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  • 03.07.2016, 10:26h           8      Teilen:   |

Soziales Experiment

Video: So reagieren U-Bahn-Fahrgäste auf die Beschimpfung eines schwulen Paares



Was würde passieren, wenn ein wildfremdes homophobes Arschloch in der U-Bahn ein schwules Paar beschimpft, nur weil es kuschelt oder sich küsst? Vermutlich würden die meisten Fahrgäste weggucken oder ganz schnell den Waggon wechseln, oder?

Der britische Youtuber Julius Dein hat genau dieses Experiment in London mit versteckter Kamera durchgeführt – mit Hilfe seiner Freunde Adam Ward und Josh Green, die im U-Bahnhof, in der "Tube" oder in einem öffentlichen Park Händchen hielten. Er selbst spielte den homophoben Mobber.

Das Ergebnis des Pranks hat unser Vertrauen in die Menschheit wiederhergestellt. Nur ein Mann fing ebenfalls an zu pöbeln, der Rest schritt ein. "Wenn's dir nicht passt, guck doch woanders hin", war noch die zurückhaltendste Reaktion. (mize)

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Tags: soziales experiment, gay prank, julius dein
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Reaktionen zu "Video: So reagieren U-Bahn-Fahrgäste auf die Beschimpfung eines schwulen Paares"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
03.07.2016
12:02:36
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von Lawrence
Aus Bamberg (Bayern)
Mitglied seit 14.06.2016


Hab das Video vor Tagen gesehen. Tolle Idee gut umgesetzt - hat keiner mitgekriegt dass das ein Prank war. Die Reaktion der Leute, die ja annehmen mussten, dass der "Pöbler" wirklich so extrem was gegen Schwule hat war einfach stark - kein Wegducken sonder klare Kante. Eine Frau wollte dann nicht mal mehr neben ihm sitzen. Wenn ich es richtig verstanden habe wollten die Leute ihn statt des schwulen Paares aus der London Tube raus haben. Und besonders schön War als sie mitbekommen haben dass nur ihre Zivilcourage bei der Verteidigung von Schwulen getestet wurde. Da sind sie ihm ja fast um den Hals gefallen.

Die Londoner haben einen Rückfall in die ungute alte Zeit nicht verdient. Hoffentlich gibt es noch eine Lösung gegen diesen populistischen "Brexit". Irgendwie sollten sie das schaffen. Der größte Scharfmacher will ja schon nicht mehr Prime Minister werden. Und der andere steht als Lügner dar.


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#2
03.07.2016
15:35:48


(+5, 5 Votes)

Von Norisette
Aus Nürnberg (Bayern)
Mitglied seit 26.04.2013


Ja, gut, klasse, prima. Und ich wünsche mir wirklich, dass das immer so ist, übrigens nicht nur dann, wenn es gegen uns geht.

Aber tauschen wir man den (gespielten) Homophoben aus: Was wäre, wenn das ein brutaler Schlägertyp vom Aussehen ist, evtl. in einer Gruppe ähnlich Gesinnter? Würden dann die anderen auch so cool und so taff reagieren? Manchmal sicher ja, aber wirklich immer?

Das soll kein Plädoyer dafür sein, wegzuschauen, aber ich fürchte, dass da schon zuerst der potentielle Gegner angesehen word, bevor man das Wort erhebt.


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#3
03.07.2016
17:37:09


(+6, 6 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #2 von Norisette


>"Was wäre, wenn das ein brutaler Schlägertyp vom Aussehen ist, evtl. in einer Gruppe ähnlich Gesinnter? Würden dann die anderen auch so cool und so taff reagieren?"

nein. dann sitzt du mitten in einer vollbesetzten u-bahn und niemand hört was, sieht was, sagt was. selbst schon erlebt.

die positiven reaktionen in dem video machen dennoch hoffnung.

es wäre eine sinnvolle sache, uns in unseren organisationen, foren und gruppen den umgang mit gewaltvoller homofeindlichkeit im alltag auf die agenden zu schreiben und zu überlegen, was wir da gemeinsam unternehmen können.


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#4
03.07.2016
19:30:13
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von FOX- News


In den USA gibt es eine TV show namens "wwyd?" sie hat mehrfach homophobe Personen in restaurants etc dargestellt, die mehrzahl der unbeteiligten Menschen greift ein.

Link:
youtu.be/tH33lgS0VQE


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#5
03.07.2016
20:20:44


(+4, 4 Votes)

Von Robin


Das deckt sich mit meinen Erfahrungen, die ich immer wieder in London mache.

Dort ist es vollkommen alltäglich, dass man schwule und lesbische Paare sieht, die sich nicht verstecken.

Da sieht man aber auch wieder mal: je offener und selbstverständlicher wir damit umgehen, desto alltäglicher wird es auch für andere.


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#6
04.07.2016
10:38:55


(+3, 3 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Wenn sich das mal überwiegend durchsetzen könnte, von anderen verteidigt zu werden, könnte man in der Tat irgendwann darüber neu nachdenken, frei(er) zu leben.

In London scheinen eine Menge cooler Leute zu leben!!
Ich glaube, in Toronto würde das ähnlich sein. Vor nunmehr 21 Jahren habe ich dort zum ersten Mal ein offen küssendes Männerpaar gesehen, und keinen hat's gestört.

Damals noch davon geträumt, das könnte irgendwann hier so sein, oder selbstverständlich werden, gar universell.
Schön wär's.

Leider muss man sogar in einer mittelgroßen Stadt aufpassen, wo man sich wie offen zeigt. Als scheinbar Hetero bzw. neutral oder unauffällig lebt man noch am Sichersten.


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#7
05.07.2016
13:41:41


(-1, 3 Votes)

Von Lilith


So ein Experiment ist deshalb fragwürdig, weil es sich ja letztlich um Schauspieler handelt, nicht um eine reale Situation. Der ganze Bereich unserer intuitiven und instinktiven Reaktionen wird bei so einem Versuch ausgeblendet. Das ist nicht aussagekräftig.


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#8
05.07.2016
21:18:40


(+2, 2 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Was würde passieren, wenn ein Homophober in der U-Bahn ein schwules Paar beschimpft und jene U-Bahn wäre in der Türkei, Iran, Saudi Arabien, Rußland, Uganda, etc. wo homophobe Politiker und Kleriker die Bevölkerung aufhetzen?
Da wird man sicherlich kein Vertrauen zur Bevölkerung gewinnen.
Nur in einer aufgeklärten Gesellschaft kann Homophobie eingegrenzt werden, was homophobe Personen ja nicht wollen.


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