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Haben die Franzosen den Amerikanern etwa ein transsexuelles trojanisches Pferd untergejubelt, fragen sich die Moderatoren des Rupert-Murdoch-Kanals.

Im Frühstücksfernsehen des Republikaner-Senders Fox News Channel ist man aufgebracht über eine neue Theorie, wonach die Freiheitsstatue ein "Dude" sein könne. Der frankophobe Moderator Peter Doocy fragt in einer aktuellen Sendung ganz geschockt:

Ich denke, dass uns jemand hinters Licht geführt hat. […] Müssen wir jetzt denken, dass dieser französische Typ die USA verarscht hat nach dem Motto: "Hey, ich sag einfach es ist eine Frau, aber in Wirklichkeit ist es ein Typ. Und die werden das eine wirklich lange Zeit nicht herausfinden."

Hier das gesamte Video:

Universitätsprofessor Edward Berenson kann Doocey schnell die Angst nehmen: Nein, Lady Liberty sei eine "echte" Frau und die Franzosen führten nichts Böses im Schilde.

Die Szene verdeutlicht, wie verunsichert die Moderatoren in dem erzkonservativen Sender anlässlich der Debatte um LGBT sind. Insbesondere der Streit um das Klo-Gesetz in North Carolina und ähnliche Debatten in anderen Südstaaten bringen die Fox-Moderatoren oft in Rage. Auch Homo-Hasser wie Tony Perkins, der Chef der von Bürgerrechtlern als Hassgruppe bezeichneten Lobbyorganisation "Family Research Council", darf gegenüber einer handzahmen Moderatorin die These vertreten, dass Christen nur geschützt werden, wenn LGBT-Diskriminierung erlaubt wird.

Moderator Geraldo Rivera kritisiert im Sender sogar die von einem Terroristen getöteten Besucher des Nachtclubs "Pulse", weil sie sich nicht gewehrt hätten. Denn der Schütze habe dort nachladen können, obwohl Menschen um ihn herum waren. Für ihn ist offenbar jeder US-Bürger ein Soldat: "Wir sind im Krieg mit dem islamischen Terror. […] Wir müssen sie in Rakka stoppen, wir müssen sie in Mosul stoppen und auch im 'Pulse' in Orlando."

Rivera war auf Fox News bereits in der Vergangenheit mit eigenartigen Kommentaren aufgefallen. So verteidigte er 2013 die Nutzung des Wortes "schwanzlutschende Schwuchtel" – dies sei kein homophober Ausdruck (queer.de berichtete). (dk)

Bild: flickr / Alex.m.Hayward / cc by 2.0



#1 RaceXYProfil
  • 06.07.2016, 14:09h
  • Un-f***ing-believable

    Allein der Gedanke dass es nur einen Menschen gibt der sich darum Sorgen macht ob die Freiheitsstatue nun eine Frau ist oder nicht oder davon verunsichert ist... Mir fehlen die Worte
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#2 YannickAnonym
  • 06.07.2016, 14:16h
  • Wenn das die Themen sind, die einen angeblichen Nachrichtensender beschäftigen, darf man sich nicht wundern, dass Teile der Amis immer weiter verblöden...
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#3 markusbln11Anonym
  • 06.07.2016, 14:25h

  • Das kann ich mir gut vorstellen, dass die erzkonservativen bis rechtsextremen eiferer verunsichert sind. Wir haben eine starke community aufgebaut und müssen uns nicht mehr alles gefallen lassen.

    Ausserdem hat die lgbt-bewegung in den usa mit barack obama einen überzeugten verbündeten. Er steht für menschenrechte für alle und übwrall. Wie wir auch.

    Liebe siegt über hass!!
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#4 hugo1970Profil
  • 06.07.2016, 20:55hPyrbaum
  • Haben etwa die republikaner die Hosen voll?, fürchten sie sich so sehr, vor der Präsidentenanwärterin Clinton?
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#5 agneta
  • 07.07.2016, 17:08h
  • Rivera oder so ähnlich. Schon wieder so ein ungedienter Rechtsverdreher, der studiert hat, während echte Amerikaner im Vietnam fielen.
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#6 TheDad
  • 07.07.2016, 21:41h
  • Antwort auf #5 von agneta
  • ""Rivera oder so ähnlich. Schon wieder so ein ungedienter Rechtsverdreher, der studiert hat, während echte Amerikaner im Vietnam fielen.""..

    Was ist los mit Dir ?
    Schon wieder so ein Kommentar in dem Du einem Menschen seine Herkunft absprichst, und damit seine Identität angreifst..
    Muß das sein ?

    Der Mann ist nach seiner Vita nicht völlig doof..
    Was ihn hier trieb so dermaßen daneben zu greifen, darf man gerne hinterfragen..
    Dazu muß man ihn nicht mit so billigen "Vergleichen" persönlich angreifen..

    Du hast keine Ahnung ob er als Sohn eines Puerto Ricaners damals überhaupt der Wehrpflicht unterlag (ja, die gab es dort seit Korea), und überhaupt "dienen durfte", oder ob er sogar gedient hat..
    Nur weil das nicht bei Wikipedia steht, muß das nämlich noch nichts bedeuten..
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#7 agneta
  • 08.07.2016, 08:34h
  • Antwort auf #6 von TheDad
  • Ich habe aus Erfahrung ( !! ) gelernt, dass man diesen Diskriminieren nur den Spiegel vorhalten muss, dann brechen die förmlich zusammen. Nur ständig empört zu sein und in der Defensive bringt nichts. Einen Höcke würde ich auch fragen, wo er gedient hat. Damit entziehe ich diesen Leuten einen großen Teil ihrer vermeintlichen Legitimation.
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#8 Patroklos
#9 stromboliProfil
  • 08.07.2016, 09:34hberlin
  • Antwort auf #7 von agneta
  • gibt dein "gedient" haben nun einen erhöhten anspruch auf durchblick?
    Was und wem hast du "gedient", und was macht den nichtdienenden nach deiner vorstellung so unterschiedlich.

    Seine wehrhaftigkeit?

    Ich hab mir versucht die situation im pulse während des massakers vorzustellen, und mich gefragt, warum alle nur flüchteten statt als "masse" sich dem mörder entgegen zu stellen.
    Aber ist dies nur eine "eigenheit homosexueller personen wie sie nun homopobe interpreten wie rivera uns unterstellen , oder sind jene in paris oder flughafen istanbul nicht ebensosehr vom schrecken gelähmt.

    Ist es nun eine eigenheit geschulter ("gedienter") personen, die wie im vorliegen fall andere zum mithandeln mitreißen..

    de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_im_Thalys-Zug_9364

    oder brauchts in jeder situation den initial handelnden, um die restmasse zum mit-handeln zu bewegen.
    Kleines beispiel die übergriffe auf strassen oder u-bahnen.

    Das gediente das genaue gegenteil dessen bewegen was sie eigentlich wollen, zeigt sich aber auch an dem unglückseligen handeln des freizeitsecuritymanns der im beruf polizist ist; Durch sein handeln er den mörder erst wieder ins pulse zurück treibt, wo der dann sein morden ungehindert fortsetzt..
    man sieht, alles hat mehrere seiten
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#10 TheDad
  • 08.07.2016, 14:07h
  • Antwort auf #7 von agneta
  • Höcke hat seinen Grundwehrdienst abgeleistet..
    Doch der war 1991 sicher nicht vergleichbar mit einer Wehpflicht der USA im Vietnamkrieg, die massenweise im Durchschnitt 19-Jährige in den Dschungel schickte, und aus ihnen Menschen mit Post-Traumatischen Belastungsstörungen machte..

    Diese Generation der Korea-und Vietnam-Veteranen hat sicher einen hohen Anteil an der gewalttätigen Entwicklung der US-Amerikanischen Bevölkerung seit den 60'er Jahren..

    Dazu solle man mal Vergleiche anstellen, und käme dann wohl leicht darauf, das die unbehandelten Traumata dieser Generation die Bewaffnung befördert, und damit die vielen Morde in der Gesellschaft mit ausgelöst hat..

    Man hält solchen Leuten auch keinen Spiegel vor, indem man mit den gleichen absurden Vorwürfen arbeitet, wie sie uns gegenüber..
    Das funktioniert vielleicht im persönlichem Gespräch, aber sicher nicht in einem Thread wie diesem..
    Von daher formulierte man das dann wenigstens nicht als "direkte Ansprache" desjenigen..
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