Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://www.queer.de/detail.php?article_id=26682
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Ägyptens Großmufti: "Der Islam gibt niemandem das Recht, Homosexuelle zu verletzen"


#21 HeinerAnonym
  • 25.07.2016, 21:47h
  • Sollen wir jetzt dankbar sein, dass er uns wenigstens nicht ermorden will, aber durch seine Bezeichnung von Homosexualität als "Sünde" weiter zu einem Klima beiträgt, dass Gewalt als logische Folge hat?!

    Jeder, der Liebe als "Sünde" bezeichnet, hat sich als Gesprächspartner disqualifiziert. Egal, ob er uns zusätzlich auch noch ermorden will oder nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#22 heneAnonym
  • 25.07.2016, 22:16h
  • Antwort auf #11 von goddamn liberal
  • "Bis unsere Pastorentochter für arabische Masseneinwanderung sorgte, trugen bei uns auch nur etwa ein Fünftel der Muslimas Kopftuch."

    Ja das sollten wir nicht vergessen, gerade liberale Moslems werden durch strenggläubige enorm unter druck gesetzt und fliehen genauso aus unseren Gettos, dennoch holt es sie ein. Die aktuellen nicht vorhandenen Grenzen werden das enorm beschleunigen.
    Das in Deutschland zwar viel von Integration gesprochen wird aber in letzter Konsequenz keine eingefordert wird, ist eine Katastrophe für alle Zuwanderer die sich auch wirklich hier ein neues Leben aufbauen wollen. Aber wir haben uns ja mittlerweile selbst vom Begriff Leitkultur verabschiedet. Wie soll man jemanden verständlich machen, dass er sich integrieren soll wenn das Aufnahmeland ein psychopatisches Selbstverständnis hat. Siehe beispielsweise grüne Diskussionen um die Nationalflagge bei Länderspielen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#23 LarsAnonym
  • 25.07.2016, 23:21h
  • Antwort auf #22 von hene
  • "wenn das Aufnahmeland ein psychopatisches Selbstverständnis hat."

    Solche Katastrophisierungen und Pathologisierungen nützen niemandem etwas. Seit der Wiedervereinigung haben viele Deutschen zu ihrem "Schland" ein ganz gutes, entspannt-ironisches Selbstverständnis entwickelt und viele Migranten auch. Daneben gibt es in Deuschland auch die gute Tradition regionaler und religiöser Identitäten und deren Zusammenleben (Bayern, Sachsen, Friesen, Protestanten und Katholiken etc.) und das Verständnis, in einem großen Bund demokratischer Staaten gut aufgehoben zu sein, der diese Werte achtet und schützt. Auch Einwanderer können hier einen Platz finden und suchen ihn offenbar auch und sind bereit, ihn ihrerseits zu schützen und zu erhalten.

    Gerade die Erfarhungen aus den europäischen Religions- und Modernisierungskriegen, als es Deutschland im 30jährigen Kireg etwa so ging, wie heute Syrien, könnten dazu beitragen, mit genausoviel Selbstbewusstsein wie Empathie die Integration zu befördern. Dabei hat sich gerade in Deutschland (was damals als Nation nicht existierte) gezeigt, dass starrer Nationalismus oder religiöser Fanatismus, die sich in diesen Krisenzeiten als Lösungen anboten, der falsche Weg sind.

    Zu Stabilität und Wohlstand und Selbstbewusstsein führte hierzulande ein Bund der vernünftigen und friedliebenden Menschen, die ihre Vielfalt annahmen, tolerierten, aber sich auch klare Regeln des Zusammenlebens gaben und willens waren, diese einzuhalten.

    Es wäre fatal, wollte man die muslimisch geprägte Menschen zwingen, sich zwischen Akzeptanz von Homosexualtität (=westlicher Wert) und "Islam" zu entscheiden. Das kann nur schief gehen. Man kann persönlich und religiös alles mögliche ablehnen, aber man muss eben die Gemeinschaft in der man lebt, akzeptieren. Das muss - als erster Schritt - zusammen gehen.

    Das Selbstbewusstsein unserers Landes besteht in der Erfarhung, dass sich religiöse, staatliche, regionale und überstaatliche Identitäten verbinden lassen - aber auch, dass das harte Arbeit ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#24 TiamickEhemaliges Profil
  • 26.07.2016, 00:03h
  • Antwort auf #14 von Johammes45
  • Dieser Religionsgelehrte hier, äußert sich wenigstens mäßigend gegen Gewaltätigkeit, während die kath. Kirche in Afrika meist die übelsten Gesetze mit Todesstrafe oder langen Gefängnisstrafen , die man auch dort nicht überleben kann, noch befeuert und fordert.

    Der Vatikan oder Dein Papst widersprechen dem dortigen Klerus auch nicht, obwohl sie ja in der hierarchischen Ordnung dieser Kirche eigentlich die Chefs des dortigen Klerus wären.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#25 OrthogonalfrontAnonym
#26 Crikkie
  • 26.07.2016, 09:27h
  • @hene:

    "Ok, hier an dieser Stelle sagt er doch ganz konkret dass Islamische Schulen Gewalt gegen Homosexuelle als richtig erachten."

    Jein. Er spricht von "manche[n] Denkschulen", also islamischen Strömungen oder Denkrichtungen. Schiismus, Sunnismus und Salafismus sind z.B. verschiedene Denkschulen des Islam. Obwohl alle Anhänger der Denkschulen Muslime sind, unterscheiden sie sich in ihrer Betrachtung und Praktizierung des Islam.

    Im Christentum existieren übrigens auch verschiedene Denkschulen, von denen einige die -auch gewaltsame- Unterdrückung von Homosexuellen als durchaus legitim betrachten.

    "Wenn wir nun noch eins und eins verknüpfen, dass viele Moslems (47% ! der untersuchten türkischen Einwanderen) auch in Deutschland Islamische Regeln als über den Gesetzen stehend betrachten[...] Können wir uns auf einen tatsächlichen Rollback einstellen. Einen mit Gewalt."

    Wie TheDad schon sagte: etwa 63% aller in Deutschland lebenden Türken gehören dem Sunnismus an. Demnach wären von den ca. 1,3 Mio. Türken, die die Gebote ihrer Religion über die des Staates stellen würden, 827.007 Sunniten -also jener Denkschule zugehörig, deren oberster Vertreter gerade darauf hinwies, dass der praktizierte Islam zwar nicht mit Homosexualität vereinbar sei, man sich in einem Rechtsstaat aber an die Gesetze zu halten habe: "Aber wir leben in einem Rechtssystem und haben es zu respektieren.".

    Übrigens: Aktuell würden 11% der Deutschen die AfD wählen. Bedenkt man, dass Juristen das Grundsatzprogramm zumindest teilweise als durchaus verfassungsfeindlich betrachten*,
    könnte man ebenso gut behaupten, knapp 8,8 Mio. Bürger würden ihre Ideologie über das Gesetz stellen. Allerdings rufen AfD-Politiker ihre eigenen Anhänger eher nicht dazu auf, sich dem Rechtssystem unterzuordnen.

    *
    www.lto.de/recht/hintergruende/h/afd-parteiprogramm-forderun
    gen-konflikt-grundgesetz-politik/


    "Siehe beispielsweise grüne Diskussionen um die Nationalflagge bei Länderspielen."

    FunFact: Diese "Diskussion" nach einem Aufruf einer(!) Jugendabteilung der Grünen war eigentlich nie eine. Rechte Gruppen, die momentan eben wieder besonders präsent sind, sprangen nur auf das Thema an und die Medien umgehend auf diesen Zug auf. Auch die dieses Jahr so breitgestampfte Flaggenklau-Aktion linker Gruppierungen findet bereits seit Jahren statt -fand aber durch die Aufbauschung insbesondere durch die AfD dieses Jahr besonders viel Aufmerksamkeit.
  • Antworten » | Direktlink »
#27 fundsachenAnonym
  • 26.07.2016, 09:52h
  • Antwort auf #17 von goddamn liberal
  • " Lasst uns lieber eine Schule bauen." Mustafa Kemal Atatürk zum Moscheebau."

    "Erdowahn stoppen":

    Jugendverbände rufen zu Anti-Erdogan-Demo in Köln auf

    www.spiegel.de/politik/deutschland/erdowahn-stoppen-jugendor
    ganisationen-rufen-zu-anti-erdogan-demo-auf-a-1104705.html


    ______________________

    "Schon vor vielen Jahren hat dieser Minister auf Befehl von Erdogan den flächendeckenden Ausbau der Moscheen im Land vorangetrieben. Egal ob in der Stadt, oder im kleinsten Dorf, nahezu überall in der Türkei kann man von gleich mehreren Minaretten aus den Muezzin-Ruf vernehmen. Allein in Istanbul gibt es über 3000 Moscheen. In der Nacht des Putsches trug dieser Ausbau seine Früchte

    In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli ertönte in der Türkei an vielen Moscheen nicht der typische Gebetsruf. Es war eine abgeänderte Version, eine Art Totengebet. Im Anschluss schallte es in einigen Regionen in türkischer Sprache über die Lautsprecher:

    Ein Teil des Militärs wendet sich gegen die Regierung und gegen das Volk. Geht auf die Straße und lasst uns gemeinsam gegen sie sein.

    Wohl kaum eine spontane Handlung der vielen tausend Muezzins im Land. Eher eine Anweisung von oben, von der Regierung selbst. So eng sind Kirche und Staat in dem Land also verzahnt...."

    _____________________________

    Erdogans weiterer erfolgreicher Streich

    www.youtube.com/watch?v=vZtwUht1Pn0
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#28 surenhohnAnonym
#29 TheDadProfil
  • 26.07.2016, 13:06hHannover
  • Antwort auf #26 von Crikkie
  • ""Übrigens: Aktuell würden 11% der Deutschen die AfD wählen.""..

    11 % der deutschen Wähler..
    Das sind dann noch keine 8.8 Millionen Menschen, aber immer noch zu viele die zu rechtsradikalen Parteien neigen..

    2014 waren es 64,4 Millionen wahlberechtigte Bürger..
    Das sind dann immer noch 7.084.000 potentielle rechte Wähle allein für die AFD..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#30 Crikkie
  • 26.07.2016, 13:46h
  • Antwort auf #29 von TheDad
  • Es war eine großzügige Schätzung zugunsten der AfD, dürfte aber reichen, um kurz anzudeuten, worauf ich hinauswollte. Ich hatte zugegebenermaßen zum Zeitpunkt des Kommentars keine Lust mehr, mich da noch mit weiterer Recherche dran aufzuhalten.

    Selbst dann, wenn es nur 2 Millionen Wähler wären, die der AfD überwiegend Recht gäben, wäre der Gedankenanstoß noch gültig.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »

» zurück zum Artikel