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Szenenbild aus "Zwei Gesichter": Im Zentrum des für den Deutschen Nachwuchsfilmpreis nominierten Kurzfilms steht der U19-Bundesligaspieler Jonathan, der seine Homosexualität versteckt

Die Film- und Fernsehstudenten Glenn Büsing und Christian Schäfer stellten im Landtag von NRW ihren Kurzfilm "Zwei Gesichter" vor.

Es kommt nicht oft vor, dass sich Abgeordnete mit einem Studentenfilm auseinandersetzen. Genau das aber geschah bei der 33. Sitzung dieser Legislaturperiode im Sportausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags.

Zusammen mit dem Kölner Come-together-Cup-Gründer und Projektförderer Andreas Stiene standen die beiden Film- und Fernsehstudenten Christian Schäfer und Glenn Büsing den Politikern Rede und Antwort zu ihrem Film "Zwei Gesichter" über einen schwulen Fußballspieler. Ihr Bericht galt vor allem dem, was nach der Filmpremiere kam: Reaktionen, Interesse von Sportvereinen und Medien sowie die Gründe dafür.

Lob und Unterstützung aus allen Fraktionen

Die Einladung der jungen Filmemacher erfolgte auf Initiative der SPD-Abgeordneten Lisa Steinmann, die ganz zurecht das Potenzial des Projekts erkannte, das zwei für einige Menschen leider immer noch widersprüchliche Themen – Fußball und Homosexualität – miteinander verbindet. So lobten die Ausschussmitglieder aller Fraktionen dann auch die Initiative der am Projekt Beteiligten und zeigten Interesse, den Film zu unterstützen, bekannter zu machen und für entsprechende Veranstaltungen anzubieten.

Denn eines hat die Diskussion gezeigt, Auch wenn es in den letzten Jahren viele gut gemeinte Initiativen gab: Die Anti-Homophobie-Arbeit im Sport ist nach wie vor eine wichtige Aufgabe. Und es bleibt auch im Fußball-EM-Jahr 2016 einiges für die Verantwortlichen in den Verbänden und Vereinen in Deutschland und NRW zu tun.

Der Film über den U19-Bundesligaspieler Jonathan, dem wegen seiner sexuellen Orientierung die soziale Ausgrenzung aus der Mannschaft droht, ist ein studentisches Initiativprojekt von Büsing und Schäfer. Produziert wurde er vom Kölner anyway e.V. und der DFB-Kulturstiftung. Die Hochschule Macromedia unterstützte das soziale Filmprojekt als Koproduzent u.a. mit dem nötigen technischen Equipment. (cw/pm)

Youtube | Jetzt "Zwei Gesichter" in voller Länge anschauen


#1 BerlinerProfil
  • 29.06.2016, 23:02h Berlin

  • Den Film habe ich vor einer ganzen Weile schon gesehen und wundere mich daher wie es kommt, dass der jetzt dort besprochen wird. Gibt's da irgendwelche Hintergrundinformationen?
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