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  • 24.06.2016, 16:39h           2      Teilen:   |

Britisches Überseegebiet

Bermuda: Ehe für alle bei Volksentscheid abgelehnt

Artikelbild
Am gleichen Tag, an dem die Wähler auf den britischen Inseln die EU ablehnten, sprachen sich die Bürger von Bermuda gegen die Gleichbehandlung aus (Bild: flickr / Contando Estrelas / cc by 2.0)

Die Bermuda-Inseln, ein britisches Überseegebiet mit rund 65.000 Einwohnern, haben am Donnerstag in einem Referendum sowohl die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben als auch die Einführung von Lebenspartnerschaften mit großer Mehrheit abgelehnt.

69 Prozent oder 14.192 Stimmberechtigte votierten gegen die Gleichstellung im Ehe-Recht. Nur 31 Prozent bzw. 6.514 Stimmberechtigte unterstützten die Ehe für alle. Auch die Einführung von "Civil Unions" wurde von 63 Prozent der Wähler abgelehnt. Die Wahlbeteiligung lag bei lediglich 47 Prozent.

Das Referendum wäre nicht bindend gewesen. Im Vorfeld der Abstimmung hatte Premierminister Michael Dunkley jedoch erklärt, dass das Ergebnis von der Regierung als Volkes Wille angesehen und umgesetzt werde. Sie hätte aber nur über die Ehe-Öffnung oder die Lebenspartnerschaft beraten müssen, wenn die Zustimmungsrate und die Wahlbeteiligung jeweils über 50 Prozent gelegen hätten. Beide Ziele wurden jedoch verfehlt.

Das Ehe-Referendum war der erste Volksentscheid seit 21 Jahren. Damals lehnten die Bürger mit großer Mehrheit die Unabhängigkeit von Großbritannien ab.

Das weitgehend autonome Überseegebiet, in dem gut die Hälfte der Einwohner von ehemaligen afrikanischen Sklaven abstammt, hatte homosexuelle Handlungen erst 1994 legalisiert. Das Schutzalter liegt aber für Schwule noch immer höher als für Heterosexuelle oder Lesben (18 statt 16 Jahre). Es gab zuletzt aber Fortschritte in der Gesetzgebung: Seit 2013 werden Schwule und Lesben in einem Antidiskriminierungsgesetz geschützt, seit 2015 haben Homo-Paare ein gemeinsames Adoptionsrecht. (dk)

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Tags: bermuda, ehe für alle
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Reaktionen zu "Bermuda: Ehe für alle bei Volksentscheid abgelehnt"


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
24.06.2016
21:00:15


(-2, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""hatte homosexuelle Handlungen erst 1994 legalisiert.""..

Die BRD auch..

""Das weitgehend autonome Überseegebiet, in dem gut die Hälfte der Einwohner von ehemaligen afrikanischen Sklaven abstammt,""..

Vielleicht werden die jetzt nach dem Brexit-Entscheid dann doch noch unabhängig..


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#2
25.06.2016
11:04:49


(+5, 5 Votes)

Von Ralf


Es ist immer ein Skandal, über die Achtung der Menschenrechte per Volksabstimmung entscheiden zu lassen. Wir haben das zuletzt in Kalifornien, Slowenien und Kroatien erlebt, jetzt auch auf den Bermudas. Dass das irische Volk im Gegensatz zu den anderen genannten in seiner Mehrheit Vernunft und Anstand besitzt, ist da eine Ausnahme.


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