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  • 14.07.2016, 12:29h               Teilen:   |

"Star Trek"-Kontroverse

George Takei schließt seinen Frieden mit schwulem Sulu

Artikelbild
George Takei (re.) mit einem Einhornhund in der "Raumschiff Enterprise"-Folge "Kirk : 2 = ?" aus dem Jahr 1966. (Bild: Paramount)

Dem ehemaligen Sulu-Darsteller ist die Kontroverse um die Homosexualität seiner Figur im neuen "Star Trek"-Film offenbar peinlich.

Vor einer Woche hatte Schauspieler George Takei im "Hollywood Reporter" kritisiert, dass Sulu im neuen "Star Trek"-Film erstmals als schwul dargestellt werden soll (queer.de berichtete). Nachdem die Macher und Darsteller von "Star Trek Beyond" ihre Entscheidung verteidigt hatten, nahm Takei am Mittwoch auf seiner "Facebook"-Seite erstmals seit Start der Kontroverse wieder zum Thema Stellung. Dabei verteidigte er seine Position, schlug aber einen versöhnlichen Ton an.

Der 79-Jährige, der Sulu zwischen 1966 und 1996 in TV und Kino dargestellt hatte, kritisierte den "Hollywood Reporter", weil das Magazin nach seinem Interview eine "irreführende" Überschrift gewählt und eine Kontroverse geschaffen habe, die er so nicht gewollt hätte. "Lassen Sie mich klarstellen: Ich bin nicht enttäuscht darüber, dass es eine schwule Figur in 'Star Trek' gibt." Vielmehr sei er darüber hoch erfreut, wenn Vielfalt in der Serie dargestellt werde.

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Takei sprach sich für neue LGBT-Figur aus

Gleichzeitig wiederholte er seine Kritik daran, dass ausgerechnet Sulu als schwul gezeigt wird: "Ich hoffte, dass die Originalfiguren von [Serien-Schöpfer] Gene Roddenberry und ihre Hintergrundgeschichten respektiert werden. Es wäre doch aufregend gewesen, einen neuen Helden von Grund auf zu schaffen, anstatt eine Figur umzudeuten. Das hätte für mich eine größere Wirkung erzielt." Diese Idee habe er auch in der Vergangenheit den neuen "Star Trek"-Machern näher gebracht. Er fühle sich aber trotzdem "geschmeichelt", dass diese Sulu als Hommage an ihn neu erfunden hätten.


Der "neue" Sulu wird seit 2009 von John Cho dargestellt.


Takei erklärte weiter, dass der 1991 verstorbene Gene Roddenberry LGBT-Figuren in die Geschichten einbauen wollte. "Wir haben persönlich und spezifisch darüber gesprochen, dass es keine gibt", so Takei. Roddenberry habe sich eingeengt gefühlt von den "Empfindlichkeiten der Zeit". Dennoch habe er die "bewusste Entscheidung" getroffen, die Hauptfiguren heterosexuell zu machen.

Roddenberrys Sohn zeigt Verständnis für Takei

Auch Gene Roddenberrys Sohn Rod erklärte, dass sein Vater gerne LGBT-Figuren in "Star Trek" gesehen hätte. "Ich denke, er hätte 100-prozentig zugestimmt, eine schwule Figur in der Serie zu haben", so Rod Roddenberry gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Sein Vater habe es immer gemocht, wenn er gesellschaftlich aktuelle Themen in seiner Science-Fiction-Serie behandeln konnte.

Der junge Roddenberry zeigte auch Verständnis dafür, dass Takei Probleme mit der Neudefinition Sulus habe: "Das ist ja in gewisser Weise die Figur von George", so Roddenberry. "Ich kann verstehen, warum ihm das wichtig ist." Er wisse aber nicht, wie sein Vater auf die Umdeutung von Sulu reagiert hätte. Der 42-Jährige arbeitet als Produzent in Hollywood; er ist auch ausführender Produzent der neuen "Star Trek"-Serie, die kommendes Jahr anlaufen soll.

"Star Trek Beyond" wird am Donnerstag der nächsten Woche in den deutschen Kinos anlaufen. (dk)

Wochen-Umfrage: Coming-out nach 50 Jahren auf dem Schirm: Sulu aus "Star Trek" ist schwul. Was meinst Du? (Ergebnis)

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Tags: star trek, george takei, star trek beyond
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