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Nach der Wiener Gemeinderatswahl 2015 wollen Wissenschaftler das queere Wahlverhalten in Berlin unter die Lupe nehmen

Zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin haben die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Universität Wien eine Online-Umfrage gestartet.

Die Wissenschaftler wollen damit herausfinden, wie die LGBT-Community eigentlich wählt, welche Unterstützung die Berliner Parteien von der queeren Wählerschaft haben und welche politischen Themen ihr bei dieser Wahl besonders wichtig sind.

"In gängigen Wahlstudien wird die Frage nach der sexuellen und geschlechtlichen Identität nie gestellt", erklären die beiden Unis zu ihrem Projekt. "Deshalb wissen wir aktuell nicht, welche politischen Präferenzen die queere Community eigentlich hat und welchen Parteien schwule, lesbische, bisexuelle sowie transgeschlechtliche Menschen ihre Stimme geben. Die Lücke wollen wir mit unserer Online-Umfrage schließen und möglichst viele Angehörige der queeren Community motivieren, sich an unserer Studie zu beteiligen."

Eine ähnliche Studie wurde von der Uni Wien erstmals zur Wiener Gemeinderatswahl 2015 durchgeführt. Die Ergebnisse (PDF) zeigten einerseits, dass sich LGBT überdurchschnittlich stark in Politik und Gesellschaft engagierten, und widerlegten andererseits die oft artikulierten Vermutungen, dass sie als homogene Gruppe politisch in erster Linie mit eigenen Interessen beschäftigt seien.

Die Ergebnisse aus Berlin sollen vor der Abgeordnetenhauswahl am 12. September 2016 präsentiert werden. Die Teilnahme ist seit Sonntag und noch bis zum 14. August möglich. (cw)



#1 Patros-KloAnonym
  • 04.07.2016, 12:18h
  • Aber das ist doch ganz einfach: Die meisten Homosexuellen sind bürgerlich und kommen aus gutem katholischen oder evangelischem Hause und wählen entweder die FDP oder die AFD.
    [*Sarakasmus off]

    Obwohl... es soll Leute geben, die das wirklich meinen. Meistens aus diesen Parteien. Man muss nur gaaanz fest dran glauben, dann stimmt das auch!
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#3 GeorgFalkenhagenProfil
  • 04.07.2016, 13:24hBremen
  • Nee, an der Umfrage nehme ich nicht teil, lasse mich nicht gerne aushorchen.

    Aber: Ich kann nur dringendst unseren Berliner Schwestern und Brüdern empfehlen, an dieser Wahl tatsächlich teilzunehmen. Per Brief ist das auch bequem und kostet nur 70 Eurocent Porto.

    Wahlempfehlung: Möglichst weit links.

    Leider können mein BRD-Versuchsgatte und ich an dieser Wahl nicht teilnehmen, nachdem wir von Berlin nach Bremen zogen.

    Dafür werden wir aber den Hauptstadt-CSD am 23. besuchen. Der mit dem Motto: "Danke für Nichts". Dieses Motto passt auch wunderbar zur gegenwärtigen deutschen Homo-Gleichstellungs-Politik. Und so sage ich: Am Besten wählt man die LINKE.

    Herzlichst, Euer Kommunist der Herzen.
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#4 ursus
  • 04.07.2016, 14:09h
  • hab mal kurz reingelinst und bin einigermaßen schockiert über die fragen.

    da wird z.b. angefragt, wie einverstanden man mit einer*m starken führer*in wäre (toll, sogar mit gender-sternchen, es darf also auch ein*e geschlechtlich ambivalente*r führer*in sein!) oder mit einer militärregierung, es darf die arbeitslosenunterstützung in frage gestellt werden oder sympathie dafür bekundet werden, jobs zuerst an deutsche und/oder an männer zu vergeben.

    natürlich darf man solche dinge abfragen. ich finde aber schon, dass man sich auch fragen muss, ob allein eine solche fragestellung nicht SELBST zumindest tendenziell dazu beiträgt, bei den befragten den als legitim betrachteten denkrahmen in richtung rechtsradikal zu verschieben.

    es gehört zur taktik der neuen rechten, genau das zu tun. da werden gedankliche optionen einfach mal in den raum geworfen (schießen auf flüchtlinge, minarettverbot, arbeitslosengeld abschaffen usw.), dann wird ein stückchen zurückgerudert, aber dadurch, dass das bisher unsagbare gesagt wurde, ist bereits das bisher geltende tabu gelockert und der rahmen des sagbaren verschoben worden. und zwar nach extrem rechts.

    exakt dasselbe passiert auch mit diesem fragebogen. nach "linken" extrempositionen wird, soweit ich das sehe, nämlich nicht gefragt, etwa nach der zustimmung zu einem bedingungslosen grundeinkommen. warum nicht?

    auch ein zu bewertender satz "asylsuchende sind Keine bedrohung für die hiesige kultur" ist nicht neutral formuliert, sondern beinhaltet trotz der verneinung zunächst das bild der bedrohung statt des gegenbildes der bereicherung.

    mir hinterlässt das alles ein sehr unbehagliches gefühl.
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#5 TheDad
#6 TheDad
#7 Patros-KloAnonym
#8 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 04.07.2016, 16:00h
  • Antwort auf #4 von ursus
  • Auch ich stimme Dir zu 100% zu.

    Das gleiche habe ich mir beim ersten Durchsehen auch gedacht. Die Verschiebung des Sagbaren immer weiter nach rechts - eine in der Tat höchst bedenkliche Entwicklung.
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#9 hugo1970Profil
  • 04.07.2016, 20:35hPyrbaum
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • "Es gibt also keinen Grund diesen kostenlosen Service der Wahlleitung nicht in Anspruch zu nehmen !"

    Doch! Selber hinzu gehen und das oder die kreuzchen zu machen, macht viel mehr spaß und dann ab 18 Uhr die Lauscher auf, die Augen auf und das Elend darf beginnen, was die Wähler zusammen, oder auch nicht, gewählt haben.
    Ich bin schon der Meinung, wenn es keinen Grund, nicht persönlich zur wahl zu gehen gibt, sollte man schon selber hingehen.
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#10 TheDad
  • 04.07.2016, 21:15h
  • Antwort auf #9 von hugo1970
  • Naja..
    Zu dieser Möglichkeit entwickeln viele ja ähnlich viele Ausreden um es nicht zu tun, wie für die Briefwahl..

    Ich bin an diesem Punkt dann erneut für die Einführung einer Wahlpflicht..
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