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Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Berlin: Ab Freitag Regenbogen-Hochzeiten in der Kirche


Diese Szene könnte sich in der Hauptstadt wiederholen: Christian und Rüdiger Zimmermann waren 2013 das erste gleichgeschlechtliche Paar, das in Hessen-Nassau kirchlich geheiratet hat.

In Berlin, Brandenburg und Ostsachsen dürfen sich gleichgeschlechtliche Paare ab 1. Juli kirchlich das Ja-Wort geben.

Die Synode der mehr als eine Million Mitglieder zählenden Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hatte bereit im April mit großer Mehrheit beschlossen, dass auch für eingetragene Lebenspartner Traugottesdienste angeboten werden, die sich nicht von heterosexuellen Trauungen unterscheiden sollen (queer.de berichtete). Einziger Unterschied: Homophobe Pfarrer dürfen die Trauungen ablehnen, die Kirche muss sich dann aber darum kümmern, einen anderen Pfarrer zu finden.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur epd hält sich das Interesse an den Trauungen bislang noch in Grenzen: Es gebe noch keine Anfragen von verpartnerten Paaren, kirchlich zu heiraten, habe es aus den verschiedenen Kirchenkreisen geheißen.

Neben Berlin werden gleichgeschlechtliche Trauungen auch in Hessen-Nassau, im Rheinland und in Baden angeboten. Damit gibt es eine Gleichstellung in vier der 20 Landeskirchen. Da es sich um relativ große Landeskirchen handelt, leben jetzt mehr als ein Viertel der Mitglieder der evangelischen Kirche in Regionen, in denen Schwule und Lesben gleichgestellt worden sind. In den meisten anderen Regionen gibt es immerhin bereits Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren. Die einzigen Landeskirchen, die bislang nicht einmal die kirchliche Segnung von Homo-Paaren erlauben, sind Württemberg und Sachsen. (dk)



#1 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 30.06.2016, 16:27h
  • "auch kirchlich heiraten"?

    Wir dürfen nicht heiraten.
    Dafür sorgt nach wie vor Muttis Bauchgefühl.
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#2 g_kreis_adventProfil
  • 30.06.2016, 18:03hBerlin-Prenzlauer Berg
  • Antwort auf #1 von UrsaMajor
  • Ja, richtig kirchlich heiraten, mit allen was zu zugehört. Sicher auch ein schwuler Pfarrer? Es gibt ja in der EKBO genug davon. - Wer darf nicht heiraten? Das war ein unqualifizierter Kommentar.
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#3 NathanaelAnonym
  • 30.06.2016, 18:07h
  • Ehrlich jetzt? Kirchlich heiraten?

    Jeder aus der Community, der das haben möchte, kann nicht mehr alle Latten am Zaun haben.

    Leute, die es eigentlich besser wissen sollten, springen nun auch auf diesen religiösen Märchen-Quatsch-Zug auf.

    Dumm und Dümmer....
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#4 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 30.06.2016, 18:15h
  • Antwort auf #2 von g_kreis_advent
  • Im Artikel stand ursprünglich "In Berlin, Brandenburg und Ostsachsen dürfen gleichgeschlechtliche Paare ab 1. Juli auch kirchlich heiraten."

    Dies wurde offenbar nach meinem Kommentar abgeändert.

    Richtig ist, dass es in Deutschland nach wie vor KEINE gleichgeschlechtlichen Ehen gibt. Dies dürfte hinlänglich bekannt sein. Also können wir auch nicht "auch kirchlich heiraten". Weil wir nämlich GAR NICHT heiraten können, sondern höchstens eine Eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen dürfen.

    Dass manche Leute das "heiraten" nennen, ist sprachlich und sachlich schlichtweg falsch. Damit wird die nach wie vor bestehende Diskriminierung und Abschiebung in ein zweitklassiges Rechtsinstitut bewusst oder manchmal auch unbewusst, weil in Unkenntnis, verharmlost bzw. unsichtbar gemacht.

    Wer also hier unqualifiziert kommentiert, lassen wir mal dahingestellt.
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#5 Patroklos
#6 markusbln11Anonym
  • 30.06.2016, 19:28h

  • Nun, wenn es eine kirchliche heiratszeremonie für lgbt in den genannten verbänden gibt, dann sind diese protestantischen landeskirchen weiter in der entdiskriminierung von lgbt als der staatliche gesetzgeber auf bundesebene.

    Das wollte ich nur mal zu bedenken geben.
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 01.07.2016, 12:56h
  • Antwort auf #6 von markusbln11
  • Mein einziger Hoffnungsschimmer ist, dass die kirchlichen Trauungen der politischen Kaste in unserer parteiübergreifenden Pastorenrepublik einen Anstoss geben könnten, die Zivilstrauung irgendwann doch möglich zu machen.

    Aber: Es ist angesichts der offensichtlichen Faschisierung Europas wohl eine vergebliche Hoffnung.
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