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  • 14.07.2016, 15:42h           15      Teilen:   |

Beschuldigter bestreitet Vorwürfe

Staatsanwaltschaft: Ex-Linken-Politiker täuschte homophobe Attacke vor

Artikelbild
Julian Kinzel ist inzwischen aus der Linkspartei ausgetreten (Bild: Die Linke Schwerin)

Julian Kinzel soll wegen Verdachts auf Vortäuschung einer Straftat angeklagt werden.

Die Schweriner Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag laut NDR mitgeteilt, dass der 19-jähriger Nachwuchspolitiker Julian Kinzel (früher Die Linke) wahrscheinlich einen Anschlag im Januar erfunden habe, der unter anderem homophob motiviert gewesen sein soll. Es werde deshalb wegen Verdachts der Vortäuschung einer Straftat Anklage erhoben. Ein Jugendrichter muss nun prüfen, ob das Hauptverfahren eröffnet wird.

Das frühere Vorstandsmitglied des linken Kreisverbandes und Sprecher der linken Jugendorganisation hatte im Januar erklärt, in Wismar von drei Tätern mit Messern attackiert worden zu sein, die ihn unter anderem als "schwule Kommunistensau" bezeichnet hätten (queer.de berichtete).

Kinzels Partei machte damals den angeblichen Anschlag in einer Pressemitteilung publik, sogar Dietmar Bartsch, der Fraktionschef der Linken im Bundestag, äußerte sich zu dem Vorfall. Bereits wenige Tage später gab es allerdings Zweifel an der Version des 19-Jährigen (queer.de berichtete).

Im März ist Kinzel laut dem Kreisparteivorsitzenden Peter Brill aus der Linkspartei ausgetreten. Brill erklärte gegenüber "Schwerin Lokal", man werde sich nicht weiter zu den Vorwürfen äußern, da es eine "Privatangelegenheit" Kinzels sei.

Fortsetzung nach Anzeige


Staatsanwaltschaft: Es gilt weiter die Unschuldsvermutung

Der Beschuldigte bestreitet Medienberichten zufolge weiterhin die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft. Die Ermittler betonten, dass für ihn "auch nach Anklageerhebung der Grundsatz der Unschuldsvermutung gilt". Allerdings habe die Rekonstruktion des Geschehens "erhebliche Widersprüche zum Inhalt der Strafanzeige" ergeben.

Die rechtsmedizinische Untersuchung hätte zudem gezeigt, "dass die Art der Verletzungen nicht mit dem behaupteten Verlauf des Überfalls in Übereinstimmung zu bringen sind". Die Verletzungen habe sich der Beschuldigte wahrscheinlich selbst beigefügt, heißt es weiter. Es hatte bereits kurz nach dem angeblichen Vorfall Verwunderung darüber gegeben, dass sich Kinzel nicht am mutmaßlichen Tag der Tat an die Polizei gewandt hatte, sondern erst einen Tag später – und dann auch nicht persönlich, sondern nur über die Internet-Wache.

Im Januar hatte die Linksfraktion via Facebook erklärt: "Die Ermittlungen laufen. Wenn sich der Vorwurf der Staatsanwaltschaft als wahr herausstellt, wird sich Julian Kinzel dem Verfahren und dem Urteil zu stellen haben. Der Rechtsstaat gilt selbstverständlich auch für ihn." Häme sei jedoch fehl am Platz, hieß es weiter. "Dafür gibt es viel zu viele reale Angriffe von Rechtsextremisten und Rassisten auf Flüchtlinge, ihre Unterkünfte, ihre Unterstützerinnen und Unterstützer, politisch Andersdenkende in Kaltland." (dk)

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Tags: schwerin, julian kinzel
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Reaktionen zu "Staatsanwaltschaft: Ex-Linken-Politiker täuschte homophobe Attacke vor"


 15 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
14.07.2016
18:05:11
Via Handy


(-3, 13 Votes)

Von Orthogonalfront


Typisch linksradikale Märtyrer-Romantik...


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#2
14.07.2016
19:08:55


(-7, 11 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Entscheidend ist doch, dass die Attake so hätte passieren KÖNNEN. Der junge Kollege wollte ein politisches Zeichen setzen. Man sollte sein Verhalten nicht zu negativ beurteilen


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#3
14.07.2016
20:03:03


(+1, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Dont_talk_about


Link zu www.gesetze-im-internet.de


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#4
14.07.2016
23:00:48
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Nelf
Antwort zu Kommentar #2 von Dont_talk_about


Straftaten erfinden ist kein kleiner Jungenstreich

Wenn es nicht rausgekommen wäre das er gelogen hat, könnte jemand einer Tat verdächtigt werden die er nicht begangen hat.


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#5
15.07.2016
00:29:32


(+5, 7 Votes)

Von burgerberg
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 12.11.2014


Vermutlich wird Julian Kinzel jetzt darüber nachdenken, was ihm dieser Einsatz gebracht hat - die Häme der anderen und von der eigenen Partei - fallen gelassen wie eine "heiße Kartoffel". Aufgrund seines Alters könnte man fast Mitleid haben!


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#6
15.07.2016
01:16:39


(+1, 7 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014
Antwort zu Kommentar #3 von TheDad


@Kollege The Dad

Was willst Du uns damit sagen ? An Gesetze hat man sich zu halten, ohne sie zu hinterfragen ? Noch nie etwas von zivilem Ungehorsam gehört ? Merkst Du nicht, wie Du in einer anderen Frage unserer Community damit in den Rücken fällst ?


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#7
15.07.2016
02:31:45
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Berliner
Aus Berlin
Mitglied seit 16.11.2015
Antwort zu Kommentar #6 von Dont_talk_about


Ich verstehe so eine Aktion einfach nicht.
Es gibt leider immer noch so viele schreckliche Übergriffe, dass es mich schockiert, dass man so etwas erfindet. Selbst wenn man versucht es zu verstehen, ist es doch eigentlich naheliegender Betroffene zu animieren etwaige Übergriffe anzuzeigen statt sich selbst eine Geschichte auszudenken.

Was auch immer das Ziel hinter dieser Aktion war, es hat Menschen nicht gezeigt, dass solche Übergriffe tatsächlich geschehen können, sondern es hat noch mehr Skepsis geschürt und Menschen werden schreckliche Vorfälle jetzt noch misstrauischer hinterfragen. Das macht es Opfern noch schwieriger Anzeige zu erstatten und Vorfälle publik zu machen.


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#8
15.07.2016
06:42:19


(+2, 4 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #7 von Berliner


ja es ist schwer sich vorzustellen was da im kopf des jungen mannes vorging, als er entweder einen tatsächlichen vorfall (im zweifel übrigens weiterhin für den angeklagten..) aufgebauscht hat, um dem erlittenen noch einen medialen mitleidsbonus hinzu zu fügen..
Was angesichts sich häufender zwischenfälle und der den umständen schwierigen bedingungen einer unmittelbaren (!), polizeilichen und ärztlichen untersuchung sich zu stellen, sollte beim abwatschen des nun öffentlich vorgeführten teil unserer eigenen teilnahme sein!
Hier spezielle userInnen so nebenbei an jene erinnert, die in köln auch tage brauchten um sich zu melden oder teils auch über internetanzeigekanal sich in die anzeigenflut einreihten...
Überlassen wir es den rechten hühnern , im mistbeet " Typisch linksradikale Märtyrer-Romantik" herum zu picken.. , dass machen ohnehin die "scheiß auf politcal correctness" adepten hier, die sich auch gerne mal als unverbrannte frontkämpfer der ""4chan, YouTube Kommentare Reddit" hier aufführen, oder hätte in deren foren zuspruch ohne widerrede gefunden.

Man kann natürlich auch das handeln als voreilig/unüberlegtes spiel mit einer medial/öffentlichen diskussion um übergriffigkeiten (köln.. etc.) vergleichen, z.b vergewaltigungsanschuldigungen der russlanddeutschen la(u)ra, die von südländisch aussehenden geschändet , gar eingang in die große politik hielt.. siehe intervention des russischen aussenministers.

Und ich selbst bin zunehmend skeptisch, was die hier vorgetragenen erlebnisse auf nächtlichen strassen deutschlands anbelangt, seh ich doch diese erzählungen immer nur im zusammenhang mit poltischer willensäusserungen, die genau durch solche eigenbeispiele untermauert sein wollen.

So besehen zeigt sich hier eine unkultur der beschuldigung und schuldzuweisungen, die mittlerweile jede anstandsgrenze überschreitet.

Und gerade weil diese unsicherheit dessen was wahr, was sich an jeden medialen hype anwanzt, so merklich im allgemeinbewusstsein eindringt, wird wirkliches bedrohten-verfolgten-gewaltzufügung zu einem psychologischen spießrutenlauf...
Und da stimme ich voll mit dir drüber ein:
"...es hat Menschen nicht gezeigt, dass solche Übergriffe tatsächlich geschehen können, sondern es hat noch mehr Skepsis geschürt und Menschen werden schreckliche Vorfälle jetzt noch misstrauischer hinterfragen. Das macht es Opfern noch schwieriger Anzeige zu erstatten und Vorfälle publik zu machen.


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#9
15.07.2016
10:48:54


(-1, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #8 von stromboli


"sondern es hat noch mehr Skepsis geschürt und Menschen werden schreckliche Vorfälle jetzt noch misstrauischer hinterfragen"

Völlig richtig, aaaber:
Kann es aber auch sein, das es den Vorfall doch so gegeben ha?, wir wissen doch alle, das die Medienmaschine meistens rechs herum läuft, wir wissen auch das die staatsmacht von rechten nur so unterwandet wird.
Auch wenn die staatsanwaltschaft sagt, das alles erfunden worden ist, wird bei mir die Skepsis bestehen bleiben!!!


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#10
15.07.2016
12:35:07


(-1, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Dont_talk_about


""Was willst Du uns damit sagen ?""..

Nicht ""uns"", Dir..

""An Gesetze hat man sich zu halten, ohne sie zu hinterfragen ?""..

Nöö..
Aber "Unwissenheit" schützt vor Strafe nicht..

""Noch nie etwas von zivilem Ungehorsam gehört ?""..

Das "erfinden" eines homophoben Angriffes ist kein "ziviler Ungehorsam"..

""Merkst Du nicht, wie Du in einer anderen Frage unserer Community damit in den Rücken fällst ?""..

Welcher ""anderen Frage" denn ?

Du vergleichst hier ernsthaft die Tat dieses Lümmels mit der Rehabilitation der Opfer des § 175 ?

Wann genau wurdest Du das Letzte mal von Deinem Hausarzt für zurechnungsfähig befunden ?


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