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Weil das Opfer vor Gericht nicht erschien, wurde der Prozess vertagt

  • 16. Juli 2016, 12:02h, Noch kein Kommentar

In Wien muss sich seit Freitag eine 22-Jährige wegen Freiheitsentziehung, Nötigung und schwerer Körperverletzung vor Gericht verantworten. Zusammen mit zwei Komplizinnen wird ihr von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, ihre damalige Freundin geschlagen und eingesperrt zu haben.

Das Opfer hatte am 27. April zugegeben, fremdgegangen zu sein, und daraufhin die Beziehung beendet. Als sie aus der Wohnung der 22-Jährigen ihre Sachen holen wollte, wurde sie jedoch von ihrer Ex und deren Freundinnen verprügelt. Die Geschlagene erlitt laut "Kurier" einen Nasenbeinbruch, ein Monokelhämatom am Auge, eine Fraktur am rechten Sprunggelenk und Prellungen am rechten Arm.

Schließlich soll das angetrunkene Trio die Frau in der Wohnung eingesperrt und den Schlüssel versteckt haben. Ihr wurde laut Staatsanwaltschaft gedroht, "dass sie die Wohnung nicht lebend verlassen würde, wenn sie zur Polizei gehen würde". Erst am nächsten Morgen sei ihr die Flucht gelungen.

Die drei Angeklagten räumten vor dem Wiener Landesgericht für Strafsachen ein, der Frau die Abreibung verpasst haben, bestritten jedoch den Freiheitsentzug. Die Tür zur Wohnung sei offen gewesen, "sie hätte jederzeit gehen können". Das Opfer selbst, das als Zeugin geladen war, erschien nicht vor Gericht. Die Richterin vertagte den Prozess auf den 26. August. (cw)