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Pentagon-Entscheidung angekündigt

Das Transgender-Verbot im US-Militär soll fallen


Captain Jennifer Peace, die in Afghanistan und Irak diente, durfte ihren Job nach ihrer Transition behalten. Bis heute wird sie vom Pentagon aber gezwungen, sich die Haare kurz zu schneiden, weil sie als Frau nicht anerkannt wird. Ihre Untergebenen müssen sie mit "Sir" ansprechen

Fünf Jahre nach der Zulassung von Lesben und Schwulen scheint das Pentagon nun auch die Diskriminierung von Transsexuellen in den "Armed Forces" beenden zu wollen.

Zum Ende des diesjährigen Pride Month will das US-Militär das Transgender-Verbot in der Armee aufheben. Dies berichten überstimmend mehrere amerikanische Medien wie die "New York Times" und "USA Today". Demnach will Verteidigungsminister Ashton Carter das Ende des Verbots am 1. Juli bekannt geben. Die Streitkräfte sollen dann ein Jahr Zeit bekommen, um die neuen Bestimmungen umzusetzen.

Bislang war Transsexualität in den "Armed Forces" ein zwingender Entlassungsgrund. Menschen, die erst im Laufe ihres Dienstes ihre Transsexualität entdecken, wurden bislang meist mit einer medizinischen Begründung gefeuert oder müssen ihre Geschlechtsidentität verstecken.

Pentagon-Sprecher Peter Cook wollte die Berichte im Detail noch nicht bestätigen, kündigte aber eine baldige Entscheidung in dieser Frage an.

Laut Schätzung 15.500 Menschen betroffen

In den US-Streitkräften dienen nach Schätzungen des Williams Institute an der University of California 15.500 Transsexuelle, die ihre Identität geheim halten. Den Schätzungen zufolge ist der Anteil von Transsexuellen im Militär höher als in der Allgemeinbevölkerung (queer.de berichtete).

Vor fünf Jahren wurde das amerikanische Militär bereits für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Zuvor durften Homosexuelle zwar dienen – allerdings mussten sie ihre sexuelle Orientierung geheim halten. Zwischen 1993 und 2011 wurden deshalb rund 14.000 Soldaten gefeuert, deren Homosexualität publik wurde.

Gegner der Öffnung hatten damals befürchtet, dass es den Zusammenhalt der Truppe gefährden würde, wenn Schwule und Lesben offen dienen dürfen. Ein Jahr nach der Öffnung hat eine US-Studie aber festgestellt, dass der schwule Obergefreite oder die lesbische Generalin die Verteidigungsbereitschaft nicht verschlechtern (queer.de berichtete).

Die deutsche Bundeswehr hat bereits im Jahr 2000 in einer "Führungshilfe" Vorgesetzte aufgefordert, "Toleranz gegenüber anderen, nicht strafbewehrten sexuellen Orientierungen" zu üben. Neben Homo- und Bisexuellen waren damit auch Transsexuelle gemeint. (cw)



#1 NickAnonym
  • 26.06.2016, 09:51h

  • Das doch schön sich dann für die Interessen von Konzernen irgendwo auf der Welt abknallen zu lassen...
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#2 OrthogonalfrontAnonym
  • 26.06.2016, 10:16h
  • Antwort auf #1 von Nick

  • Klar, dass jetzt wieder so ein antimilitärischer Kommentar kommt.

    Dein Hass auf das Militär ist eben einfach größer als deine Solidarität zu Transpersonen.

    Dir geht es da wie vielen hier mit den Kirchen. Deren Hass auf die Kirchen ist auch so groß, dass ihnen das viel wichtiger ist, als jede Form der Solidarität mit LGBTTIQ in diesen Organisationen. Auch jeder queerpolitische Fortschritt wird kleingeredet.

    Ich finde so ein Verhalten, bei dem es einem nur darum geht, den eigenen geliebten Hass zu kultivieren, ganz enorm egoistisch!

    Wie wäre es wenn du dich stattdessen mal darüber freuen würdest, dass Transpersonen im US-Militär zukünftig wenigstens ein bißchen weniger diskriminiert werden?

    Aber nein, dir ist dein egoistischer Hass natürlich wichtiger!
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#3 hugo1970Profil
#4 OrthogonalfrontAnonym
#5 hugo1970Profil
#6 OrthogonalfrontAnonym
  • 26.06.2016, 13:35h
  • Antwort auf #5 von hugo1970

  • Fast alle gesellschaftlichen Gruppen. Homohass gibt es überall, nur der prozentuale Anteil ist verschieden. So gibt es unter bspw. Moslems und Evangelikalen deutlich mehr Homohasser als z.B. unter Grünen-Wählern oder Mitglieder der EKD.
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#7 TheDadProfil
  • 26.06.2016, 13:44hHannover
  • Antwort auf #6 von Orthogonalfront
  • "" So gibt es unter bspw. Moslems und Evangelikalen deutlich mehr Homohasser als z.B. unter Grünen-Wählern oder Mitglieder der EKD.""..

    Interessante Auffassung..

    Vor allem wenn man bedenkt, daß in der BRD die Evangelikalen mehrheitlich Mitglieder der EKD sind !
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#8 OrthogonalfrontAnonym
#9 AtheistAnonym