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Wegen Körperverletzung verurteilte das Kölner Amtsgericht den Angeklagten zur Zahlung von 1.800 Euro (Bild: flickr / Jack Pearce / by 2.0)

  • 13. Juli 2016, 12:29h
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    Köln

In einer Homo-Kneipe in Köln hat ein 32-jähriger Mann in der Nacht zum 10. Januar einem anderen Gast das Nasenbein gebrochen, angeblich weil er offenbar über Anmachversuche unglücklich gewesen war. Deshalb ist er jetzt nach einem Bericht des "Kölner Stadtanzeigers" vom Amtsgericht wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.800 Euro verurteilt worden.

Der wegen Drogendelikten zweifach vorbestrafte Mann, der vor sechs Jahren von Bulgarien nach Deutschland gezogen war, gab vor Gericht an, dass er alkoholisiert seinen Geburtstag nachgefeiert und in der Altstadt-Kneipe getanzt habe. Dann habe ein Mann ihm "an den Hintern gefasst" und sei angeblich weiter aufdringlich gewesen. Der 32-Jährige sagte, er habe ihn dann mit dem Ellenbogen zurückgestoßen und den Gast dadurch verletzt. In der Anklageschrift war die Rede davon, dass der Angeklagte sein Gegenüber mit der Faust geschlagen habe.

Der Angeklagte warf außerdem der Polizei im Verfahren vor, ihn als "Scheiß-Marokkaner" beschimpft zu haben. Außerdem sollen Beamte ihm den Arm gebrochen haben. Das sei eine Reaktion der Kölner Polizei auf die Silvester-Vorfälle auf der Domplatte gewesen. Die Amtsrichterin erklärte, die Polizei und nicht das Gericht sei für eine derartige Strafanzeige zuständig. (cw)