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Anders als in anderen Städten informiert die Berliner Polizei explizit über Straftaten mit möglicherweise homophobem Hintergrund (Bild: Sebastian Rittau / flickr / by 2.0)

Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die Ermittlungen zu einem Fall der Hasskriminalität übernommen.

Ersten Ermittlungen zufolge ging ein 21-Jähriger am Samstag mit seinem ein Jahr jüngeren Begleiter an einem Imbiss in der Luxemburger Straße im Stadtteil Wedding vorbei. Er soll dort von einem jungen Mann aus einer Dreier-Gruppe heraus angesprochen und gefragt worden sein, warum er schwarze Striche im Gesicht trage. Der 21-Jährige entgegnete daraufhin, dass er von einer CSD-Veranstaltung komme, und ging anschließend mit dem Begleiter weiter.

Der Pressemitteilung der Polizei, die von "Hasskriminalität" spricht, zufolge folgte darauf das Trio den Beiden. Zunächst soll einer aus dem Trio über das Basecap des Begleiters gestreichelt und dabei den Kopf nach unten gedrückt haben. Als der 21-Jährige die Hand wegschob, soll der Unbekannte ihn mit der Faust und der flachen Hand mehrmals gegen den Kopf geschlagen haben. In der Folge soll der Attackierte zu Boden gegangen sein und ein Komplize des Angreifers soll ihn dann ebenfalls geschlagen haben. Der Dritte des Trios beteiligte sich offenbar nicht an den Schlägen. Anschließend flüchteten die Angreifer.

Der 21-Jährige erlitt bei dem Angriff Arm- und Kopfverletzungen. Zur ambulanten Behandlung wurde er von Rettungssanitätern in ein Krankenhaus gebracht. Sein Begleiter wurde nicht verletzt. Wie in Fällen mit einem vermuteten homofeindlichen Motiv in Berlin üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen. Ebenfalls wie üblich machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben zu den Tätern – Ausnahmen werden in der Regel nur bei einer späteren Fahndung oder bei Einzelheiten gemacht, die klar zur Motivation der Tat gehören können.

Beim 38. Christopher Street Day in Berlin waren am Samstag mehrere hunderttausend Menschen friedlich durch die City West zum Brandenburger Tor gezogen, wo das Abschlussfestival stattfand. (cw/pm)



#1 NickAnonym
#2 SebiAnonym
  • 24.07.2016, 20:23h
  • Jagdszenen aus Deutschland.

    Wenn Politik und Kirchen uns immer als Menschen 2. Klasse hinstellen, passiert sowas eben.

    Wir brauchen endlich volle rechtliche Gleichstellung (denn aus anderen Staaten weiß man, dass dann auch die Akzeptanz in der Gesellschaft schnell steigt) und mehr Aufklärung an Schulen, damit schon junge Menschen den Wert von Vielfalt lernen.
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#3 markusbln11Anonym
  • 25.07.2016, 08:12h

  • Hier zeigt sich wozu ignoranz und abneigung gegenüber der lgbt-community seitens glaubensmenschen und selbst grosser deutscher parteien führen kann. Und dies ist nur ein fall von vielen.

    Stop homophobia, stop ausgrenzung. Für unsere rechte auch in der öffentlichkeit.

    Unsere öffentliche präsenz durch die csd, stadtfeste und anderswo ist nötiger denn je.
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#4 Homonklin44Profil
  • 25.07.2016, 10:23hTauroa Point
  • Wenn wir schon politisch und häufiger öffentlich als "jagdbare" Randgruppe angeboten werden, sollte unsdas aber auch ein recht geben, uns zu wehren!

    Ebenso der Umstand, dass Homophobie als Tatmotiv noch nicht mal polizeilich erhoben wird, oder häufig nicht in Erwägung gezogen wird.

    Was bringt es, mit Sanftmut zu reagieren, wenn die Angreifer merken, da kommt nicht mal Gegenwehr, da kann man sich dran austoben nach Belieben?
    Klar ist jeder solche Vorfall unterschiedlich und die Menschen sind unterschiedlich, man weiß nie, ob die Angreifer bewaffnet sind oder überlegen, was es schwierig macht, solche Situationen zu bewältigen.

    Wo einem keiner zu Hilfe kommt, muss man sich selbst helfen, sonst bleibt man ewig der Untergebutterte.
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#5 LoreleyTVAnonym
  • 25.07.2016, 11:46h
  • Antwort auf #4 von Homonklin44
  • viele Schwule sind nun mal eben "s a n f t ",
    habe es schon oft auf Outdoorplätzen erlebt:
    Es kommen Jugendliche im Auto mit aufgedrehten Motor und lauter Musik, sofort rennen alle Outdoorsuchende zu ihren Autos und fahren sofort weg.Ich wurde von vielen diesen Krawallmachern angesprochen, wohl auch weil ich für sie als Frau interessant bin, sie haben mir alle berichtet, daß es für sie unverständlich ist, dass sie bei den Schwulen soviel Unruhe und Angst verursachen können.
    20 anwesende Schwule fliehen vor 4 Krawallmachern, dass ist die Realität.Das wird sich wohl auch nie ändern.
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