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Polizeibeamte konnten die drei jugendlichen Tatverdächtigen kurz nach dem Vorfall vorläufig festnehmen (Bild: flickr / Christian Schirner / by 2.0)

Nur durch eine Vollbremsung konnte eine Autofahrerin am Samstagabend ein schweres Unglück verhindern.

Nach Angaben der Stuttgarter Polizei hatten drei junge Männer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren gegen 21.45 Uhr einen laut Polizeibericht "transsexuellen Mann" in der Augsburger Straße angegriffen und geschlagen. Einer der drei Männer hatte das 22-jährige Gewaltopfer, das in Begleitung einer 23-jährigen Freundin war, zunächst aufgrund seines äußeren Erscheinungsbildes und seiner Bekleidung verbal beleidigt und dann im Laufe einer körperlichen Auseinandersetzung auf die Fahrbahn gestoßen.

Eine heranfahrende 22 Jahre alte Autofahrerin, die mit ihrem VW-Polo in Richtung Untertürkheim unterwegs war, konnte durch ihre schnelle Reaktion gerade noch das Überrollen der am Boden liegenden Transperson verhindern. Rettungskräfte kümmerten sich um das Opfer und brachten es in ein Krankenhaus.

Alarmierte Polizeibeamte nahmen die drei Tatverdächtigen, die zunächst geflüchtet waren, kurze Zeit später vorläufig fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die drei Jugendlichen wieder entlassen. (cw/pm)



#1 LedErich
  • 11.07.2016, 18:42h

  • Wieso eigentlich entlassen, wenn der Tatverdacht für versuchten Totschlag/Mord so eindeutig ist? Bekommen die armen Jungs jetzt wohl bloß ein Dududu mit erhobenem Zeigefinger und den freundlichen Hinweis, sich beim nächsten Mal besser nicht erwischen zu lassen?
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#2 Katrina_ReichertProfil
  • 11.07.2016, 19:31hDüsseldorf
  • Ich wette eine Tomcat gegen einen Papierflieger, dass das Opfer tatsächlich eine TransFRAU ist.

    Aber "schön" zu sehen, dass das Leben von Transmenschen der deutschen Justiz auch 2016 noch am Arsch vorbei geht.
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#3 NetReaper
  • 11.07.2016, 20:12h
  • Welch eine äußerst bedauerliche Tat.
    Ich verurteile die Handlung der mutmaßlichen Täter auf das Schärfste.
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#4 NetReaper
  • 11.07.2016, 20:19h
  • Falls sich jemand wundert warum die mutmaßlichen Täter von der Polizei nicht inhaftiert wurden:
    Das ist wohl ein normaler Vorgang nach der erkennungsdienstlichen Behandlung, wenn die mutmaßlichen Täter Minderjährige sind, es keine Fluchtgefahr besteht und keine direkte Wiederholungsgefahr besteht.

    Insofern eine übliche Maßnahme.
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#5 hugo1970Profil
  • 11.07.2016, 20:26hPyrbaum
  • "Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die drei Jugendlichen wieder entlassen"

    In was für einer Scheiß-Bannanenrepublik lebe ich?
    Die Täter müßen als Mörder abgeurteilt werden.
    Queerophoben Taten müßen ins Gesetzbuch als Mord eingetragen werden.

    "Nach Angaben der Stuttgarter Polizei hatten drei junge Männer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren"

    Das zeigt wie dringend die Bildungspläne geändert werden müßen.
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#6 MeineFresseAnonym
  • 11.07.2016, 21:56h
  • Nach mordversuch wieder auf freien Fuß? Wieso nicht Untersuchungshaft und dann normale Haft? Damit wissen sie doch jetzt, dass sie das gefahrlos machen können.
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#7 NetReaper
  • 11.07.2016, 22:42h
  • Antwort auf #6 von MeineFresse
  • Woher willst du wissen, dass es Mord war?

    Dafür müsste eine der drei folgenden Motive erfüllt sein:

    * Niedrige Beweggründe (z.B. Befriedigung des Geschlechtstriebs oder Habgier)
    * Verwerfliche Begehungsweise (z.B. Heimtücke/Grausamkeit)
    * Zur Verdeckung oder Ermöglichung einer Straftat

    Laut den klassischen Strafrechtskommentaren liegt hier wohl kein Mordversuch vor, sondern wenn überhaupt ein Totschlagsversuch.

    Das kann aber nicht unbedingt als sicher gelten, da es nicht zwingend den Tod bedeutet von einem Auto angefahren zu werden. Es geht also eher in Richtung versuchter schwerer Körperverletzung. Aber das ist dann Sache von Richter und Staatsanwalt.

    Worauf das wahrscheinlich hinausläuft ist aber klar. Die Person ist nicht getötet worden, das spielt natürlich bei der Strafe eine Rolle. Ob die Person schwer verletzt wurde ist der Meldung nicht zu entnehmen.
    Darüber hinaus wird über die Tatverdächtigen nach Jugendstrafrecht geurteilt, da sie jünger als 21 Jahre alt sind. Gleichzeitig steht die Wahrscheinlichkeit dafür nicht klein dass die Tatverdächtigen keine (nennenswerte) kriminelle Karriere hinter sich hatten.

    Die Tatverdächtigen werden nach einer Verurteilung also mit großer Wahrscheinlichkeit das Gefängnis nicht von innen sehen. Eine völlig logische Schlussfolgerung.
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#8 NetReaper
  • 11.07.2016, 22:56h
  • Antwort auf #2 von Katrina_Reichert
  • "Ich wette eine Tomcat gegen einen Papierflieger, dass das Opfer tatsächlich eine TransFRAU ist."

    Für uns Nichtsexisten spielt weder das biologische Geschlecht (die Chromosomenanordnung) noch das formaljuristische Geschlecht noch die Geschlechtsidentität eine Rolle.

    Dass die Polizei von einem transsexuellen Mann spricht kann man je nach Standpunkt als eine fahrlässige Bewertung abtun. Falls das Opfer formaljuristisch noch als Mann gilt, sich geschlechtsidentitär jedoch als Frau empfindet ist ist es aus Sicht der Behörden formal in Ordnung von einem "transsexuellen Mann" zu sprechen. Schließlich werden auch die Täter als "drei junge Männer" beschrieben.

    Wer konstruktive Kritik üben will, kann sich natürlich in höflicher Form bei der Pressestelle melden.
    E-Mail: stuttgart.pressestelle@polizei.bwl.de

    "Aber "schön" zu sehen, dass das Leben von Transmenschen der deutschen Justiz auch 2016 noch am Arsch vorbei geht."

    Für mich nicht nachvollziehbar.
    Die Pressemeldung ist von 15:31 Uhr. Sollte man da nicht erst einmal abwarten was "die deutsche Justiz" da überhaupt tun wird?
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#9 TheDadProfil
  • 11.07.2016, 23:26hHannover
  • Antwort auf #7 von NetReaper
  • ""Laut den klassischen Strafrechtskommentaren liegt hier wohl kein Mordversuch vor, sondern wenn überhaupt ein Totschlagsversuch.""..

    Wohl eher nicht..
    Beleidigung und Körperverletzung..
    Bei einem bissigem Staatsanwalt käme dann noch "gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr" dazu..

    Sag mal..
    Seit wann liegt Bremen in Niedersachsen ?
    Als gebürtiger Bremer "missfällt" mir das aber..
    *mecker*..
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#10 TheDadProfil
  • 11.07.2016, 23:30hHannover
  • Antwort auf #8 von NetReaper
  • ""Dass die Polizei von einem transsexuellen Mann spricht kann man je nach Standpunkt als eine fahrlässige Bewertung abtun.""..

    Man könnte auch einfach annehmen, das es sich um einen "transsexuellen Mann" handelt, wie im Artikel berichtet..

    Frau Reichert negiert hier aus welchen Gründen auch immer die Möglichkeit das ein Mann mit einer Freundin unterwegs ist..
    Aber das kann sie sicher erklären..
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