Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?26421

Der unkenntlich gemachte Miguel im Interview mit dem spanischsprachigen Sender Univision (Bild: Univision)

Anderthalb Wochen nach dem Orlando-Massaker gibt es wilde Spekulation darüber, was der Grund für den Amoklauf gewesen ist. Ein Mann behauptet nun in einem Interview, mit Omar Mateen intim gewesen zu sein.
Ein Mann hat in einem Interview mit dem US-Network Univision erklärt, er sei ein "Freund mit gewissen Vorzügen" von Omar Mateen, dem Amokläufer von Orlando, gewesen. Miguel, der im Interview aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes mit einer prothetischen Maske gezeigt wurde, sagte in dem Gespräch, dass er zwei Monate lang eine sexuelle Beziehung mit Mateen unterhalten und sich 15 bis 20 Mal mit dem späteren Attentäter in einem Hotel zum Sex verabredet habe.

Miguel sagte, er glaube, Mateen habe aus Abneigung gegen Puerto Ricaner den Anschlag verübt. Er habe einmal Sex mit einem Mann aus dem US-Außengebiet gehabt und erst später erfahren, dass dieser HIV-positiv gewesen sei. "Er hat schwule Puerto Ricaner gehasst, für das, was [dieser Mann] ihm angetan hat", so Miguel. "Er hat diese verrückte, schreckliche Sache aus Rache getan."

Weiter behauptete Miguel, dass ihm Mateen nie gewalttätig vorgekommen sei; vielmehr habe er gerne gekuschelt. Außerdem habe der spätere Attentäter seinen muslimischen Glauben als "wunderschöne Religion" beschrieben, in der jeder willkommen sei, auch Homo-, Trans- und Bisexuelle.

Debatte um das Tatmotiv

Derzeit gibt es in den US-Medien eine aufgeladene Debatte über den Grund es Anschlags. Dabei werden drei Möglichkeiten genannt: Neben Terrorismus für den "Islamischen Staat", zu dem sich Mateen während des Anschlags telefonisch bekannt hatte, könne er auch Homosexuelle gehasst haben oder schlicht psychisch krank gewesen sein.

US-Justizministerin Loretta Lynch erklärte erst am Dienstag, dass der Täter möglicherweise aus mehr als einem Grund gehandelt habe. "Ich kann nicht sagen, ob wir mit Sicherheit am Ende ein einziges Motiv haben werden", so Lynch. Derzeit sehe ihre Behörde die Tat als "Akt des Terrors und als Akt des Hasses" an.

Zweifel daran, dass der Anschlag lange geplant war, kamen auch auf, als Bundesbehörden am Dienstag bekanntgaben, dass Mateen einen Tag vor dem Anschlag Flugtickets nach San Francisco für sich, seine von ihm getrennt lebende zweite Frau und seinen dreijährigen Sohn gekauft habe. Das FBI gab auch an, man habe noch keine direkten Verbindungen zwischen dem Attentäter zu internationalen terroristischen Vereinigungen gefunden. Mateen habe sich aber wohl durch dschihadistische Propaganda radikalisiert.

Mehrere Nachrichtensender und Zeitungen wie der "Orlando Sentinel" berichteten in der letzten Woche, dass Besucher des "Pulse" erklärt hätten, Mateen sei regelmäßig im Club gewesen. Die Polizei bestätigte bislang aber nur, dass Mateen den Club am selben Abend besucht habe, gegangen sei und später mit seiner semiautomatischen Waffe zurückkehrte.

Die prominente frühere FBI-Profilerin Mary Ellen O'Toole erklärte gegenüber CBS News, es sei angesichts der Zeugenaussagen wahrscheinlich, dass Mateen, dessen Vater auf Youtube gegen Homosexuelle gehetzt hatte, mit seiner sexuellen Orientierung Probleme hatte. Er habe "mit der Idee, schwul zu sein, gekämpft". (dk)



#1 wiking77
  • 22.06.2016, 14:22h
  • "seinen muslimischen Glauben als "wunderschöne Religion" beschrieben, in der jeder willkommen sei, auch Homo-, Trans- und Bisexuelle."

    Wunderschön gediehgene Worte; die auch vom Dad stammen könnten. Nur allein die sichtbaren Blüten, die diese Religion in ihrem pragmatischen Umgang mit Schwulen, sind samt und sonders hässlich.

    Klar, das war nicht immer so, zu den Zeiten des Dichters und Religionsgelehrten Harun al Raschid oderAbu Nawas (757-815) war der Mainstream-Islam tatsächlich im Umgang mit Homosexuellen um Meilen toleranten als das Christentum; heute jedoch nicht mehr; er das Gegenteil. Heute gibt es keine islamischen Poeten, die das Hohelied auf schöne Jünglinge und die Augenweide die man im Bade hat beim Betrachten der schönen Männerleiber .... heute rechtfertigen islamische Main-Stream-Theologen die Untaten, die in Raqaa, Teheran, Riad und sonstwo noch begangen werde - bald auch in Berlin, Brüssel und Paris?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 RWTHAnonym
  • 22.06.2016, 14:55h
  • Es gibt nach solchen Taten leider auch immer irgendwelche mediengeilen Idioten, die das als Chance sehen, mal ihre 15 Minuten Ruhm zu bekommen.

    Es besteht die Gefahr, dass das auch hier der Fall ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 TiamickEhemaliges Profil
  • 22.06.2016, 17:31h
  • Antwort auf #2 von RWTH
  • Ja, ist wohl so, dass man nicht wissen kann, was dahinter steckt, wenn sich da irgendjemand meldet.

    In den USA geht es ja möglicherweise auch immer um hohe Geldsummen, die mit TV-Auftritten und öffentlicher Präsenz verdient werden können.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen Spinner handelt ist tatsächlich sehr groß.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 markusbln11Anonym
  • 22.06.2016, 18:49h

  • Das entscheidende ist, dass es in unseren Gesellschaften noch immer ein Klima gibt, das so etwas wie Orlando möglich macht. Hass gegen LGBT, unchristliche Kirchen, staatliche Verfolgung von Schwulen und Lesben. Terror gegen uns. Dafür ist und bleibt Orlando eine Mahnung. Nicht wir sind pervers, sondern Menschen, die Hass und Verachtung sähen. Und dieser Hass ist Grund des Anschlags. Da gibt es kein Hersusreden.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 LawrenceProfil
#6 MadisonAnonym
#7 FielmannAnonym
#8 PAOLOAnonym
  • 22.06.2016, 21:09h
  • Naja,der liebe GOTT hat auch alle menschen auf diesem planeten getötet,beziehungsweise ersäuft (SINTFLUT) aus rache weil sie ihm nicht die liebe entgegengebracht haben die er erwartete,also eine rein christliche ,oh entschuldigung muslimische natürlich, TAT,aber ist ja eh alles MONOTHEISMUS!!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 NickAnonym
  • 22.06.2016, 21:26h
  • Antwort auf #1 von wiking77

  • Genau, der böse Islam. Muslime sind deiner Ansicht nach anscheinend per se Böse. Kommt mir bekannt vor, war da nicht mal was in Deutschland? Nur die hießen damals anders....

    Komm mal runter, schau dich mal um in Sachen Rechtsterrorismus...

    Und in Sachen Christliche Fanatiker...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 MadisonAnonym
  • 22.06.2016, 21:56h
  • Antwort auf #7 von Fielmann
  • prothetische maske? schräg. das machen wohl nur die mexikaner so, wenn sie jemanden anonym machen wollen. hey hombres, man kann denjenigen auch nur im schatten zeigen oder von hinten, und die stimme ausm off nachsprechen. ist günstiger. ich dacht erst, freddy krueger war der lover vom massemörder. obwohl, würd ja passen. both nightmares.
  • Antworten » | Direktlink »