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  • 18.07.2016, 14:46h           1      Teilen:   |

Interview mit "Tagesspiegel"

Rufus Wainwright: Als 13-Jähriger in Schwulenbars

Artikelbild
Rufus Wainwright gehört zu den vielseitigsten Sängern Nordamerikas (Bild: flickr / Ben30 / cc by 2.0)

Schon früh zog es den amerikanisch-kanadischen Sänger in die Szene. Die Eltern haben die Homosexualität ihres Sohnes zunächst nicht gut aufgenommen, inzwischen hat er ihnen aber dafür verziehen.

Rufus Wainwright entdeckte früh die Schwulenszene und seine Homosexualität, hat der der 42-Jährige jetzt in einem aktuellen Interview mit dem "Tagesspiegel" verraten. Die Eltern seien davon nicht begeistert gewesen, sagte der amerikanisch-kanadische Sänger.

"Mein Vater wollte nie darüber reden. Er war weder dafür noch dagegen, er wollte nichts davon wissen", so Wainwright. "Meine Mutter entdeckte ein Schwulenmagazin in meinen Sachen, als ich 14 war. Als ich eines Abends nach Hause kam, saß sie im Wohnzimmer, ein Glas Scotch in der einen und eine Zigarette in der anderen Hand. Sie sagte: 'Rufus, bitte sag mir nichts, was ich nicht hören möchte. Du bist nicht schwul, oder?'" Er habe das verneint, weil er sonst aus dem Haus geschmissen worden wäre. "Sie war ziemlich streng in der Beziehung. Jetzt darf ich das sagen, sie ist vor einigen Jahren verschieden", so Wainwright.

Inzwischen trage er den Eltern die ablehnende Haltung nicht nach: "Ich habe ihnen vergeben, weil 1987 alle von Aids redeten. Sie waren zu Tode verängstigt", sagte der 1973 im Bundesstaat New York geborene Sänger, der im frankokanadischen Montreal bei seiner geschiedenen Mutter aufgewachsen ist.

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"Montreal war in den Achtzigerjahren total dekadent"

Rufus Wainwright und sein Partner Jörg Weisbrodt, mit dem er seit 2012 verheiratet ist - Quelle: Wiki Commons / David Shankbone / CC-BY-3.0
Rufus Wainwright und sein Partner Jörg Weisbrodt, mit dem er seit 2012 verheiratet ist (Bild: Wiki Commons / David Shankbone / CC-BY-3.0)

Der Sänger erklärte weiter, dass er bereits mit 13 Jahren in Schwulenbars verkehrt sei. Das sei damals in der größten Stadt der Provinz Quebec einfach gewesen: "Montreal war in den Achtzigerjahren total dekadent. In New York und San Francisco hatte die Aids-Krise die schwule Szene quasi ausgelöscht, die Saunen hatten geschlossen, kein Sex im Park mehr. Bei uns gab es das noch", sagte Wainwright. Außerdem sei wegen einer starken Separatistenbewegung in Quebec die Wirtschaft eingebrochen. "Daher scherten sich die Barbesitzer nicht darum, wie alt du warst, solange du Geld dabei hattest."

Weiter sagte Wainwright, dass sich für ihn als als über 40-Jährigen die "Paramenter fürs Dating" verändert hätten. "Ich bin nicht mehr so streng, was die Attraktivität anderer Männer betrifft. Mit 22 hätte ich mich nie mit einem viel älteren Mann, einem Daddy, getroffen, jetzt vielleicht schon. Das Alter macht mich demokratisch. Ich sehe mich im Spiegel und weiß, dass mich junge Schwule als Daddy betrachten. Das ist ganz schön verwirrend."

Wainwright ist bereits seit 2012 mit seinem deutschen Partner Jörn Weisbrodt verheiratet (queer.de berichtete). Er hat zusammen mit Lorca Cohen, der Tochter des kanadischen Sängers Leonard Cohen, eine fünfjährige Tochter. Sie wächst bei der Mutter in Los Angeles auf. Der in Kanada lebende Wainrwright sagte, dass er und sein Mann das Mädchen oft besuchten. Er versuche derzeit, seinen Mann zum Umzug nach Los Angeles zu überreden, um seiner Tochter näher zu sein. (dk)

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Tags: rufus wainwright
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Reaktionen zu "Rufus Wainwright: Als 13-Jähriger in Schwulenbars"


 1 User-Kommentar
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Die ersten:   
#1
18.07.2016
19:38:11


(0, 6 Votes)

Von Jannes


Hää? Daddies sind für 13-jährige gayboys doch voll interesannt.


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