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  • 18.07.2016, 16:11h           6      Teilen:   |

Regenbogenfamilien, Harvey Milk, Ehe-Öffnung

Kalifornien macht LGBT-Geschichte an Schulen zur Pflicht

Artikelbild
Kalifornische Schüler werden demnächst über Ereignisse wie den Stonewall-Aufstand aufgeklärt (Bild: flickr / jglsongs / cc by 2.0)

Ab der zweiten Klasse werden Schüler im Golden State künftig etwas über die Geschichte sexueller Minderheiten erfahren.

Der Bildungsausschuss von Kalifornien hat am Donnerstag einstimmig einen neuen Lehrplan für den Geschichtsunterricht beschlossen, in dem erstmals die Rolle von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern berücksichtigt wird. Kalifornien ist der erste US-Bundesstaat, der die Erwähnung von LGBT zur Pflicht an Schulen macht.

Demnach müssen Schüler beispielsweise in der zweiten Klasse über die Existenz von Regenbogenfamilien unterrichtet werden. In der vierten Klasse soll "die Entstehung der ersten Bürgerrechtsorganisation für Homosexuelle in den 1950er-Jahren" beleuchtet werden. Ebenso ist die Rolle von Harvey Milk ein Thema, der in den Siebzigerjahren als erster offen schwuler Politiker in ein öffentliches Amt – den Stadtrat von San Francisco – gewählt wurde. In der zwölften Klasse wird die Entscheidung des Supreme Courts im Jahr 2015, die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen, zum Thema.

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Neuer Lehrplan soll zu einem respektvolleren Umgang führen

LGBT-Aktivisten begrüßten den Schritt, weil damit eine respektvollerer Umgang mit Minderheiten in der Gesellschaft erreicht werden könne. Der neue Lehrplan zeige "wesentliche Augenblicke des Kampfes für Gleichberechtigung und die Evolution von LGBT-Communitys und -Identitäten" auf, lobte die Organisation "Equality California".

Bereits 2011 hatte Gouverneur Jerry Brown von der Demokratischen Partei ein Gesetz unterzeichnet, das die Einführung von LGBT-Geschichte zur Pflicht an öffentlichen Schulen macht (queer.de berichtete). Das Gesetz verlangt auch, die Geschichte anderer Minderheiten gesondert zu erwähnen, dazu zählen etwa religiösen Minderheiten oder Menschen mit Behinderungen. Außerdem muss die Geschichte des Völkermordes ein Thema im Unterricht sein.

Das Gesetz wurde aber erst jetzt durch die Einführung des Lehrplans umgesetzt, da es mehrere Einsprüche gegen das Gesetz gab. Insbesondere Homo-Gegner versuchten, mit E-Mail-Kampagnen oder anderen Aktionen die Umsetzung zu verhindern. Sie erklärten, dass es lediglich Aufgabe der Eltern sei, ihre Kinder über die Existenz von Nicht-Heterosexuellen zu informieren. (dk)

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Tags: schule, kalifornien, usa
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Reaktionen zu "Kalifornien macht LGBT-Geschichte an Schulen zur Pflicht"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
18.07.2016
16:49:15
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(+5, 5 Votes)

Von Marc


Großartige Sache. In Deutschland kommt das Thema nicht vor im Unterricht (auch wenn die Besorgniserregenden Eltern das Gegenteil behaupten und fürchten), es sei denn, die Lehrkraft ist selbst lsbt und traut sich. Dann heißt es aber gleich: Klar, der/die Homo macht Homo-Unterricht...
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, immerhin tauchen religiöse Minderheiten und Frauen allmählich explizit im Geschichtsunterricht auf. Vielleicht schaffen wir das irgendwann auch?


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#2
18.07.2016
18:49:24
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von markusbln11


Erste klasse, was in kalifornien erreicht wurde. Das ist ein wesentlicher teil der sichtbarkeit unserer lgbt-community im bildungsbereich, wie ich ihn mir auch an deutschlands schulen wünsche.

Wir sind ein teil der gesellschaft. Deswegen ist ein platz in der schulbildung nur gerechtfertigt. Lgbt-identität darf in der öffentlichen bildung nicht ausgeblendet werden. Respekt und anerkennung drücken sich auch in der wahrnehmbarkeit im lehrplan aus. Auch an deutschen schulen.

Kalifornien zeigt, wie es geht


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#3
18.07.2016
19:36:26
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Nick


Na da würden die neonazis a la "besorgte eltern", "demi für alle (heten)" & co aber mächtig austicken...

Hichachtung dafür in einem land dessen einwohner zu mehr als 75% an die göttliche schöpfungsgeschichte glauben.

Okay, in Kalifornien vielleicht nicht, immeehin sind dort die meisten zukunftsweisenden Unternehmen angesiedelt, z. Bsp. Tesla Motors


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#4
19.07.2016
10:40:33


(+5, 5 Votes)

Von Kokolemle
Aus Herschweiler
Mitglied seit 02.12.2009


Ich wandere nach Kalifornien aus.


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#5
19.07.2016
14:00:30


(+1, 3 Votes)

Von Robin


Sehr vorbildlich von Kalifornien, endlich diese einseitige Geschichtsklitterung zu beenden und wahrheitsgemäß über alle Aspekte von Geschichte zu informieren.

Denn da alle Aspekte in die Entwicklung einfließen, kann man auch nur so die Entwicklung wirklich verstehen.

In Deutschland werden ja leider nach wie vor Themen aus ideologischen Gründen ausgelassen, wodurch Geschichte nicht wirklich verstanden werden kann.

Das zeigt, das Unterricht in Deutschland nicht der Vermittlung von Bildung dient, sondern nur der Ideologisierung.


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#6
19.07.2016
17:42:07


(0, 2 Votes)

Von userer
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Antwort zu Kommentar #5 von Robin


Die Gründe in Deutschland sind weniger ideologisch als religiotisch, denke ich. Also religionsideologisch, sozusagen.


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