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Weltweit gedachten vor allem Lesben und Schwule der Opfer von Orlando (Bild: WUSF)

Für die Ermittlungsbehörden gibt es keine Hinweise, dass Omar Mateen gezielt einen queeren Club angegriffen hat.

Das Motiv des Orlando-Attentäters Omar Mateen bleibt weiter rätselhaft. Nach Angaben des ermittelnden FBI wurde keine Hinweise gefunden, dass der 29-jährige aus Homophobie am 12. Juni im queeren Club "Pulse" 49 Menschen getötet hat.

"Selbstverständlich erkennen wir die schweren Folgen für die Gay Community an", zitiert die "Washington Post" einen leitenden Ermittlungsbeamten. "Die Untersuchungen haben allerdings nicht ergeben, dass er das 'Pulse' ausgewählt hat, weil es ein Gay-Club ist."

Das FBI berief sich bei dieser Aussage auf die Untersuchung von Mateens Smartphone und Computer, die Auswertung seiner Chats sowie Zeugenaussagen. So habe der schwerbewaffnete Attentäter im Club etwa keine homophoben Beleidigungen von sich gegeben.

Auch keine Indizien für schwules Doppelleben

Bereits Ende Juni hatte das FBI bestritten, dass der Attentäter ein schwules Doppelleben geführt haben könnte (queer.de berichtete). Für die viel diskutierte These, der 29-jährige Massenmörder sei mit seiner eigenen Homosexualität nicht klar gekommen, wurden keine Indizien gefunden. Ebenfalls keinen Beleg gibt es für einen direkten Kontakt zum "Islamischen Staat", auf den sich Mateen während der Tat berufen hatte.

In Orlandos queerer Community gibt es Zweifel an den neuen Aussagen des FBI. Einige Stimmen befürchten, dass LGBT bewusst unsichtbar gemacht werden sollen. Schließlich hatten sowohl Omar Mateens Vater als auch seine erste Ehefrau kurz nach dem Attentat in Interviews berichtet, dass sich der 29-Jährige mehrfach homophob geäußert habe. Selbst der FBI-Direktor und der Generalstaatsanwalt der USA hatten das Massaker im vergangenen Monat als "Hassverbrechen" verurteilt.

Mehrere Schwule hatten sich zudem zu Wort gemeldet, die den Attentäter bereits früher mehrfach im Club "Pulse" gesehen haben wollen – diese Aussage bestreiten die Ermittler bislang nicht. Mateen hatte dort am 12. Juni 49 Menschen erschossen und 53 teils schwer verletzt, ehe er selbst von der Polizei getötet wurde. (cw)



#1 hugo1970Profil
  • 17.07.2016, 11:54hPyrbaum
  • "Einige Stimmen befürchten, dass LGBT bewusst unsichtbar gemacht werden sollen."

    Genau so denke ich auch, gleich nachdem ich die ersten Zeilen hier im Artikel gelesen habe, DAS IST GEZIEHLTE UNSSICHTBARMACHUNG DER SCHEIß KONSERVATIVEN .....LÖCHER!!!!!
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#2 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 17.07.2016, 12:31h
  • Für mich eher ein Anzeichen dafür, dass man beim FBI nicht gerade die besten Psycholog_innen und/oder Psychiater_innen zu haben scheint. Seit wann können solche Dinge, wenn der Täter nicht mehr befragt werden kann, aus "reiner Faktenlage" heraus abschließend beurteilt werden? Wie soll daraus, dass "der Attentäter im Club keine homophoben Beleidigungen von sich gegeben" hat, der Schluss gezogen werden können, dass er nicht homophob WAR? Seit wann gelten nur ausgesprochene Gedanken als real?

    Und wie kann man Spekulationen, der Massenmörder sei mit seiner eigenen Homosexualität nicht klar gekommen, anhand "reiner Faktenlage" als unbegründet abtun? Für diese Möglichkeit gibt es m.E. nach wie vor plausible Anhaltspunkte.

    www.stern.de/panorama/weltgeschehen/orlando--attentaeter-war
    -laut-ex-frau-und--mitschueler-selbst-schwul-6899140.html


    Auch mir erschließt sich eine solche Aussage hauptsächlich aus einem möglichen Ansinnen heraus, diese(n) Aspekt(e) möglichst totzuschweigen. Es ist ja nun auch nichts Neues, dass Geheimdienste oftmals auf dem rechten Auge fehlsichtig bis blind sind.

    Demzufolge kann ich die Befürchtungen "einiger Stimmen", dass LGBT bewusst unsichtbar gemacht werden sollen, absolut nachvollziehen und teile sie auch.
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#3 OrthogonalfrontAnonym
#4 UrsaMajorEhemaliges Profil
#5 TheDad
  • 17.07.2016, 13:26h
  • Antwort auf #3 von Orthogonalfront
  • ""Ich denke eher, dass einige Linke hier mit einem rein jihadistischen Motiv wieder mal einfach nicht klarkommen.""..

    Ein Schwuler Mann geht in einen LGBTTIQ*-Club und erschießt 49 LGBTTIQ*..
    Und natürlich ist es dann von einem
    ""rein jihadistischen Motiv""
    auszugehen, denn die Faktenlage für den Zusammenhang aus ""jihadistisch"" und Homophobie ist ja dermaßen dünn, daß man das per se ausschließen kann..

    Wie auch schon bei den anderen Artikel davor..
    Deine Scheuklappen machen es nicht besser..

    Die zusätzliche Demütigung der Opfer durch das FBI, das im Verschweigen eines MULTI-MOTIV liegt, und dem Du dich hier anschließt, ist schlicht eine Unverschämtheit !

    Und das obwohl Du hier mit diesem Satz eines Deiner "Haupt-Argumente" selbst negierst :
    Der Islam sei grundsätzlich Homophob..

    Wie kann das jetzt noch sein ?
    Ist doch der Attentäter aus reinem Zufall in den Club geraten..
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#6 seb1983
#7 UrsaMajorEhemaliges Profil
#8 JogoleinProfil
  • 17.07.2016, 13:52h Aalen

  • Mein Gott, es sind hier unschuldige Menschen grausam abgeschlachtet worden und manche haben nichts besseres zu tun als das Andenken dieser Opfer durch Vorwürfe und politisieren in den Dreck zu ziehen. Es ist verdammt nochmal scheiß egal, warum diese Menschen massakriert wurden!

    Von "Unsichtbarmachen" kann ja wohl nicht die Rede sein, seit Wochen wird landauf landab davon berichtet dass es sich um einen LGBT-Club handelte.
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#9 OrthogonalfrontAnonym
#10 JogoleinProfil
  • 17.07.2016, 14:21h Aalen
  • Antwort auf #7 von UrsaMajor

  • Das FBI sagt zusammengefasst lediglich, dass es derzeit keine eindeutigen
    Hinweise auf eine homophob motivierte Tat gibt. Nur weil es nicht das ist, was manche hören wollen, heißt das noch lange nicht, dass es sich um eine Verschwörung handelt.
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