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Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel sucht keinen Kontakt mit Hundertausenden schwul-lesbischen Wählern (Bild: Bundesregierung / Denzel)

Eine Teilnahme der Bundeskanzlerin am Christopher Street Day in der Hauptstadt sei nicht geplant, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Der Berliner CSD e.V. hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Christopher-Street-Day-Parade am 23. Juli eingeladen. Nach dem Massaker auf den queeren Nachtclub "Pulse" in Orlando würde man eine Teilnahme der Kanzlerin begrüßen, erklärte das Organisationsteam. "Für uns wäre das ein Signal, dass sie politisch die Richtung ändert und die vollständige Gleichstellung zur Chefin-Sache macht", so Vorständin Tatjana Meyer gegenüber heute.de.

Die CSD-Organisatorin kritisierte, Merkel hätte die Tat von Orlando deutlicher als Angriff auf die queere Community bezeichnen sollen: "Erst einige Tage später hat Merkel nachgebessert und explizit über Schwule und Lesben als Ziele des Anschlags gesprochen" (queer.de berichtete).

Seibert: "Ich kenne solche Pläne nicht"

Merkels Sprecher, Steffen Seibert, reagierte verhalten auf die Einladung. Eine Teilnahme der Kanzlerin am Christopher Street Day in Berlin sei nicht geplant, sagte er am Montag in der Bundespressekonferenz: "Ich kenne solche Pläne nicht". Dort hatte Seibert ebenfalls erklärt, dass die Bundesregierung weiterhin nicht an eine Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare denke und den Vorwurf der Homophobie an die Bundeskanzlerin zurückgewiesen (queer.de berichtete).

Merkel hatte zuletzt vor zehn Jahren ein Grußwort für den Stuttgarter CSD geschrieben, diese Geste jedoch nach heftiger Kritik aus evangelikalen Kreisen nie wiederholt (queer.de berichtete).

In Wien kam der Bundeskanzler zur Regenbogenparade

Bei dem Massaker in Orlando am 12. Juni kamen 49 Besucher des queeren Nachtclubs ums Leben. Als Reaktion darauf hatte unter anderem der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven angekündigt, die Stockholmer Pride Parade im August besuchen zu wollen – als Zeichen gegen Homo-, Bi- und Transphobie, wie der sozialdemokratische Regierungschef sagte.

Am 18. Juni sprach mit Christian Kern auch erstmals ein österreichischer Bundeskanzler auf der Wiener Regenbogenparade (queer.de berichtete). "In diesen Tagen schweben die furchtbaren Ereignisse, die Tragödie von Orlando, über unserer Feier", sagte der umjubelte SPÖ-Politiker zu den CSD-Teilnehmern. "Ein feiger Mord, der uns daran erinnern soll, was unser gemeinsamer Gegner ist: der Hass, die Intoleranz, die Gewalt. Aber er zeigt uns auch – und den Millionen, die sich solidarisiert haben, ganz egal ob, Schwule, Lesben oder Heteros – wieviel Hoffnung wir in unsere Gesellschaft haben dürfen. Und mit dieser Parade habt ihr ein unglaublich starkes Zeichen für unsere gemeinsame Idee der Offenheit und Vielfalt in Österreich gesetzt. Dafür möchte ich mich bei euch bedanken." (cw/pm)

 Nachtrag  29.06.2016

Der Berliner CSD e.V. legt Wert auf folgende Klarstellung zur "Einladung" an die Bundeskanzlerin, die vom ZDF verkürzt wiedergegeben worden sei. So habe es in der Original-Stellungnahme für das ZDF-Hauptstadtstudio geheißen: "Frau Merkel ist selbstverständlich herzlich eingeladen, am CSD teilzunehmen – wie jeder andere Mensch zum CSD eingeladen ist, der Motto und Forderungen des CSD unterstützt." Eine explizite Einladung, die Eröffnungsrede zu halten, habe es nur an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) gegeben. (mize)



#1 Johannes45Anonym
#2 FinnAnonym
  • 28.06.2016, 15:49h
  • Kanada, Österreich, Niederlande, Dänemark, Schweden, etc. Überall gehen Regierungschefs auch zu CSDs.

    Nur Frau Merkel hält es selbst nach Orlando und nach immer weiter zunehmender Homophobie auch hierzulande nicht für nötig, mal ein Zeichen zu setzen.
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#3 JasperAnonym
  • 28.06.2016, 15:51h
  • Das bereitet Frau Merkel bestimmt wieder Bauchschmerzen.

    Die ärmste, hat soviel Probleme mit ihrem Magen. Das tut mir auch wahnsinnig leid. Aber vielleicht sollte sie dann mal überlegen, ob ihre Arbeit als Bundeskanzlerin doch das richtige für sie ist. Wenn ihr das ständig auf den Magen schlägt, sollte sie vielleicht lieber mal langsam in Rente gehen.
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#4 245346Anonym
  • 28.06.2016, 15:52h
  • Ich will diese Frau auch gar nicht beim CSD haben.

    Diese Frau diskriminiert uns seit Jahren sachgrundlos.

    Warum sollten wir eine Frau, die uns seit Jahren diskriminiert, auch noch auf dem CSD willkommen heißen?

    Ich hätte sie mit faulen Eiern beworfen, wenn sie zum CSD gekommen wär. Das hätte sie sich mehr als verdient.
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#5 JasperAnonym
  • 28.06.2016, 15:56h
  • Antwort auf #1 von Johannes45
  • Die FDP hat damals sogar gegen die Eingetragene Partnerschaft gestimmt. In der Opposition - die war also durch nichts von anderen Parteien abhängig.

    Oder guck Dir nur mal an, wie die FDP in vielen Bundesländern (u.a. Baden-Württemberg) gegen die Bildungspläne wettert. Da liegt die ganz auf einer Linie mit AfD & Co.

    Und die Punkte aus Deinem Link sind fast alle vom Bundesverfassngsgericht angeordnet worden. Eben weil die FDP mit der Union disrkiminiert hat, musste sie von BVerfG dazu gezwungen werden. Dass die das jetzt als ihre Erfolge verkaufen wollen, zeigt nur, wie dumm die ihre Wähler halten.
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#6 JoonasAnonym
  • 28.06.2016, 16:04h
  • Ich will die braune Angela auch gar nicht auf einem CSD sehen.

    Die soll nur endlich aufhören, 15% ihrer Bürger wie Untermenschen zu handeln.
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#7 Gloria GlitzerAnonym
#8 userer
  • 28.06.2016, 16:08h
  • Merkel besucht und hält Reden auf Treffen evangelikaler Christen, die Homosexualität per Konversionstherapie "heilen" wollen. Natürlich kommt Merkel nicht zum CSD, sie unterläuft und hintertreibt ihn schließlich.
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#9 PfuiAnonym
  • 28.06.2016, 16:17h
  • "In Wien kam der Bundeskanzler zur Regenbogenparade"

    In Wien regiert auch keine schwarz-rot-braune Koalition...

    Mal gespannt, ob wenigstens der Vizekanzler Sigmar Gabriel kommt. Ach nein, kann der bestimmt nicht wegen des Koalitionsvertrags.

    Bei der SPD ist ja alles, was die nicht wollen immer wegen Koalitionsvertrag unmöglich. Dieses Mantra haben die schon so sehr verinnerlicht, dass die bestimmt auch, wenn es zuhause was zu essen gibt, was die nicht mögen, reflexhaft "Koalitionsvertrag" sagen...
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#10 GehirnwäscheAnonym
  • 28.06.2016, 16:20h
  • Antwort auf #8 von userer
  • Ja, religiöse Gehirnwäsche befürworten kann sie. Aber mal ein Zeichen gegen Hass setzen - dafür ist sie sich zu fein.

    Und noch mal zur Erinnerung:
    auch die SPD sieht "keinen Anlass" sich gegen diese Gehirnwäsche-Therapien auszuprechen oder etwas dagegen zu unternehmen.
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