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Aus Angst, als "schwuler Regisseur" in eine Ecke gedrängt zu werden, hat sich Roland Emmerich erst in den letzten Jahren dazu durchgerungen, offen über seine Homosexualität zu sprechen

In seinem Film "Independence Day 2: Wiederkehr", der am 14. Juli in Deutschland startet, hat Hollywood-Regisseur Roland Emmerich bewusst ein schwules Paar untergebracht. Dies erklärte der 60-Jährige im Interview mit den "Dresdner Neuesten Nachrichten".

Auf die Frage der Zeitung, ob es nach seinem letzten Film "Stonewall" nicht Zeit für einen schwulen Weltenretter sei, meinte Emmerich: "Mit so einem Blockbuster muss man ein breites Publikum erreichen, das hat viel mit Identifikation zu tun. Schwule machen nur fünf, sechs Prozent der Bevölkerung aus. Irgendwann aber wird ein Blockbuster mit einem schwulen Helden erfolgreich sein, und der wird wie ein Türöffner wirken."

Das homosexuelle Pärchen im neuen Kinofilm sei dagegen überhaupt kein Problem gewesen, so Emmerich. "Ein Studio würde dir aber auch nie direkt sagen, dass Schwule nicht gewünscht sind. So eine Aussage kann sich niemand mehr leisten."

"Independence Day 2: Wiederkehr" kommt genau 20 Jahre nach Roland Emmerichs Film "Independence Day" in die Kinos. Die nach einer abgewehrten Alien-Invasion überlebenden Erden-Bewohner müssen nun eine zweite Angriffswelle der Außerirdischen überstehen. (mize)

Youtube | Offizieller Trailer für "Independence Day 2: Wiederkehr"


#1 GeorgFalkenhagenProfil
  • 02.07.2016, 18:50hBremen
  • "Die nach einer abgewehrten Alien-Invasion überlebenden Erden-Bewohner müssen nun eine zweite Angriffswelle der Außerirdischen überstehen."

    Na, das passt doch wie Faust aufs Auge! Auf die Situation nämlich, in der "wir" heute leben. Mit Liebe, also LGBT. Verpartnert sagt Deutschland dazu und nicht etwa "verheiratet".

    Die zweite Angriffswelle kommt gerade mal wieder aus dem Osten und Süden. Moskau und Istanbul mit Putin und Erdogan in den Hauptrollen.

    Im Westen, speziell den USA, gibt es in unserer Existenzfrage viel mehr Fortschritt. Tja, die Amis habens eben einst erfunden, die Sache mit Stonewall.

    Und der 14. Juli als deutsche Uraufführung im Lichtspieltheater passt wunderbar zu 'Liberté, Égalité, Fraternité', unseren westlichen Brüdern und Schwestern Frankreich.

    Da können wir sogar "in echt" heiraten. Als Germane werde ich dabei immer etwas neidisch, Mutti Merkel ...
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#2 herve64Profil
  • 02.07.2016, 19:26hMünchen
  • Na, dann soll unser Spielhügele aus dem Schwobaländle bloß aufpassen, dass er es sich nicht mit den Bisexuellen verscherzt, wo die sich in letzter Zeit doch soooooo diskriminiert und vernachlässigt fühlen. [Sarkasmus off]
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#3 GeorgFalkenhagenProfil
  • 02.07.2016, 22:20hBremen
  • herve64 in Lederhose, wie kommst du denn rüber? Mit einem Vorurteil gegen Bisexuelle. Männer, Jungs oder wie sich viele unserer Sorte auch gerne mal nennen: Boys.

    Also, ich hab die immer gerne genommen. Von hinten wohlgemerkt. Sogar in Gegenwart meines Liebsten. Der hat mir das auch gar nicht übel genommen.

    Und überhaupt: "Treue" im Bett funktioniert nicht, weder bei Heten ("Ehebrecher"), noch so normalen Menschen wir Homos eben sind.

    Sex und wahre Liebe müssen unterschieden werden, weil die zwar zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Aber wenn man die nicht trennen kann, wirds nichts mit dem Eheglück bis zum bitterem Ende. Also dem Tod. Amen.
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#4 ursus
  • 03.07.2016, 14:06h
  • ich freue mich jedenfalls schon auf die feinsinnigen dialoge, die komplexität der handlung, die klischeefreien figuren mit klug herausgearbeiteter psychologischer tiefe und die differenzierte erörterung politischer und ethischer fragen. schade ist nur, dass rings um emmerichs sensible charakterstudien herum immer so schrecklich viel kaputt geht. darüber tröstet aber natürlich hinweg, dass der erfolg seiner filme nie einfach nur darauf beruht, populäre militaristische, sexistische und rassistische stereotype zu bedienen.
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#5 stromboliProfil
  • 04.07.2016, 08:36hberlin
  • Antwort auf #4 von ursus
  • ich hingegen erinner mich an die psychologisch so zart herausgearbeitete homosexuelle figur aus dem ersten teil..
    Harvey Fierstein... "oh mein gott, mutti"
    ein meilenstein der schwulen stereotype in einem heteronomiert/dominierten gluckblaster..
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#6 Homonklin44Profil
  • 04.07.2016, 11:14hTauroa Point
  • Ja, der Schwule im ersten Teil traf voll in das mediengefällige Erwartungsbild,aber immerhin gibt es diesen 'Typus' ebenso, wie alle anderen. Emmerich hat also nicht über Stränge geschlagen, die Rolle so zu gestalten. Vielleicht war das der breiten Hetero-'Normativität' geschuldet, für die wir häufig noch die affektierten Schussels verkörpern, die sich Schwule als unauffällige Normbürger noch nicht ganz denken können.

    Wir werden seehen, wie die Rollen im zweiten Teil definiert werden.

    Ich freue mich jedenfalls riesig auf die Fortsetzung, fand den ersten Teil schon gewaltig, und wie diese eindrucksvollen Bilder mit ihren Details wirken, als wäre die Welt ein paar Nummern oberhalb der XXL-Grenze, und die Exosphäre nochmal half a world away!
    Am meisten freue ich mich wohl auf die Jeff-Goldblum-Sätze!

    Eigentlich bin ich mehr Fan vom sozialen Modell intelligenter Alien-Spezies, aber ich fücrchte, das Modell der nimmersatten, eher asozialen Killer-Heuschrecke passt eher.
    Die Analogie zu Deutschland und seinen 'alienating' Horden homophobisch hostiler Mitmenschen wirkt da auch irgendwie griffig.

    War zwar von Spielberg, aber ich dachte schon mal, Angela Merkel hat was von der Espheni-Queen aus 'Falling Skies'

    Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass der Blockbuster mit dem schwulen Helden auch mal von Emmerich kommen könnte.
    ...
    ( Vielleicht wird ja "Bermuda" 300 Jahre nach meinem Tod mal verfilmt, und Schnuckel-Surfer 'Finyan' kann sich in 3-D in den aquatisch lebenden Hybriden 'Saber' verlieben ) dumm weiter träum.
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#7 Stephen
  • 09.09.2016, 14:52h
  • Um so mehr verwundert, das die Produzenten von Star Trek Beyond den schwulen "begrüßungs" Kuss zwischen Sulu und Partner herausschneiden liessen. Das finde absolut unakzeptabel in der heutigen Zeit und obwohl ich ein Star Trek Fan bin, bin ich doch ziemlich verärgert. Bis jetzt habe ich mir den Film noch nicht angesehen.
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