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Regierungschef demonstriert für LGBT-Reche

Kanadas Premierminister schreibt beim Toronto Pride Geschichte


Premierminister Justin Trudeau hatte am Sonntag beim Toronto Pride sichtlich Spaß (Bild: CP)

Mit Justin Trudeau hat zum ersten Mal ein kanadischer Regierungschef an einer CSD-Parade teilgenommen.

Er schwenkte eine kanadische Version der Regenbogenfahne, gab ein Interview nach dem anderen, tanzte ausgelassen, schüttelte Hunderte Hände, lachte mit Fremden und musste für etliche Selfies posieren – die Teilnahme von Kanadas Premierminister Justin Trudeau an der Pride-Parade in Toronto war ein historisches Ereignis. Der selbst heterosexuelle Liberalen-Chef hatte zwar schon früher an CSD-Märschen teilgenommen, doch noch nie zuvor war ein amtierender Regierungschef auf die Straße gegangen, um für LGBT-Rechte zu demonstrieren.

"Ich bin heute – und auch an jedem anderen Tag – stolz, an der Seite der LGBTQ2-Community zu stehen", schrieb Trudeau auf seiner Facebook-Seite und postete dazu ein Video von der Parade. "Zahlreiche Menschen haben lange dafür gekämpft, dass dies möglich ist. Und es ist absolut wundervoll, das zu feiern."

Einer der LGBT-freundlichsten Regierungschefs der Welt

Trudeau, der erst im November 2015 sein Amt antrat, erarbeitete sich schnell den Ruf, einer der LGBT-freundlichsten Regierungschefs der Welt zu sein. Im vergangenen Monat hisste er selbst auf dem Parlamentshügel in Ottawa die Regenbogenfahne. Er will die Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität verbieten, verpasste Kanada eine geschlechtsnationale Nationalhymne und fand auch zu dem Massaker in Orlandos queerem Club "Pulse" schnell einfühlende Worte.

In einem Interview mit "Daily Xtra" kündigte Trudeau in der vergangenen Woche zudem eine Rehabilierung der Männer an, die bis 1969 in Kanada wegen ihrer Homosexualität verurteilt wurden. "Wir müssen sicherstellen, dass wir als Land zu unseren Werten stehen und dass wir erkennen, wo wir in der Vergangenheit Fehler gemacht haben, so dass wir es nie wieder tun", sagte der Premierminister. Der Einsatz für LGBT-Rechte werde auch eine Leitlinie der kanadischen Außen- und Entwicklungspolitik sein.

Zum Toronto Pride erklärte Trudeau gegenüber dem TV-Sender CP24, dass seine Regierung an der Einführung von geschlechtsneutralen Personalausweisen arbeite. Auf ihnen könnte neben den Angaben männlich oder weiblich als dritter Geschlechtsindikator beispielweise ein X stehen.

Trudeau kommt wieder, Merkel kneift

Die Teilnahme am Toronto Pride sollte übrigens nicht der letzte CSD-Besuch des Premierministers sein. Auch beim Montréal Pride am 14. August will er sich wieder unter die queeren Demonstranten mischen.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dagegen keine Absicht, den Berliner CSD zu besuchen und damit eine indirekte Einladung der Veranstalter anzunehmen, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert in der vergangenen Woche (queer.de berichtete). Am 18. Juni hatte mit Christian Kern erstmals ein österreichischer Bundeskanzler auf der Wiener Regenbogenparade gesprochen (queer.de berichtete). Auch der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven hatte angekündigt, die Stockholmer Pride Parade im August besuchen zu wollen. (cw)



#1 LoveWinsAnonym
  • 04.07.2016, 08:33h
  • Ihr hättet wenigstens erwähnen können, dass diese pseudo-Pride Parade vor homophoben BLM-Terroristen eingeknickt ist.
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#2 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 04.07.2016, 08:37h
  • Da kommen einem die Tränen vor Freude.

    Wir hingegen leben hier weiter hinterm Mond.
    Aus Freudentränen werden Tränen der Wut.
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#3 markusbln11Anonym
#4 markusbln11Anonym
  • 04.07.2016, 08:42h

  • Ich bin mal gespannt, welche hochrangigen deutschen politiker sich am haupdtadt- csd in berlin mit der lgbt-community durch persönliches erscheinen solidarisieren werden.

    Kann es etwas mehr sein als volker beck und der berliner regierende bm müller?
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#5 UrsaMajorEhemaliges Profil
#6 wiking77
#7 FrancophoneAnonym
#8 MarcellAnonym
#9 MariposaAnonym
#10 stephan
  • 04.07.2016, 09:40h
  • Vorbildhaft!

    Und die geschiedene Merkel will uns bestimmt immer noch erklären, was eine Ehe ist! ... Schäbiger geht es kaum noch!
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