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  • 06.07.2016, 11:54h           25      Teilen:   |

Independence Day in New York

Nackt am Gay Beach: Fotograf verhaftet

Artikelbild
Nach seiner Freilassung veröffentlichte Krys Fox dieses Bild bei Facebook und schrieb dazu: "Ich bin immer noch Amerikaner. Und ich liebe immer noch mein Land. Egal was passiert."

An einem New Yorker Badestrand ist ein schwuler Fotograf äußerst unsanft festgenommen werden, weil er sein Badetuch fallen gelassen hat.

Die Verhaftung eines schwulen Fotografen während der Feierlichkeiten zum amerikanischen Nationalfeiertag am 4. Juli sorgt für Aufregung: Der 37-jährige Krys Fox wurde gefilmt, als er von rund einem Dutzend Polizisten nur mit einem Badetuch bedeckt vom Jacob Riis Beach nahe New York City weggetragen wurde. Mehrere Menschen machten Aufnahmen der Verhaftung auf ihren Handys, während Fox "Helft mir" schrie und die Schaulustigen bat, den Vorfall zu dokumentieren. Er ist später nach einigen Stunden in Haft wieder freigelassen worden.

Fox war in einem besonders unter Schwulen populären Abschnitt des Strands wegen "öffentlicher Nacktheit" festgenommen worden. Dieser Bereich wird oft als "clothing optional" beschrieben – offiziell ist aber in dieser Gegend nur an einem Strand im nahe gelegenen Sandy Hook erlaubt, sich textilfrei zu sonnen.

Laut Fox befand er sich an seinem "special place" – an dem Ort des Strandes, wo er zuvor geheiratet hatte und den er immer wieder besucht. Er habe, so sagte er gegenüber "DNA Info", gerade ein Foto gemacht, als ihm sein Badetuch heruntergefallen sei; er habe das für "keine große Sache" gehalten. Ohne Vorwarnung sei er dann von verdeckten Ermittlern des "National Park Service", die für den vom Bund verwalteten Strand verantwortlich sind, zu Boden gerissen worden: "Sie haben mein Gesicht vor Hunderten Leuten in den Sand gedrückt. Es war demütigend", sagte er. "Einer hat mir seinen Arm um den Hals gedrückt, die haben mich auf den Boden geworfen. Ich war buchstäblich von elf Cops umgeben." Der Vorfall habe ihn völlig aus der Bahn geworfen, so Fox weiter.

Youtube | Aufnahme von der dramatischen Verhaftung
Fortsetzung nach Anzeige


Behörden: Nackedei war "unkooperativ"

Der "National Park Service" beschreibt den Vorgang anders: Demnach sei Fox von Ermittlern in Zivil beobachten worden, wie er nackt am Strand spazierte. Man habe ihn dann gebeten, sich zu bedecken, was er abgelehnt habe. Außerdem habe er keine Papiere mit sich getragen. Nachdem er völlig "unkooperativ" geworden sei, habe man ihn verhaftet. Von der Verhaftung gibt es allerdings keine Aufnahmen. Zeugen berichteten später auf Twitter, dass sich die Polizisten nur im schwulen Bereich des Strandes aufgehalten hätten. Nun droht Fox im Extremfall sogar eine Gefängnisstrafe wegen "ungebührlichen Verhaltens" und "öffentlicher Nacktheit".

In den USA gibt es nur wenige Nacktbadestrände und Nacktheit wird sogar in nichtsexualisierten Zusammenhängen nicht geduldet. In Deutschland hat ein Dortmunder Gericht dagegen erst am Dienstag die Rechte von Anhängern des Adamskostüms gestärkt: Das Dortmunder Landgericht hat entschieden, dass ein Hausbewohner es hinnehmen muss, wenn sein Nachbar einmal die Woche nach einem Saunagang nackt durch dessen einsehbaren Garten spaziert. (dk)

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Tags: usa, new york
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Reaktionen zu "Nackt am Gay Beach: Fotograf verhaftet"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
06.07.2016
12:01:20


(+8, 10 Votes)

Von Peer


Mal ganz abgesehen davon, dass ich niemals verstehen werde, wie man sich an Nacktheit stören kann:

Aber unabhängig davon gibt es bei so einem Vorfall keinen Grund, den Betroffenen so brutal zu behandeln und wie einen Schwerverbrecher abzuführen.


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#2
06.07.2016
12:08:52


(+10, 10 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Die USA legt doch einen sehr großen Wert auf die Freiheit, sofern niemand durch ausgelebte Freiheiten zu Schaden kommt. Frei von Textilien, so wie man geboren wurde, schadet niemanden! In dieser Hinsicht muß das Recht auf Nacktheit in den USA noch erkämpft werden.
Bei bestimmten Wetterbedingungen, wo keine Erfrierungen oder Verbrennungen drohen, besteht kein Grund, Textilien zu tragen.


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#3
06.07.2016
12:09:24
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von Komischer Vogel


die amerikanische Auffassung von Moral ist an so vielen Stellen sowas von schwerst gestört.


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#4
06.07.2016
12:12:59
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von Foxie
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Er kann wohl noch von Glück reden, daß ihn die Cops, zu ihrer Eigensicherung, nicht getasert, oder erschossen haben.
Ironie aus.


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#5
06.07.2016
12:13:52


(+8, 12 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""verdeckten Ermittlern""..
""Ermittlern in Zivil""..

Die Prüderie der US-Amerikanischen Gesellschaft trägt seltsame Blüten..
Ermittler am Strand..
Weil nacktes Fleisch die Gesellschaft zerstört ?

""Außerdem habe er keine Papiere mit sich getragen.""..

Ja, wie denn auch ?
Boah, wat sind die blöd..


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#6
06.07.2016
12:27:17


(+8, 12 Votes)

Von UrsaMajor


Die USA sind eben leider immer noch, trotz Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, ein Land der bigotten Prüderie.

Wie wir in letzter Zeit des öfteren lesen mussten, schickt sich Deutschland derzeit an, den USA diesbezüglich zu folgen. Leider allerdings nicht bei der Eheöffnung.


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#7
06.07.2016
12:36:37


(-6, 14 Votes)

Von niccinicci


Wer ein bischen durch die Welt gereist ist, weiss, das es nicht überall so frei zugeht wie bei uns im schönen freien, weltoffenen Europa. In den USA gibt es klare Regeln, gerade er hätte das wissen müssen. Deshalb hält sich mein Mitleid in Grenzen. Und dazu ein paar dumme Antworten und klar wird er dann erstmal mitgenommen zur Identitätsfeststellung. Verstehe nicht, das man darüber überhaupt berichtet. Schuld eigene würde ich mal sagen, macht er wahrscheinlich kein zweites Mal.
USA ist ein traumhaftes Urlaubsland und wird es immer bleiben.


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#8
06.07.2016
12:56:16


(+8, 10 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


nacktheit ist verboten - waffenbesitz erlaubt.
was wohl in der geschichte der menschheit mehr menschen geschädigt hat?


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#9
06.07.2016
12:59:48


(+3, 9 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


Bei den meisten Amerikaner wirkt die sexfeindliche Erziehung noch nach.
Vor Jahren waren wir in San Diego und suchten den einzigen FKK-Strand Kalifoniens, Blacks Beach.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Black%E2%80%99s_Beach


Da dieser Strand schwer zu finden ist, fragten wir eine Reihe von Leuten. Die Reaktion bei allen war blankes Entsetzen, dass wir es wagten, danach zu fragen. Einige liefen rot im Gesicht an.

Dann kam ein junger Mann, den man wohl als Hippie bezeichnen musste und den wir auch fragten. Dieser war der einzige, der hoch erfreut darüber waren, dass wir so offen und selbstverständlich nach einem FKK-Strand gefragt hatten.

Andere Länder andere Sitten. Vieles verstehen wir in Europa nicht, auch nicht die amerikanische Vorschrift, dass in den meisten Staaten kein Bier außerhalb von Lokalen getrunken werden darf.

Die wilden Sex-Orgien, von denen immer wieder berichtet wird, entstehen dadurch, dass das Pendel wieder zur anderen Seite ausschlägt.
Die USA sind ein Land der Extremen.


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#10
06.07.2016
13:14:00


(+2, 8 Votes)

Von BlackLivesMatter


Gay Lives Matter!


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