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  • 24.07.2016, 09:21h               Teilen:   |

Fitness-Ratgeber

Last-Minute zur Strandfigur

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Der Sommer ist in vollem Gange und die Strandfigur hinkt den eigenen Vorstellungen noch hinterher? Höchste Zeit, in die Gänge zu kommen! (Bild: fotolia.com © puhhha)

Keine Panik trotz Speckröllchen! Es gibt noch ausreichend Gelegenheit, frisch gestählt durch diesen Sommer zu kommen.

Es gibt Dinge, die kommen einfach immer wieder. Neonfarben zum Beispiel oder Strickmode. Oder eben die bittere Erkenntnis zum Beginn der warmen Monate, dass in der Zeit zwischen Sommerausklang und Frühlingsbeginn auf rein körperlicher Ebene irgendetwas nicht so gelaufen ist wie geplant. Das ist offenbar eine Problematik von gesamtgesellschaftlicher Tragweite, weswegen sich bei der leisesten Andeutung der Strandsaison die Fitness-Studios wieder füllen.

Das ist in gewisser Weise ein löbliches Unterfangen, denn körperliche Betätigung fördert nun einmal nachweislich die Gesundheit. Der neu- (oder besser: wieder-)gewonnene Trainingseifer kann unter Umständen aber ganz schnell in Frustration umschlagen, wenn sich die gewünschten Ergebnisse nicht schnell genug einstellen. Oder nicht in der erhofften Art und Weise. Es ist eben oft nicht so leicht, die Überbleibsel des Winters aus den Problemzonen zu bannen, insbesondere vor dem Hintergrund eines allzu kleinen Zeitfensters. Dennoch können auch in vergleichsweise kurzen Zeiträumen wenigstens zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden.

Das ist dann aber nicht allein eine Frage der Motivation, die selbstverständlich wichtig ist, um überhaupt in die Gänge zu kommen: Es braucht vor allem auch eine gehörige Portion Disziplin und einen Blick für das "Große Ganze" – die Strandfigur wird nicht nur vom Training allein geformt!

Der schnelle Weg zum Erfolg?

Idealerweise sähe das Erfolgsrezept für den Wunschkörper für die meisten Menschen wohl in etwa so aus: Minimaler Aufwand führt zu maximalem Erfolg. Nicht umsonst sind die Shopping-Kanäle voll mit vermeintlichen Wundermittelchen und Trainingsgeräten, die genau das versprechen. Nur ist es, je nach Anspruch an die körperliche Veränderung, leider nicht ganz so einfach.

Auf der anderen Seite ist der Wunsch nach einem schnellen und vor allem sichtbaren Trainingserfolg, der innerhalb eines überschaubaren zeitlichen Rahmens erreicht werden kann, durchaus nachvollziehbar – für mehr lassen berufliche und private Verpflichtungen möglicherweise auch gar keinen Raum im Terminkalender.

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Kurzprogramme für den Wunschkörper

Der Der richtige Mix aus Motivation, Training und Ernährung hilft gegen den übriggebliebenen Bauchspeck aus dem Winter - Quelle: fotolia.com © Dmytro Panchenko
Der Der richtige Mix aus Motivation, Training und Ernährung hilft gegen den übriggebliebenen Bauchspeck aus dem Winter (Bild: fotolia.com © Dmytro Panchenko)

Es bleibt dann allerdings die Frage: Können Kurzprogramme wirklich zum Ziel führen? Das lässt sich wohl mit einem eingeschränkten Ja beantworten. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, den Körper auch in nur wenigen Wochen auf Vordermann zu bringen. Allerdings ist das dazu notwendige Programm mit bestimmten Anforderungen verbunden.

Heißt zum Beispiel, dass es dann keine freien Tage geben darf, weil jede Gelegenheit für das Workout genutzt werden sollte. Das bedeutet aber eben auch, die Trainingsziele bis zu einem gewissen Grad an den Zeitplan anpassen zu müssen. Statt ausschließlich auf den Muskelaufbau zu setzen – der zum einen wesentlich mehr Zeit bräuchte und zum anderen wegen der hierzu notwendigen Eiweiß-und-Kohlenhydrate-Diät gerne auch den gegenteiligen Effekt hinsichtlich der Gestaltung der eigenen Figur auslösen kann – sind Muskelstraffung und das Reduzieren des Körperfettanteils die wichtigsten Leitmotive des Trainings.

Abgesehen davon bedarf der Trainingsplan insgesamt einer Optimierung, damit die noch verbleibende Zeit auch zielgerichtet und effektiv genutzt wird. Hierzu bietet sich zum Beispiel das Split-Konzept für das Krafttraining an: Damit werden immer nur jeweils bestimmte Muskelgruppen beansprucht, während die anderen ausruhen können. Werden an einem Tag etwa die Brust, die Schultern, der Trizeps und die Beine trainiert, sind am nächsten Tag eben der Bauch, der Rücken und der Bizeps an der Reihe. Der Rest kann dann einen Ruhetag einlegen. Das macht ohnehin Sinn, da zum einen Pensum und Intensität beim Split-Training höher liegen, die Muskeln zum Wachsen aber zugleich die Ruhephasen brauchen.

Ergänzend sollte unbedingt auch eine gute Portion Ausdauertraining in das Programm integriert werden. Das bringt unerwünschte Fettpölsterchen zum Schmelzen und damit die darunterliegenden Muskeln umso mehr zum Vorschein – eine Win-Win-Situation.

Die Gretchen-Frage: Kraft oder Ausdauer?

Womit auch gleich die alles entscheidende Frage geklärt wäre, was denn nun der bessere Weg zur Strandfigur sei: Im günstigsten Fall ist es eine Kombination aus Kraft UND Ausdauer. Obwohl das selbstverständlich durchaus kontrovers diskutiert werden kann, denn die Meinungen hierüber gehen nach wie vor weit auseinander. Das gilt umso mehr, wenn die Effektivität der jeweiligen Methode hauptsächlich am zeitlichen Aufwand festgemacht wird.

Unter diesem Gesichtspunkt muss das Ausdauertraining womöglich doch hintanstehen, da die Fettverbrennung durch Laufen oder andere Ausdauersportarten im Vergleich doch mehr Zeit in Anspruch nimmt. Das liegt an derniedrigeren Intensität der Belastung. Das ist in Ordnung, wenn diese Zeit vorhanden ist. Denn das Ausdauertraining kurbelt definitiv die Fettverbrennung an.

Verglichen mit dem Krafttraining oder Intervalltraining ist der Kalorienverbrauch insgesamt allerdings geringer als bei einer hohen Belastung. Beim Ausdauertraining werden daher auch entsprechend weniger Kalorien aus dem Körperfett verbrannt. Dieser Faktor ist jedoch relevant, wenn es um die effektive Nutzung des sogenannten Nachbrenneffekts geht, also die gesteigerte Stoffwechselrate nach dem Sport. Die kann durch das Krafttraining deutlich verlängert werden, zusätzlich steigert mehr Muskelmasse den Grundumsatz – der Körper verbrennt dann auch im Ruhezustand schon deutlich mehr Kalorien.

Grundsätzlich hilft natürlich jede Form der sportlichen Betätigung, um zumindest den Gewichtsabbau voranzutreiben. Und das kann praktischerweise auch zu Hause passieren. In mancherlei Hinsicht mag das nicht unbedingt die beste Lösung sein, denn im Vergleich zum Fitness-Studio fehlt möglicherweise die Abwechslung bzw. könnte die Motivation darunter leiden, dass das gemütliche Sofa in Sichtweite wartet. Andererseits ist das Training daheim durchaus eine Kosten- und Zeitersparnis: Keine Mitgliedsbeiträge, keine Anfahrtszeiten zum Studio und es ist absolut möglich, auch ohne teure Geräte etwas für seinen Körper zu tun.

Außerdem lassen sich die Trainingseinheiten so einfacher in die tägliche Routine einbinden. Der übliche Tagesablauf ist aber nur ein Faktor, der für das Erstellen des persönlichen Trainingszeitplans berücksichtigt werden sollte. Eng verbunden mit dem Alltagsgeschehen und damit auch mit den möglichen Zeiten für die Trainingseinheiten sind die täglichen Mahlzeiten. Abhängig vom Umfang sollte der Körper schon ausreichend Gelegenheit bekommen, sich dem Essen widmen zu können, bevor er zu sportlichen Höchstleistungen angetrieben wird. Eine bis drei Stunden Pause zwischen Mahlzeit und Trainingsbeginn sind daher schon angemessen.

Das Auge isst mit: Das richtige Futter für die Strandfigur

Krafttraining braucht Abwechslung und einen möglichst ganzheitlichen Ansatz
Krafttraining braucht Abwechslung und einen möglichst ganzheitlichen Ansatz (Bild: fotolia.com © photocrew)

Apropos Mahlzeiten: Der Weg zur Strandfigur führt selbstverständlich nicht allein über das Training. Mindestens genauso wichtig ist die richtige Ernährung. Dazu braucht es tatsächlich überraschend wenig, von der ohnehin notwendigen Disziplin vielleicht einmal abgesehen:

1. Mehr Trinken
Sollte in den Sommermonaten machbar sein, da für eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr sowieso ein gewisser Grundbedarf vorhanden ist – der Flüssigkeitsverlust kann sich an heißen Tagen nämlich gerne mal auf drei bis vier Liter hochschrauben, die unbedingt ausgeglichen werden sollten. Durch das ausreichende Trinken wird außerdem der Magen gefüllt, was vermeintlichen Hungergefühlen vorbeugt.
Extratipp: Die in grünem Tee enthaltenen Polyphenole verbessern die Fettverwertung im Körper. Grüner Tee wirkt darüber hinaus entsalzend und beugt damit Wassereinlagerungen vor.

2. Mehr Gemüse
Ja, das ist die alte Leier von der "5-am-Tag"-Regel. Was die Empfehlung, täglich mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst zu essen, natürlich nicht weniger wichtig oder richtig macht. Tatsächlich spricht sehr vieles für die verschiedenen Gemüsesorten – die haben allesamt einen hohen Anteil an Ballaststoffen und Wasser, was bei einer vergleichsweise geringen Kalorienzufuhr trotzdem satt macht. Die zusätzlich enthaltenen Nährstoffe sind zudem auch kein Nachteil.

3. Mehr Eiweiß
Eiweißreiche Ernährung hat ebenfalls verschiedene Vorteile: Zum einen trägt sie (langfristig) zum Muskelaufbau bei, zum anderen haben eiweißhaltige Lebensmittel oftmals einen geringen Fettanteil und relativ wenige Kalorien, machen aber trotzdem über einen recht langen Zeitraum satt.

4. Mehr Vollkorn
Ähnlich verhält es sich mit Vollkornprodukten, die zum Beispiel länger sättigen als vergleichbare Lebensmittel, die aus reinem Weißmehl hergestellt werden. Positiver Nebeneffekt ist ein Mehr an Vitaminen und Ballaststoffen, die sich wiederum hinsichtlich des Stoffwechsels als sehr dienlich erweisen.

5. Weniger Zucker und Fett
Das ist die einzige Einschränkung im Strandfigur-Ernährungsplan, die es zu beachten gilt. Das geht allerdings nicht soweit, dass ein völliger Verzicht nötig wäre – wenngleich besonders zuckerhaltige Limonaden nur wenig förderlich sind, um den Strandbody zu formen. Sie stellen bei übermäßigem oder allzu regelmäßigem Konsum überdies noch ein erhöhtes Risiko für Typ2-Diabeteserkrankungen dar. Immerhin gibt es für Süßhungerattacken deutlich gesündere Alternativen – dunkle Schokolade beispielsweise oder verdünnte Fruchtsaftschorlen. Alles in allem gilt hier wie in allen Lebensbereichen: Auf das rechte Maß kommt es an!



In puncto Ernährung ist das insofern relevant, weil eine Ernährungsumstellung nur dann Früchte tragen kann, wenn sie auch am gesamten individuellen Kalorienumsatz orientiert wird. Die Erfolgsformel lautet hier, dass zum Abnehmen weniger Kalorien aufgenommen werden sollten, als der Körper verbrennt. Wer sich gleichzeitig dem Muskelaufbau widmet, sollte diese Methode aber nicht zu weit treiben – sonst bleiben die unliebsamen Fettpölsterchen möglicherweise unangetastet, während die Muskeln eher weniger als mehr werden.

Ebenfalls zu beachten ist der Zeitpunkt der Mahlzeiten, vor allem hinsichtlich der Aufnahme von Kohlenhydraten. Besteht die Möglichkeit, die umgehend wieder durch eine Trainingseinheit zu verstoffwechseln, stellt sie kein Problem dar. Vor einem Arbeitstag mit ausschließlich sitzender Tätigkeit oder kurz vor dem Schlafengehen sieht die Sache jedoch ganz anders aus. Dann fehlt die Bewegung, um die aufgenommene Energie wieder umzusetzen, stattdessen wird sie als Fett im Körper abgespeichert. Kohlenhydrate gehören also am besten nur unter bestimmten Voraussetzungen auf den Teller. Dann klappt's auch mit der Traumfigur!

NoPain, NoGain: Die besten Bodyshaper-Sportarten

Nun ist selbst der ausgeklügeltste Trainingsplan längst nicht für alle Abnehmwilligen zu bewältigen. Allerdings sollten persönliche körperliche Voraussetzungen keinesfalls als Ausrede herhalten, um schließlich doch noch von der Zielsetzung abzuweichen. In Anbetracht der Bandbreite von Möglichkeiten einer individuellen Anpassung des Fitnessprogramms ist ein "Ich-kann-das-nicht" sowieso ein äußerst schwaches Argument. Die Frage muss viel eher lauten: "Was kann ich?"

Davon ausgehend ist es ohne weiteres machbar, einen ganz persönlichen Fahrplan zur Strandfigur zu entwickeln – so können beispielsweise die konditionellen Grundlagen, die verfügbare Zeit oder ganz bestimmte Wünsche in ausreichender Weise berücksichtigt werden. Unterm Strich wird sich für jeden eine Sportart finden, die zum einen seinen Bedürfnissen gerecht wird und im günstigsten Fall noch Spaß macht. Hier daher eine kleine Auswahl potenzieller Kandidaten – ohne den geringsten Anspruch von Vollständigkeit!

Mehr als einfach Laufen: Joggen


Bild: fotolia.com © merc67


Starten wir gleich mal mit einem Klassiker. Joggen ist nach wie vor DER Ausdauersport überhaupt und im Prinzip für jeden geeignet – wie bei allen Sportarten ist ein grundlegender Spaß am Bewegen natürlich kein Nachteil, ebenso wenig wie die Bereitschaft zu einer gewissen Regelmäßigkeit der Ausübung.

Darüber hinaus braucht es dann eigentlich auch nicht viel mehr als Schuhe und Kleidung für die jeweiligeJahreszeit und Witterung. Mehr Anforderungen muss die Laufkleidung erst einmal nicht erfüllen, auch wenn das trendige Hightech-Angebot den Einsteigern einen anderen Eindruck vermitteln mag. Wichtiger sind da wirklich die Schuhe, die besonders für regelmäßige Laufeinheiten bestmöglich auf den Fuß abgestimmt sein sollten. Ansonsten drohen im schlimmsten Fall die ebenso gängigen wie unangenehmen Begleiterscheinungen wie etwa Schmerzen in den Fuß- und Kniegelenken oder in den Schienbeinen.

Einsteiger sollten zudem darauf achten, nicht schon am Anfang mit dem Pensum oder Geschwindigkeit zu übertreiben. Überbelastung ist nicht nur aus körperlicher Sicht eine gefährliche Angelegenheit, sie wird auch schnell zum Motivationskiller. Zum Start ist daher ein Trainingsplan speziell für Einsteiger die beste Wahl. Dabei kommt es auf das Tempo ohnehin nur sehr bedingt an: Zu schnelles Laufen greift nämlich zuerst die Kohlehydratspeicher des Körpers an, wohingegen bei moderater Geschwindigkeit der Fettstoffwechsel angeregt wird.

Mehr als nur Spazierengehen: Walken / Nordic Walking

Ja, "echte" Sportler werden jetzt womöglich die Nase rümpfen, aber Fakt ist, dass Walken oder Nordic Walken sehr gesund sind. Es ist ideal für Herz und Kreislauf, stärkt Schultern, Arme und den Rücken, regt nebenbei den Stoffwechsel an und verbrennt in der Stunde nur etwas weniger Kalorien als das Joggen (der Verbrauch hier liegt bei etwa 300 bis 400 Kalorien).

Wer die skandinavische Variante mit Stockeinsatz praktiziert, schont darüber hinaus auch noch seine Gelenke. Damit hieraus aber wirklich ein positiver Effekt gezogen werden kann, ist ein wenig Übung gefragt. Ohne die richtige Technik bleibt der Trainingserfolg sonst in überschaubaren Bereichen – oder bleibt ganz aus. Trotzdem ist es gerade für Sportanfänger eine schonende Art des Einstiegs.
Fit im nassen Element: Schwimmen

Wer sich wegen des einen oder anderen Kilo zu viel nicht gleich auf die Laufstrecke traut, hat beim Schwimmen die optimalen Voraussetzungen, sich trotzdem zielgerichtet körperlich zu betätigen. Auch hier liegt der Kalorienverbrauch pro Stunde auf dem Niveau des Joggens (beim Kraulen liegt er sogar noch deutlich höher), allerdings werden durch das geringere Gewichtsempfinden im Wasser die Gelenke geschont. Gleichzeitig stellt der Wasserwiderstand für die Muskeln eine – in diesem Fall willkommene – Herausforderung dar.

Zum Einstieg reicht langsames Brustschwimmen aus. Sobald die Technik vorhanden ist, können aber durchaus auch andere Schwimmstile ausprobiert werden.Das trainiert dann nebenbei noch andere Muskelgruppen. Alternativ besteht vielerorts auch die Möglichkeit, mit Wassergymnastikkursen noch gezielter gegen Problemzonen vorzugehen.

Einfach durchdrehen: Radfahren / Spinning

Einen unter Umständen noch einfacheren Einstieg in den Ausdauersport als das Laufen bietet das Radfahren bzw. dessen Neu-Deutsch betitelte Studio-Variante. Warum? Weil das Körpergewicht auf dem Rad, ähnlich wie beim Schwimmen, ein sehr viel geringere Rolle spielt, was wiederum für die Gelenke eine sehr viel kleinere Belastung bedeutet. Eine längere Zeit mit Radfahren zu verbringen ist also im wahrsten Sinne wesentlich leichter, als in einem vergleichbaren Zeitraum zu laufen.

Nun ist die Länge der Einheiten aber ein elementarer Faktor für den Erfolg des Ausdauertrainings und das Radfahren aus genau diesen Gründen gegenüber dem Laufen klar im Vorteil. Zudem kann die Belastung ziemlich leicht reguliert werden, so dass untrainierte Anfänger nicht gleich vom Start an überfordert und Fortgeschrittene immer noch wenigstens ausgelastet sind.

Was nicht bedeutet, dass es nicht doch zu Fehlern kommen kann. Anfahren in einem hohen Gang mit anschließendem lockeren Dahinrollen ist zum Beispiel keine geeignete Herangehensweise, um einen kontinuierlichen Fettverbrennungsprozess zu initiieren. Noch schlimmer ist aber die falsche Haltung im Sattel: Taubheitsgefühle in Po und Intimbereich, Schmerzen im Nacken oder kribbelnde Handgelenke sind sichere Anzeichen dafür, dass die Einstellungen am Fahrrad alles andere als optimal sind. Hierin liegt auch der große Unterschied im Vergleich zu den bisher genannten Sportarten – das Equipment braucht einfach sehr viel Aufmerksamkeit.

Die Effekte sind dafür umso positiver – nicht nur dass der Körperfettanteil sinkt (der Kalorienverbrauch liegt in einem ähnlichen Bereich wie beim Joggen oder Brustschwimmen), das regelmäßige Radeln sorgt auch für ein Absenken des Ruhepulses, eine Verbesserung der Lungenkapazität, eine verbesserte Durchblutung der Muskeln und so weiter.

Für Rhythmus-Begabte: Aerobic / Tanzen

Etwas anspruchsvoller hinsichtlich der Bewegungs- und Koordinationsfähigkeiten sind sämtliche Varianten tänzerischer Sportarten. Einer der Vorteile von Aerobic, Zumba, Hip Hop oder Standard-Tänzen: Man ist dabei nie allein, das heißt das gegenseitige Motivieren innerhalb der Gruppe fällt sicher leichter. Das hilft Anfängern womöglich auch bei ihrem Einstieg, gerade wenn die Bewegungen und Choreographien noch nicht richtig sitzen.

Wer sich durch das Erlernen der Schrittfolgen durchbeißt, wird langfristig in jedem Fall mit einem besseren Körpergefühl belohnt. Was nicht zuletzt daran liegt, dass jedwede Form von Tanz für ein ganzheitliches Workout sorgt – Kraft, Ausdauer und Flexibilität werden gleichermaßen trainiert. Dadurch erreicht auch die Fettverbrennung beachtliche Höhen, 500 Kalorien können in der Stunde verbrannt werden, womit Tanzen absolut mit den übrigen Ausdauersportarten mithalten kann!

Für Geschmeidige: Yoga / Pilates


Bild: fotolia.com © Hyrma


Ähnliches lässt sich auch mit Yoga erreichen. Allerdings hängt die Menge der verbrannten Kalorien letztlich stark vom praktizierten Yogastil ab. Grundsätzlich lassen sich zwar mit allen Stilen die Stabilität und die Beweglichkeit verbessern, für eine Kalorienverbrennung auf dem Level anderer Ausdauersportarten muss das Yoga aber schon etwas intensiver sein. Die effektivste Möglichkeit ist hierbei das Bikram Yoga oder Hot Yoga, das bei 40 °Celsius Raumtemperatur durchgeführt wird und in 90 Minuten rund 1.000 Kalorien umsetzen kann. Aus diesem Grund ist es, im Gegensatz zu den anderen Stilen, selbstverständlich nur schwerlich zu Hause möglich.

Etwas einfacher ist vielleicht Pilates, das gemessen am Umfang unterschiedlicher Übungen wie auch Yoga variable Trainingseinheiten ermöglicht. An Ausrüstung braucht es jedenfalls in beiden Fällen kaum mehr als eine Matte und etwas Platz. Da beim Pilates die gezielte Kontrolle über die Muskeln im Mittelpunkt steht und der Ansatz neben der Beweglichkeit eben hauptsächlich Kraftaspekte umfasst, sollte es beim Versuch abzunehmen idealerweise noch mit ein wenig Ausdauertraining ergänzt werden. Auch ohne lassen sich mit den Übungen aber ohne weiteres etwa 300 Kalorien in einer Stunde umsetzen.

Für mehr Muskeln: Krafttraining

Dazu muss nun eigentlich nicht mehr sehr viel gesagt werden: Krafttraining verbrennt in vergleichsweise kurzer Zeit recht viele Kalorien und sorgt so für den gewünschten Fettabbau – während gleichzeitig, den notwendigen langen Atem vorausgesetzt, natürlich die Muskeln aufgebaut werden. Was wiederum zusätzlich zur Fettverbrennung beiträgt, weil mehr Muskelmasse den Grundumsatz steigert. Pro Kilogramm Muskeln verbraucht der Körper rund 100 Kalorien, selbst wenn gar nicht trainiert wird. Während der Einheiten liegt der Kalorienverbrauch locker bei etwa 600 Kalorien in der Stunde, dazu kommt der bereits angesprochene Nachbrenneffekt.

Es braucht darüber hinaus auch nicht mehr Equipment als zum Beispiel Yoga, der eigene Körper ist als "Trainingsgerät" grundsätzlich völlig ausreichend. Und den hat man ja praktischerweise immer dabei, also kann das Training prinzipiell überall stattfinden. Ein Studio bietet dabei die vielleicht größere Abwechslung durch die zur Verfügung stehenden Geräte, aber auch das Training zu Hause muss mitnichten langweilig sein.

Einige Punkte sollten aber beachtet werden, um mit dem Krafttraining wirklich Erfolge zu erzielen:

- Ausdauertraining und Kaloriendefizit verringern zwar das Körpergewicht – allerdings geht das schnell auch zu Lasten der Muskeln. Das heißt, es besteht das Risiko, auf diesem Weg eben nicht nur Fett abzubauen, sondern in gleicher Weise auch die Muskeln. Das erhöht sich sogar noch, wenn das Ausdauertraining erst gar nicht mit Krafttraining kombiniert wird. Der Körper betrachtet die Muskelmasse dann als unnötigen (weil weitestgehend ungenutzten) Energieverschwender und verwendet sie entsprechend zum Eigenerhalt.

- Mit den richtigen Kraftübungen gezielt bestimmte Körperregionen zu trainieren und dort vorhanden Fettpolster abzubauen ist ein – Gerücht. Wo genau Fett verbrannt wird, entscheidet der Körper höchst selbst. Das Training also auf hunderte Wiederholungen von Crunches zu reduzieren, um die Bauchmuskulatur zur Geltung zu bringen, ist daher nur bedingt ein erfolgversprechender Ansatz. Besser ist ein ganzheitlich orientiertes Programm mit ausreichend Abwechslung.

- Der Muskelaufbau sollte auch nicht mit aller Gewalt herbeitrainiert werden – im Gegenteil sind die Pausen hierfür besonders wichtig. Nicht allein, um wieder Kraft für die nächste Einheit zu sammeln, sondern weil die Muskeln überhaupt erst in diesen Pausen wachsen. Also besser nicht übertreiben, selbst wenn das Zeitfenster eher klein sein sollte!

Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein – auch am Strand

Der Traumkörper für den Strand liegt also selbst jetzt immer noch in Reichweite. Besser wäre es natürlich, das Sommer-Workout-Kurzprogramm nicht nur in den wenigen kritischen Wochen zur Anwendung zu bringen, sondern es – wenn schon nicht aus optischen, dann aber in jedem Fall aus gesundheitlichen Gründen – ganzjährig beizubehalten.

Das kann ja auch durchaus in moderater Form passieren. Nicht jeder verspürt schließlich den Drang zur ultimativen Selbstoptimierung und das ist selbstverständlich genauso legitim. Gesellschaftliche Schönheitsideale hin oder her, am Ende kommt es trotzdem auf das ganz persönliche Wohlbefinden an. Und Geschmäcker sind ja bekanntlich auch verschieden. Kein Grund zur Panik also, wenn sich die Motivation für das Formen der vermeintlich perfekten Strandfigur so gar nicht einstellen will.

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Tags: fitness, strandfigur, krafttraining, ausdauertraining, wunschkörper, ernährung
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