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  • 08.07.2016, 10:08h           27      Teilen:   |

Kritik vom Originaldarsteller

George Takei bedauert Sulus Homosexualität

Artikelbild
Hikaru Sulu (George Takei) und Nyota Uhura (Nichelle Nichols) in einer sexuell aufgeladen Szene in der Folge "Ein Paralleluniversum" aus dem Jahr 1967

Im neuen "Star Trek"-Film erhält Hikaru Sulu eine Regenbogenfamilie. George Takei, der den "alten" Sulu gespielt hat, ist davon nicht begeistert.

Der amerikanische Schauspieler George Takei ist enttäuscht, dass im neuen Enterprise-Film "Star Trek Beyond" die Figur des Hikaru Sulu erstmals als Schwuler dargestellt werden soll. Erst am Donnerstag hatte John Cho, der die Rolle in der 2009 gestarteten "Star Trek"-Neuauflage von Takei übernommen hatte, verraten, dass Sulu im Film zum ersten Mal mit seinem Lebenspartner und seiner Tochter gezeigt werden wird (queer.de berichtete). Der 44-Jährige sagte weiter, dies sei eine Hommage an Takei, der sich 2005 als schwul geoutet hatte (queer.de berichtete).

Im "Hollywood Reporter" kritisierte Takei, dass er diesen Schritt nicht nachvollziehen könne. Er habe nie darum gebeten, dass man seine frühere Rolle in einen Schwulen verwandeln könne. "Es freut mich zwar, dass es eine schwule Figur gibt", sagte der 78-jährige Schauspielveteran. "Bedauerlicherweise ist das eine Verdrehung des Werkes von Gene [Roddenberry], an dem er so lange gearbeitet hat. Ich denke, es ist wirklich bedauerlich." Roddenberry ist Schöpfer der Original-Fernsehserie "Raumschiff Enterprise". Laut Takei habe Roddenberry Sulu vor über einem halben Jahrhundert als heterosexuelle Figur entwickelt. Gleichwohl sei der 1991 verstorbene Produzent ein glühender Anhänger der Gleichstellung von Homosexuellen gewesen, so Takei.

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Takei warb für neue schwule Figur

Takei hätte sich dagegen gewünscht, dass eine neue schwule Figur im Film auftaucht. Als Cho ihm im letzten Jahr erstmals davon erzählt hatte, versuchte Takei, ihn umzustimmen: "Ich habe ihm gesagt: 'Seid fantasievoll und kreiert eine Figur, die eine schwule Geschichte hat – anstatt Sulu, der die ganze Zeit heterosexuell war, als jemanden darzustellen, der seine Sexualität versteckt hat."

Tatsächlich zeigt Sulu in manchen Folgen der alten "Raumschiff Enterprise"-Serie Interesse am weiblichen Geschlecht, hat aber nie eine offene Liebesbeziehung. Er erwähnt in einer Folge seine Tochter Demora, die schließlich im Film "Star Trek: Treffen der Generationen" im Jahr 1994 auch auf dem Bildschirm zu sehen ist. Sie wurde von Jacqueline Kim dargestellt. Eine Liebesgeschichte Sulus mit einer Frau wird lediglich im Roman "Die Tochter des Captain" aus dem Jahr 1995 erwähnt.

George Takei hat sich seit seinem späten Coming-out, das er erst im Alter von 68 Jahren vollzogen hat, als LGBT-Aktivist engagiert. Für seinen Einsatz wurde er unter anderem mit dem "Vito Russo Award" der LGBT-Gruppe GLAAD geehrt (queer.de berichtete). 2008 heiratete er seinen langjährigen Partner Brad Altman (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | George Takei als Captain Sulu in einer Gastrolle in "Star Trek: Raumschiff Voyager"
Wochen-Umfrage: Coming-out nach 50 Jahren auf dem Schirm: Sulu aus "Star Trek" ist schwul. Was meinst Du? (Ergebnis)

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Tags: george takei, hikaru sulu, star trek, raumschiff enterprise
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Reaktionen zu "George Takei bedauert Sulus Homosexualität"


 27 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
08.07.2016
10:49:31


(-9, 11 Votes)
 
#2
08.07.2016
11:13:23


(+5, 5 Votes)

Von aLuckyGuy
Aus Peine (Niedersachsen)
Mitglied seit 28.08.2015


Ich finde die Argumente von George Takei durchaus nachvollziehbar und stimmig. Homosexualität hat aus welchen Gründen auch immer bei Star Trek nie eine Rolle gespielt. Sie im Nachhinein einer Figur "anzudichten" ist tatsächlich keine gute Idee. Und wie ich an anderer Stelle bereits sagte. Ich finde das diese Sache viele Jahre zu spät kommt. Es mag ja gut und richtig sein, Homosexualität als etwas völlig Normals, ja Nebensächliches darzustellen. Aber Star Trek war bisher halt weit aus mehr als nur die Darstellung von Alltagsgeschehen der Gegenwart. Star Trek war immer auch Vorreiter wenn es um Gleichheit und Toleranz ging.


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#3
08.07.2016
13:43:43


(+13, 13 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #2 von aLuckyGuy


"Star Trek war immer auch Vorreiter wenn es um Gleichheit und Toleranz ging."

Gleichheit der Nationalitäten - ja.
Gleichheit der Hautfarben - ja.
Gleichheit der Geschlechter - sicherlich nicht.

Ich habe mir erst vor kurzem noch einmal sämtliche Folgen der Originalreihe angesehen und war immer wieder verblüfft, mit welcher Selbstverständlichkeit Frauen dort, auch wenn sie eigentlich angeblich wichtige Funktionen innerhalb der Hierarchien innehatten, zu Sexobjekten reduziert, in ihrer Funktion gar nicht ernst genommen und sehr oft sogar physisch herumgestoßen wurden. Da kann sogar eine außerirdische Regentin daherkommen - am Ende packt Kirk sie - wider aller diplomatischen Gepflogenheiten und wider jeden menschlichen Respekts - grob am Arm und zeigt ihr, wo sie sich gefälligst hinzuhocken und die Klappe zu halten hat. (Überhaupt: Achtet mal darauf wie oft da Frauen von Männern am Oberarm gepackt und herumgeschubst werden. Das passiert gefühlt in jeder Folge dreimal.)

Auch Uhura ist ja nicht mehr als das "Fräulein vom Amt". Für eine erste Offizierin hat es nicht gereicht, obwohl das zuerst geplant war: In einer Pilotfolge sah man statt Spock eine erste Offzierin, der man für diese Rolle extra jegliche "weibliche" Weichheit und Menschlichkeit so komplett ausgetrieben hatte, dass sie wie ein Roboter agierte. Die Botschaft wäre wohl gewesen: Auch Frauen können Chef, aber nur, wenn sie keine "richtigen Frauen" mehr sind.

Man hat stattdessen am Ende beschlossen, dass ein Außerirdischer als erster Offizier das sexismusgewohnte Publikum weniger schocken würde als eine Frau.

Kann sein, dass Star Trek in Sachen Sexismus zumindest nicht mehr ganz so schrecklich war wie die Durchschnittsgesellschaft. Für mich war es umso verblüffender, diesen blanken, unverhohlenen Sexismus zu entdecken (der mir als Kind natürlich auch nicht besonders aufgefallen war).


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#4
08.07.2016
13:59:07


(+10, 10 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013
Antwort zu Kommentar #3 von fink


Wobei man einer Unterhaltungsserie aus den 60ern auch nicht abfordern sollte, was Philosophen und andere "Weltanschauler" teils bis heute trotz Reputation nicht geschafft haben.
Ansonsten zeigt Mr. Takei eine differenzierte Sicht, die künstlerische Integrität mit gesellschaftlicher Notwendigkeit und dem Anspruch selbst kreativ tätig zu werden, erfreulich vereint. Damit kann ich als Fan der Serie sehr gut leben.


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#5
08.07.2016
14:07:06


(+11, 11 Votes)

Von Trekkie77
Antwort zu Kommentar #3 von fink


Das stimmt. Im Nachhinein betrachtet fällt einem das negative Frauenbild schon auf.
Obwohl es ursprünglich anders geplant war, der Schöpfer Gene Roddenberry aber Druck vom Studio bekam.
In der Pilotfolge "The Cage" ist die Nr.1 des Captains eine Frau... Und sie trägt eine Hose und keinen Rock. Das war den Studiobossen damals zuviel, sodass Mr. Spock diesen Platz einnahm (der ihnen im Pilotfilm zu diabolisch war) und Majel Roddenberry von der Rolle der Nr. 1 zur Rolle der Assistenzärztin Schwester Chapel degradiert wurde...


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#6
08.07.2016
17:34:57
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von Komischer Vogel


Denke auch hier findet merkwürdige Verknüpfung von George Takei's Ruf als bekanntesten LGBT Rechtler der original Startreck Film Crew und der neuinterpretation seiner alten Rolle statt.

Auf lange sicht währ es fürs neue Startreck Franchise doch besser neue Figuren zu etablieren als immer mehr "Charakter Feets" in die alten Charaktere zu pressen.

Der hey es sind die over the top Neuauflagen der alten Jungs Drops is doch schon 2 Filme lang gelutscht.

Mehr Neues weniger Fanservis....


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#7
08.07.2016
18:06:53


(+4, 6 Votes)

Von Jogolein
Aus Aalen (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 06.10.2015


Ich kann da George Takei (auch als Star Trek Fan) einfach nur recht geben. Sulu war nie schwul angelegt (die Zeiten waren noch andere), nach 50 Jahren wirkt diese Umdeutung von Sulu einfach mehr als konstruiert (auch wenn die neuen Filme in einer anderen Zeitlinie spielen)

Das bedeutet aber nicht, dass LGBT-Figuren im Star-Trek-Universum nicht wünschenswert wären, im Gegenteil. Ich wünsche mir das sogar sehr auch in der Vorfreude auf die neue Serie, die ab 2017 ausgestrahlt wird.


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#8
08.07.2016
18:27:17


(+4, 4 Votes)

Von Jogolein
Aus Aalen (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 06.10.2015
Antwort zu Kommentar #3 von fink


Die Schauspielerin die in der Pilotfolge Der Käfig "Number One", die erste Offizierin gespielt hat war die Frau von Gene Roddenberry und hieß Majel Barrett. In der späteren Serie (die ja völlig umgekrempelt wurde) spielte sie dann Krankenschwester, später Ärztin Christine Chapel. In den folgenden Serien (Das nächste Jahrhundert und DS 9) spielte sie die Betazoidin Loxwana Troi und sprach auch in allen Serien und Filmen die Computerstimme.

In dieser einen Folge in der sie Number One spielte konnte sie doch überhaupt nicht zeigen, was sie schauspielerisch drauf hatte, die Rolle war noch gar nicht wirklich ausgearbeit. Hier Roddenberry unterstellen zu wollen, er hätte die Rolle seelenlos ausgelegt kann man nach einer Folge doch gar nicht beurteilen. Im übrigen wurden nach dieser Pilotfolge mit Ausnahme von Spock sämtliche Rollen und mit Ausnahme von Leonard Nimoy und Majel Barrett auch sämtliche Schauspieler ersetzt.

Eine weibliche 1. Offizierin entsprach eben nicht den damaligen Rollenvorstellungen und wurde nach heftiger Kritik durch das Publikum und die Presse gestrichen, aber sicher wollte Gene Roddenberry seine Frau nicht als seelenlos vorführen.

Dieser Pilotfilm war im übrigen bis 1988 völlig unbekannt, erst dann wurde er erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Bis 1988 wussten die meisten Menschen überhaupt nicht dass es bis dahin je eine weibliche 1. Offizierin gab.

In allen anderen Star Trek Serien sind weibliche Offiziere, Kapitäne und Admiräle das normalste von der Welt im Star Trek Universum.


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#9
08.07.2016
18:35:01


(+3, 3 Votes)

Von Jogolein
Aus Aalen (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 06.10.2015


P. S.

Und man muss bedenken Star Trek: TOS wurde von 1966-1969 ausgestrahlt. Genau zu der Zeit als die 68er Bewegung gerade los ging. Der Umbruch zur Gleichberechtigung von Mann und Frau, von Schwarzen und Weißen, von Schwulen und Lesben etc. Hätte man die Show erst 5 Jahre später gedreht und ausgestrahlt hätte sich über eine Frau als 1. Offizierin kein Mensch mehr aufgeregt.


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#10
08.07.2016
18:59:22
Via Handy


(-1, 3 Votes)

Von Musthave---


Moment, wurde Uhura nicht jeher Leutnant genannt ? Somit zumindest nominell wichtig und mächtig.
Und der Sulu kann ja Bisexuell sein womit sich die Turbulenzen im All äh die Historie wieder beruhigt sein sollten.
Das Startreck groß Vorreiter war ist mir entfallen...ach ja , auch Androiden können Gefühle haben, da haben sie schonmal einen Weg geebnet.
Einmal gabs einen Planeten wo Leute irgendwas persönliches, glaube Liebe jenseits der Norm taten und nach kurzem Glück sich dan aber doch wieder einer sozialistischen Gehirnwäsche unterzogen oder so.


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