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Wer würde diesen Tarzan nicht küssen wollen? (Bild: Warner Bros.)

Alexander Skarsgård sollte im neuen "Tarzan"-Film eigentlich von Christoph Waltz geküsst werden – daraus wurde aber nach negativen Reaktionen eines Testpublikums nichts.

Im Film "Legend of Tarzan", der Anfang Juli in den USA angelaufen ist, war eigentlich ein gleichgeschlechtlicher Kuss zwischen dem belgischen Gesandten Léon Rom (Christoph Waltz), dem Bösewicht im Film, und dem wilden Protagonisten Tarzan (Alexander Skarsgård) geplant. Davon berichtete jetzt erstmals Regisseur David Yates in der Londoner Zeitung "Times". Am Ende sei diese Szene aber der Schnittschere zum Opfer gefallen.

Laut dem britischen Regisseur hat der Gesandte in der Szene Tarzan einen Schmatz auf den Mund gesetzt, als dieser gerade bewusstlos war. Léon Rom soll danach zu Jane gesagt haben: "Die Wildheit deines Mannes verwirrt mich noch mehr, als ich es ausdrücken kann."

Testpublikum war verwirrt

"Wir haben das entfernt, weil es fast schon zu viel war. Es war dieser sehr, sehr eigenartige Moment, als Christoph ihn geküsst hat", so Yates. "Wir haben die Szene geliebt, als wir sie gedreht haben. Aber das Testpublikum war dadurch verwirrt." Am Ende habe auch er gedacht, dass die Szene den Film zu sehr überfrachtet hätte.

Der Film "Legend of Tarzan" ist keine Neuverfilmung einer alten Geschichte, sondern soll das Leben des Protagonisten weiterentwickeln: Tarzan hat demnach den afrikanischen Dschungel verlassen und lebt in London mit seiner Ehefrau Jane. Er geht dann als Sonderbotschafter zurück in den Kongo – dort wird er aber zur Schachfigur einer Intrige, die Léon Rom eingefädelt hat.

Der Film spielte in den ersten zwei Wochen in Nordamerika 80 Millionen Dollar ein. Die Produktionskosten lagen allerdings bei 180 Millionen Dollar, damit muss "Legend of Tarzan" rund 400 Millionen Dollar einspielen, um alle Kosten zu decken. Kritiker zeigten sich nicht begeistert über die Verfilmung, sie bemängelten insbesondere ein vorhersehbares Drehbuch. In Deutschland wird der Film am 21. Juli anlaufen.

Der aus Schweden stammende Tarzan-Darsteller Alexander Skarsgård ist bekannt als Vampir "Eric" aus der Erfolgsserie "True Blood". In dieser Serie hatte er auch mit gleichgeschlechtlichen Küssen für Aufregung gesorgt (queer.de berichtete). (dk)



#1 JogoleinProfil
  • 11.07.2016, 14:34hAalen
  • Ach bitte, was soll denn der Schmarrn? Wenn der vermeintlich schwule Bösewicht (!) Rom dem wehrlosen Tarzan einen Schmatz auf die Lippe drückt, ist das kein "schwuler Kuss" sondern bestenfalls eine sexuelle Belästigung. Braucht kein Mensch!
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#2 StretchingmasterProfil
  • 11.07.2016, 16:51hEssen / Holsterhausen
  • Also ich werde mir den Film auf alle Fälle anschauen. Schon allein weil Alex so ein Schnuckelchen ist. Für mich braucht es keinen Kuss von 2 Männern in einem Tarzan Film.

    Schönen Tag noch
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#3 ViktorAnonym
#4 ollinaieProfil
  • 11.07.2016, 18:24hSeligenstadt
  • "Testpublikum war verwirrt"

    Na also, da habt ihr's: Liebe von(m) Storch verwirrte Eltern;

    Mehr Schulaufklärung bitte!
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#5 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 11.07.2016, 18:36h
  • "Am Ende habe auch er gedacht, dass die Szene den Film zu sehr überfrachtet hätte."

    Jo: so 'ne Szene von wenigen Sekunden kann 'nen 110-Minuten-Film natürlich locker mal total überfrachten.
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#6 hugo1970Profil
#7 DankeAnonym
  • 11.07.2016, 20:17h
  • Die Auslöschungsprogramme der bürgerlichen Gesellschaft laufen überall wie geschmiert.
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#8 seb1983
#9 FreeyourgenderProfil
  • 12.07.2016, 00:03hBamberg
  • ...und bei der Lesbenszene im Porno wird sich dran aufgegeilt und onaniert,
    und nein - das ist kein Paradoxum,
    das ist Patriarchismus.
    Penis = Mann = Macht = Autoritär = das,
    was Frauen unterdrückt.

    Ein Mann küsst daher keinen Mann...
    das würde patriarchale Gesetzmässigkeiten auflösen...

    Und umso mehr dieses Gesetz gelebt wird,
    je homophober ist die Reaktion:
    Siehe Religionen, die nicht nur Patriarchismus für ihre Macht brauchen, sondern auch der Sex per se muss als etwas negatives dargestellt werden > Der Patriarch darf aber ausnahmsweise ab und zu, er ist ja das "Opfer" seiner Lust - und die Frau hat immer Schuld...
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#10 GutmenschProfil
  • 12.07.2016, 06:20hSt. Gallen
  • Das Queer-Kommentarforum übertrifft sich mal wieder selbst an Dummheit :-)

    Die Empörung ist wie immer gross (ja, auch wenn aus Homosicht mal was positives passiert empören sich die Leute hier.)

    Dass eine Kussszene entfernt wurde ist natürlich Homophob, patriarchaisch, ein Drama, unaufgeklärt, ein Auslöschprogramm der bürgerlichen Gesellschaft...

    Und das Testpublikum waren natürlich Leute von der Westboro Baptist Church?

    Leute, wie dumm kann man eigentlich sein? Wenn ich mir vorstelle, dass ein Bösewicht wie Christoph Walz die Bewusstlose Hauptfigur küsst, dann ist das durchaus irritierend. Man wollte wohl den Bösewicht noch unberechenbarer, noch rücksichtsloser und vielleicht ein stück weit wahnsinnig machen. Ist er ein Vergewaltiger? Ist er in Tarzan verliebt? Aber wie im Artikel erwähnt war das wohl zu viel.

    So eine Szene konnte man auch als homophob ansehen. Wenn man sich die Geschichte des TV ansieht, dann waren Homosexuelle eine Zeit lang die kranken Bösewichte. Später dann die Witzfiguren und Verlierer.
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