Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?26428

Das linke Schild dürfte in Kürze viel öfter in New York gesichtet werden (Bild: flickr / Juli Crockett / by 2.0)

Mit überwältigender Mehrheit hat die bevölkerungsreichste US-Stadt angeordnet, dass die meisten öffentlichen Toiletten geschlechtsneutral sein müssen.

Der Stadtrat von New York hat am Dienstag mit 47 zu zwei Stimmen beschlossen, dass in allen öffentlichen Einzeltoiletten innerhalb der Stadtgrenzen sowohl Frauen als auch Männer Zugang haben müssen. Darauf müssen Schilder, beispielsweise mit der Aufschrift Unisex, hinweisen.

Bürgermeister Bill De Blasio muss das Gesetz noch unterzeichnen, damit es am 1. Januar in Kraft treten kann. Die Zustimmung des Demokraten, eines lautstarken Unterstützers von LGBT-Rechten, gilt als sicher. De Blasio hatte bereits vor wenigen Monaten eine Verordnung erlassen, wonach in städtischen Gebäuden alle Transsexuellen die Toiletten benutzen dürfen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen.

Die neue Regelung betrifft insbesondere Bars und Restaurants, von denen fast alle Einzeltoiletten besitzen. Viele von ihnen sind derzeit noch als Herren- oder Damen-Toiletten ausgewiesen. Wird die Beschilderung im kommenden Jahr nicht angepasst, drohen Geldstrafen in Höhe von 500 Dollar.

Die Stadträte betonten, dass die Neuregelung ein Gegengewicht zu transphoben Gesetzen in anderen Bundesstaaten darstellen solle. In den letzten Monaten hat insbesondere ein Gesetz in North Carolina für Aufregung gesorgt, das es Transsexuellen verbietet, Toiletten zu benutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen (queer.de berichtete).

Der "Trangender Legal Defense and Education Fund" hatte die Einführung von Unisextoiletten gefordert. Die New Yorker Organisation für Trans-Rechte erklärte, sie habe seit 2010 rund 200 Beschwerden erhalten, nach denen Transpersonen der Zugang zu öffentlichen Toiletten verwehrt wurde oder sie wegen der Nutzung dieser Einrichtungen bedrängt oder gar attackiert worden seien.

Auch Vorteile für Frauen

"Das soll eine Botschaft sein, dass New York City die Transgender-Community unterstützt und ihre Belange versteht", erklärte der schwule Stadtrat Daniel Dromm, der Autor des Gesetzes, gegenüber "Politico". Die Neuregelung helfe auch Cis-Frauen: "Ich gehe oft in ein griechisches Restaurant in Astoria, das über Einzeltoiletten für Männer und Frauen verfügt. Und die Frauen müssen warten, bis ihre Toilette frei ist", so Dromm.

Bereits jetzt gibt es in mehreren US-Städten ähnliche Regelungen, etwa in Austin, Seattle oder Philadelphia. Unisex-Toiletten sind außerdem vor allem an amerikanischen Universitäten verbreitet. Derzeit bieten dort Studien zufolge mehr als 150 Unis gemischte WCs an. Damit soll nicht nur Transsexuellen der Gang zur Toilette erleichtert werden, sondern beispielsweise auch die Diskriminierung junger Väter abgebaut werden, die ihr Kind wickeln wollen, was aber oft nur in der Damentoilette möglich ist.

Auch in Deutschland gibt es Anläufe für Unisex-Toiletten: So hat die Uni Regensburg im April eine Testphase gestartet (queer.de berichtete). Außerdem weihte die Berliner Staatssekretärin Barbara Loth vergangenes Jahr in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen "WCs für alle Geschlechter" ein – ein Novum in einem Landesministerium (queer.de berichtete). (dk)



#1 32t4erAnonym
  • 23.06.2016, 12:41h
  • Warum gibt es üperhaupt getrennte Toiletten für Männer und Frauen?

    Ich mein das wirklich als Frage und bitte um Antworten.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 seb1983
#3 NicoAnonym
  • 23.06.2016, 13:05h

  • Wenn es eh Einzeltoiletten sind, spricht nichts dagegen.

    Bei großen Toiletten mit Urinalen bin ich dagegen. Oder die Urinale müssten in einem separaten Raum sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 UnisexAnonym
  • 23.06.2016, 13:13h

  • Im Artikel geht es um Einzel-Toiletten. Und da ist die Frage erst recht berechtigt. Angenommen ein Mann muss dringend zur Toilette... und die Herrentoilette ist besetzt, während die Damentoilette noch frei ist... Und darf diese nicht benutzen, sondern muss warten... Wie absurd ist das??
  • Antworten » | Direktlink »
#5 UnisexyAnonym
  • 23.06.2016, 13:29h
  • Frag mal den Gastwirt Deines Vertrauens, welche Toiletten er nicht gerne reinigen mag, weil ...
    Frauen setzen sich aus hygienischen Vorurteilen nicht hin und ...
    Vorteil von Unisex: Jetzt müssen alle warten, wenn ein Bus (oder so) Pause macht :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TheDad
#7 daVinci6667
  • 23.06.2016, 13:59h
  • Antwort auf #3 von Nico

  • Ja, geht mir genauso. Wenn immer möglich gehe ich auf eine Einzeltoilette, weil einfach hygienischer. Da ist es dann vollkommen egal ob diese unisex sind. Sind diese allerdings besetzt gehe ich ans Pissoir. Wären da jedoch Frauen im Raum, könnte ich dann nicht pinkeln. Unmöglich.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 giliatt 2Anonym
  • 24.06.2016, 01:48h
  • Antwort auf #1 von 32t4er
  • Seit wann gibt es GETRENNTE TOILETTEN?

    Die Geschlechter-Trennung der Toiletten wurde erst wichtig mit dem zunehmenden Tourismus Deutscher, die gen Süden reisten nach 1950.

    Eigentlich hatten früher Weibspersonen nix zu suchen in Kneipen.

    In Mexiko - zur Zeit, als der Österreicher Maximilian dort Kaiser war - pissten die Kerle neben die Theke. Mexikaner haben genetisch bedingt ein anderes Verhältnis zwischen Flüssigkeitsaufnahme und Defäkation. Sie verdunsten mehr. ..

    Getrennte Klosetts traten erst auf, als Teutonen gen Süden reisten. Wurden von deutschen Touristen in Italien und vor allem in Spanien gefordert.

    Wir kennen die Witze von LORIOT:
    "Auf dem Campingplatz in Boozen lagen die Waschräume, äh, die Toiletten SEPARAT, du fette Schnecke....

    Brigitte Mira retournierte: "Dort waren die Waschräume SEHR sauber."

    Pipapo:
    Ursprünglich gab es vordem in deutschen Wirtshäusern Unisex-Latrinen, die never nach GROß oder KLEIN unterschieden. Nicht nach Geschlechtern.

    Die Geschlechtertrennung war erst mit -siehe oben - der Urlauberei geschuldet eine Forderung deutscher Feriengäste geworden.

    Vordem, vor den 1950ern, seichten alle in einen Eimer. Weltweit.

    Heute, gut 60 Jahre später, sind getrennte Klos ein MUSS. Da muss man nicht grübeln, wo LILO WANDERS strullen gehen darf, und wohin das schreckliche Wesen Olivia Jones seinen definitiv vorhandenen Pecker halten muss, um zu urinieren.

    Es ist ganz einfach:

    Es ist eine Entscheidung: Man geht auf das Klo, das einem zusagt.
    Habe ich einen Schwanz zwischen meinen Beinen, pinkelt es sich vortrefflich an einem Steh-Urinal. Hasse ich transgendernder Schwanzbesitzer mein Glied, pullere ich sitzend im Damenklo. Kann aber im Herrenklo auch sitzend pieschern, wie die Männer, die Heterokerle, die von ihrer Freundin zum SITZPINKELN verdonnert wurden bei Strafe ihres Auszuges aus der Wohngemeinschaft.

    Unnötig also ist die Frage der UNISEX-LATZRINEN.

    Sehr übrig....
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TheDad
  • 24.06.2016, 12:11h
  • Antwort auf #8 von giliatt 2
  • ""Mexikaner haben genetisch bedingt ein anderes Verhältnis zwischen Flüssigkeitsaufnahme und Defäkation. Sie verdunsten mehr. ..""..

    Derlei "genetischen" Unsinn kann wohl auch nur von jemandem verfassen, der noch nie in einem tropischem Land war ?
    Oder am "Ballermann" ?

    ""Getrennte Klosetts traten erst auf, als Teutonen gen Süden reisten. Wurden von deutschen Touristen in Italien und vor allem in Spanien gefordert.""..

    Wie kamen die denn dann in die USA ?
    Über die italienischen Auswanderer des 19.Jahrhunderts ?

    ""Unnötig also ist die Frage der UNISEX-LATZRINEN.""..

    Nur weil Du dich berufen fühlst am Steh-Pissoir keine "Probleme" zu haben, mußt Du hier nicht anderen Menschen ihre Gefühle und ihre Probleme einfach mal so absprechen !

    Schon gar nicht mit "genetischem" Unsinn, oder der "Idee" von "teutonischen Urlaubern", die in den südlichen Ländern die "getrennten Latrinen" als "Eroberungs-Modell" des modernen Tourismus eingeführt hätten !

    de.wikipedia.org/wiki/Toilette

    Daraus auch zu ersehen, das es nicht nur nach "Geschlechtern getrennte Toiletten" gab, sondern auch nach Ethnien !

    Schon lange bevor die Teutonen in den Urlaub über den Brenner fuhren..
  • Antworten » | Direktlink »