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  • 27. Juni 2016, 04:49h, noch kein Kommentar

"Die Partitur der Gewalt" ist am 23. Juni 2016 erschienen

Mit "Die Partitur der Gewalt" von Romy Wolf erscheint der erste historische Roman aus dem Incubus Verlag.

Es waren schwere Zeiten. Die Autorin Romy Wolf erzählt in "Die Partitur der Gewalt" bestechend schlicht und subtil eine Geschichte aus den frühen Dreißigern. Schauplatz ist New York, gebeutelt von der Wirtschaftskrise, bevölkert von Menschen, die verzweifelt versuchen, ihr Auskommen zu sichern.

In dieser Zeit kehrt auch der irisch stämmige Tommy in die Stadt an der Hudson Bay zurück. Seine Hoffnung, in New York Arbeit zu finden, zerschlägt sich rasch. Nach eisigen Nächten im Bahnhof und im Central Park bietet sich ihm endlich eine Gelegenheit auf Arbeit. Sie kommt in Gestalt von Dodge, einem alten Bekannten aus dem Waisenhaus.

Tommys neue Anstellung im Pub Ulysses hat jedoch Schattenseiten: Er arbeitet jetzt für Lucky Brian, einen der gefährlichsten Männer New Yorks, Hell's Kitchen ist sein Revier und Tommy selbst bald ein Teil einer gut geölten Maschine, der man sich nicht entziehen kann. Immer tiefer sinkt er in den Sumpf der irischen Banden ein, immer zwielichtiger werden seine Aufträge.

Ausgerechnet in dieser Zeit trifft er auf Mischa, einen begnadeten Barpianisten, der von einer Zukunft als professioneller Musiker träumt. Lang verdrängte Empfindungen kommen an die Oberfläche, als Mischa Tommy die bunte Seite New Yorks zeigt und mit ihr die Liebe zwischen Männern. Gemeinsam swingen sie durch die Nacht, bis Tommys Weggefährten seine Neigung erahnen und sie als Druckmittel gegen ihn einsetzen.

Eine Literaturwissenschaftlerin, die selbst schreibt

Die Autorin Romy Wolf wurde 1982 im Ruhrgebiet geboren, wo sie auch aufwuchs, studierte und noch immer lebt. Die Literaturwissenschaftlerin arbeitet als Lektorin, Übersetzerin und Autorin und hofft, dass sich so schnell nichts daran ändert. Ein Leben ohne Bücher und Schreiben ist denkbar, aber sinnlos.

Am glücklichsten ist Romy Wolf, wenn sie ihre Leidenschaften abseits des Schreibens in ihre Romane einfließen lassen kann, dazu zählen unter anderem die Musik, die Fotografie, Kostümgeschichte, überhaupt Geschichte, und das Reisen. Sie ist durch und durch anglophil und sitzt brav jedes Jahr im Juni vor dem Fernseher, um die Geburtstagsparade zu Ehren der Queen anzusehen. Obwohl kein großer Fan von Horrorliteratur hat Romy durchaus ein Faible für das Schräge und leicht Morbide, überlässt dessen Interpretation aber Großmeistern wie Tim Burton. Zu ihren Lieblingsautoren zählen Patrick Rothfuss, Neil Gaiman, Rick Riordan und Maggie Stiefvater, aber auch Paul Auster, Roddy Doyle, Philip Roth und Jane Austen. (cw/pm)

Infos zum Buch

Romy Wolf: Die Partitur der Gewalt. Roman. 288 Seiten. Softcover. Incubus Verlag. Emmerich am Rhein Juni 2016. 11,50 €. ISBN 978-3-94556-904-7