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Mit dem Max-Spohr-Preis werden seit 2001 private oder öffentliche Arbeitgeber ausgezeichnet, die sich vorbildlich im Diversity Management engagieren

Der Verband schwuler Führungskräfte (Völklinger Kreis e. V.) appelliert an Arbeitgeber, die stolz auf ihr Diversity Management sind, sich für den alle zwei Jahre vergebenen Max-Spohr-Preis zu bewerben. Unternehmen und Behörden können ab sofort bis 1. September die Unterlagen anfordern. Einsendeschluss ist dann der 12. September.

Der Völklinger Kreis beklagt, dass beim Thema Diversity Management die Aufmerksamkeit immer noch sehr ungleich verteilt sei. "Während die Integration von verschiedenen ethnischen und kulturellen Hintergründen durch die Flüchtlingsdiskussion in den Fokus gerückt war und die Debatte um Frauenquoten der Dimension 'Gender' Auftrieb gegeben hat, bleibt sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität weiter Schlusslicht im Diversity Management", erklärte VK-Chef René Behr.

Er verwies dabei auf die Studie "Diversity Management in Deutschland 2015", in der aufgezeigt werde, dass weiterhin die lesbischen, schwulen, bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen (LGBTI) Identitäten der Mitarbeiter vernachlässigt werden. Dies sei aber schädlich für Unternehmen: "Ob LGBTI als sichtbarer Teil in das Diversity Management einbezogen ist, prüfen auch heterosexuelle Bewerberinnen und Bewerber. Sexuelle Orientierung ist für viele der Lackmustest, ob eine wahrhaft offene Unternehmenskultur vorherrscht oder nur Lippenbekenntnisse abgegeben werden."

Der Max-Spohr-Preis wird bereits seit 2001 vergeben. Bei der letzten Verleihung wurden die Daimler AG und die Stadt Dortmund wegen ihres beispielhaften und ganzheitlichen Diversity Managements ausgezeichnet (queer.de berichtete). Davor gehörten die Commerzbank, die Deutsche Bahn, die Deutsche Bank, die Deutsche Telekom, Ford, IBM, SAP, die Volkswagen Financial Services AG und die Stadt München zu den Preisträgern. (dk)



#1 tti3_allianceProfil
  • 13.07.2016, 22:43hWashington State
  • ... es ist positiv zu lesen, dass von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität gesprochen wird, und man auch LGBTI schreibt.

    Bleibt zu hoffen, dass die Wirtschaft sich Ihrer Verantwortung stellt.
    Es wird nicht einfach, aber wenn man sich nicht den Gegebenheiten stellt, macht man auch keine Schritt nach vorne.

    Jedes Geschlecht verdient Respekt.
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