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Politisch rechtsaußen, auf dem Foto die vierte von links: Jana Schneider mit dem neuen Vorstand der Jungen Alternative Thüringen (Bild: Pressemitteilung der Jungen Alternative Thüringen)

Die Junge Alternative Thüringen kämpft gegen die Ehe für alle, wählte mit Jana Schneider aber eine homosexuelle Rechtsradikale zur Vorsitzenden.

Von Micha Schulze

Sie ist erst 22 Jahre alt, offen lesbisch und hat doch nur ein Thema: den Hass auf den Islam. Bei einer Vortragsreihe in Thüringen verbreitet Jana Schneider aus Jena seit Monaten gezielt Stimmung gegen Muslime und Flüchtlinge. In ihren öffentlichen Stellungnahmen überholt sie die offizielle AfD-Linie rechtsaußen, ihr politisches Weltbild hat mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wenig zu tun.

Nach den Anschlägen von Paris forderte Schneider etwa am 14. November 2015 auf ihrer Facebook-Seite: "Moscheen schließen. Ausländische Muslime ausweisen. Konten einfrieren. Internetseiten lahmlegen. Systematische Hausdurchsuchungen. Grenzen dicht. Hassprediger in Haft nehmen."

Entsprechend wirft sie in ihrem jüngsten Facebook-Eintrag den "Linksliberalen" vor, die "Zustände, die zu Orlando führten, verursacht" zu haben.

JA Thüringen gegen "Frühsexualisierung" und Ehe für alle

Mit solchen Ansichten kann man nicht nur bei der NPD, sondern auch bei der AfD Karriere machen: Seit vergangenem Wochenende ist Jana Schneider die neue Landesvorsitzende der Jungen Alternative Thüringen (JA), der AfD-Jugendorganisation. Sie löst die Landtagsabgeordnete Wiebke Muhsal ab, die nicht mehr kandidierte.

Die "Homosexuellen in der AfD" bejubelten die Wahl Schneiders am Montag in einer Pressemitteilung: "Mit diesem Votum wurde wieder einmal den linksgrünen Protagonisten bewiesen, dass in unserer Partei nicht nach Sexualität oder Quote gewählt wird", schreibt ihr Chef Mirko Welsch. "Hier setzt sich Qualität durch!"

Dabei steht auch die "Höcke-Jugend" für einen explizit homophoben Kurs. Auf ihrer Homepage warnt die Junge Alternative Thüringen im Duktus der "Demo für alle" vor "Bildungsexperimenten", "Frühsexualisierung" und "ideologisch motivierten Umerziehungsmaßnahmen wie 'Gender Mainstreaming'". Und erst am 1. Juni teilte sie auf ihrer Facebook-Seite das Bild einer schwangeren Frau mit einem Statement gegen die Ehe für alle: "Die besondere Bedeutung von Ehe und Familie für den Fortbestand von Staat und Gesellschaft rechtfertigt die Bevorzugung der Institution Ehe gegenüber anderen Lebensmodellen."

Wegen eines anderen Facebook-Posts ermittelte Anfang des Jahres die Staatsanwaltschaft gegen die Thüringer AfD-Jugend. Zu einem Foto mit einer ausgestreckten Pistole hieß es im Januar nach den Vorfällen in der Kölner Silvesternacht: "Wenn die Politik nicht handelt, halten die Menschen vielleicht in Zukunft wirklich eine 'Armlänge Abstand', Frau Reker."

Mit einem bewaffneten Widerstand scheint auch die neue JA-Chefin Jana Schneider zu sympathisieren: Nach den Anschlägen in Brüssel änderte sie am 22. März ihr Facebook-Titelbild vorübergehend in eine belgische Fahne mit einem Maschinengewehr und der Forderung "Defend Brussels".

Die Junge Alternative Thüringen sollte der Verfassungsschutz gut im Auge behalten.



#1 HeinerAnonym
  • 28.06.2016, 08:57h
  • "Mit solchen Ansichten kann man nicht nur bei der NPD, sondern auch bei der AfD Karriere machen"

    Weil die AfD eben auch nicht nur eine "rechtspopulistische" Partei ist, sondern rechtsradikal.
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#2 HarryFritot
  • 28.06.2016, 09:23h
  • AfD ? Unwählbar !!!
    Unbegreiflich das es in dieser Partei überhaubt Homosexuelle gibt-die sind doch Schizophren und Geistesgestört :(
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#3 FascismWatchAnonym
#4 dermarcuskhProfil
#5 Yohanness1945Anonym
#6 MariposaAnonym
#7 MariposaAnonym
  • 28.06.2016, 10:00h
  • Und natürlich noch ein Kommentar von Mirko Welsch - der Typ ist ja wohl der schlimmste Masochist .....
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#8 FascismWatchAnonym
#9 miepmiep
  • 28.06.2016, 10:05h
  • Thüringen ist bunt, Thüringen ist vielfältig, Thüringen braucht keine blau-braunen, aufwiegelnden Dumpfbacken, ala Bernd H., dem seine 'Männlichkeit' verloren gegangen ist!

    Wir haben hier im Freistaat 2-3 % Ausländer*innen-Anteil, in den wenigen "größeren" Städten (Erfurt, Weimar, Jena, Gera, Eisenach) max. 5-6 %. Es gab - auch in letzter Zeit - KEINE homo- oder trans*phoben oder SONSTWELCHE Angriffe o.ä., die von Muslim*innen bzw. Asylsuchenden ausgegangen wären. Diese xenophobe, rassistische Angsthetze und hinterwälderische Kleinkariertheit ist erbärmlich!

    Ich glaub, es höckt!
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#10 OrthogonalfrontAnonym
  • 28.06.2016, 10:25h
  • Antwort auf #3 von FascismWatch
  • Kann schon sein, dass dich das fälschlicherweise an mich erinnert, nur habe ich nie gefordert "sämtliche ausländischen Muslime" auszuweisen. Aber für Typen wie dich ist es nun mal Standard sich Strohmänner aufzubauen und gegen diese zu argumentieren, völlig am Gegenüber vorbei.

    Ansonsten ist das Mädel AfDlerin und daher sowieso sehr gestört. Könnte einem richtig leid tun, wenn sie nicht so viel Schaden anrichten wollte.
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