschen" deutlich, einem Song über die globale Flüchtlingskrise. Moop Mama laden das Thema nicht noch weiter mit Meinung auf, sondern fassen das urmenschliche Gefühl von kollektiver Ratlosigkeit in Musik.

So klingen auf "M.O.O.P.topia" mehr Einflüsse durch denn je zuvor. Die Wurzeln der Band liegen im Sound der Marching Bands aus dem amerikanischen Süden: Funk, Soul, Jazz. Diesmal hört man auch die Energie von Trap und Techno, Referenzen von Blues bis Old-School-Rap. Kesselbauer: "Wir haben alle möglichen Ansätze, von sehr vielen Leuten, in einen Band-Style verpackt, den man wiedererkennt."

Dabei sind neben Texter, Rapper und Sänger Keno Langbein erstmals in der Geschichte der Band auch klassische Feature-Gäste zu hören: Die Wesensverwandten von Blumentopf; der Bremer Flo Mega; Megaloh aus dem Umfeld von Max Herre; und Jan Delay, der Moop Mama kürzlich als Support-Act auf seine Tour durch die ganz großen Hallen einlud. Keno: "Das war eine prägende Zeit für die gesamte Band, wir haben viel gelernt. Aber wir haben zu jedem der Gäste eine Beziehung, zumindest musikalisch. Wir alle kommen aus dem Hip-Hop – aber machen etwas Anderes, etwas Neues, etwas Eigenes daraus."

Anderes. Neues. Eigenes. Besser lässt sich die Idee von Moop Mama und die Faszination von "M.O.O.P.topia" nicht auf den Punkt bringen. (cw/pm)

Youtube | Offizielles Video zu Moop Mama "Lösch das Internet"
  Moop Mama Live
01. – 03.07.16 Köln – Summerjam
22.07.16 Karlsruhe – Das Fest
25.07.16 Freiburg – ZMF – Zeltmusikfestival
02.- 06.08.16 Lustenau am Alten Rhein – 27. Szene Open Air
13.08.16 Rotenburg o.d.Tauber – Taubertal-Festival
14.08.16 Eschwege – Open Flair
20.08.16 St. Pölten – Frequency Festival
25.08.16 Übersee – Chiemsee Summer
Links zum Thema:
» In das Album bei Amazon reinhören
» Offizielle Website von Moop Mama
» Fanpage auf Facebook
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Tags: moop mama, m.o.o.p.topia, max herre, jan delay
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