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  • 25.07.2016, 12:13h           46      Teilen:   |

Interview

Ramona Leiß: Coming-out "hat mich Karriere gekostet"

Artikelbild
Ramona Leiß erhielt nach ihrem Coming-out kaum noch Aufträge und ging später in den RTL-Dschungel. (Bild: RTL)

Die lesbische Moderatorin und Schauspielerin macht ihr Coming-out vor acht Jahren für ihren Karriereknick verantwortlich.

Ramona Leiß hat in einem Interview mit der Boulevardzeitung "Bild am Sonntag" erklärt, dass sie wegen ihres Coming-outs als Lesbe nicht mehr als Moderatorin engagiert worden sei. "Mein Outing hat mich effektiv meine Karriere gekostet", sagte die 59-Jährige. "Als bekennende Lesbe habe ich in der heilen Familienunterhaltung keine Chance mehr."

Leiß hatte sich 2008 geoutet (queer.de berichtete). Damals sagte sie ebenfalls in der "Bild am Sonntag": "Die Liebe zu einer Frau macht mich glücklicher als eine Beziehung mit einem Mann. Ich bin sehr erleichtert, es jetzt mit der Öffentlichkeit zu teilen. Ich habe die große Liebe gefunden und es ist eine Frau." Sie war zuvor mit dem Medienmanager Fred Kogel liiert gewesen. Aus dieser Beziehung hat sie einen inzwischen 32 Jahre alten Sohn.

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Als Lesbe im Unterhaltungsfernsehen "nicht haltbar"

Im aktuellen Interview erklärte Leiß weiter, dass sie ihr Coming-out nicht bereue, da sie sich nicht mehr verstecken müsse. Sie vermutet aber, dass 2009 wegen ihrer Offenheit ihre MDR-Sendung "Ramona" abgesetzt wurde. Die Verantwortlichen hätten zwar immer abgestritten, dass dies etwas mit ihrer Liebe zu einer Frau zu tun gehabt habe. "Hinten herum habe ich aber erfahren, dass eine lesbische Moderatorin im Unterhaltungsfernsehen nicht haltbar sei", erklärte Leiß.

In den letzten Jahren habe sie sich immer wieder im TV beworben, allerdings ohne Erfolg. Sie würde gerne wieder als Moderatorin arbeiten, meinte Leiß weiter, etwa in einer Frauen-Talkshow. Derzeit arbeite sie aber gerne als Malerin, auch wenn sie davon nicht reich werde.

In den Achtzigern und Neunzigern war Ramona Leiß aus der deutschen Fernsehlandschaft nicht wegzudenken. Von 1986 bis 1992 moderierte sie an der Seite von Joachim Bublath die erfolgreiche ZDF-Wissenschaftssendung "Die Knoff-Hoff-Show". Nach dem Fall der Berliner Mauer präsentierte sie gemeinsam mit Pit Weyrich am 31. Dezember 1989 im ZDF die große Silvester-Gala, die durch den Auftritt von David Hasselhoff am Brandenburger Tor legendär wurde. In den Neunzigerjahren moderierte sie diverse Musiksendungen wie den "ZDF-Fernsehgarten" und die "Goldene Hitparade der Volksmusik" auf Sat.1. Privat war sie vier Jahre lang mit der 2005 verstorbenen Schlagersängerin und Komponistin Hanne Haller liiert.

2012 stand Leiß nochmals als Kandidatin der RTL-Show "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" im Mittelpunkt – im Dschungel sprach sie auch darüber, dass sie "zurzeit gar nicht interessiert an Männern" sei (queer.de berichtete). Zwei Jahre später ging sie dann eine eingetragene Partnerschaft mit ihrer Partnerin Sabine ein (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: ramona leiß, coming-out
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Reaktionen zu "Ramona Leiß: Coming-out "hat mich Karriere gekostet""


 46 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
25.07.2016
12:47:42


(0, 12 Votes)

Von Johannes45


Also das "kaufe ich Ihr" nicht ab und halte dies eher für Quatsch !

Die Wahrheit ist doch wohl eher, dass der Deutsche Fernsehmarkt und die Unterhaltungsshows in der Anzahl der Arbeitsstellen für Fernsehmoderatoren sehr begrenzt sind und zudem "hart" umkämpft sind. Es herrscht ein Überangebot an Kandidaten.

Und bei den Schauspielern sieht es noch schlimmer aus. Der Markt ist total "überlaufen" an Schauspielern und es ist hart dort erfolgreich zu sein und gute Fernsehrollen zu bekommen.

Schnell hat man dann das Gefühl, dass es an einem "selbst" liegt oder halt für Frau Leiß, das es an Ihrem Coming Out liegt.

Ich würde eher behaupten wollen, dass es am Thema "Überangebot" an Schauspielern und Fernsehmoderatoren und zu wenig guten Fernsehrollen und Fernsehmoderatorenstellen liegt.


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#2
25.07.2016
12:53:49


(+1, 11 Votes)

Von Petrillo
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ein Trost für Frau Leiß mag sein, dass es weniger ihre sexuellen Neigungen gewesen sein dürften, die ihr keine Jobs mehr brachten, sondern dass sie einfach zu alt und zu unattraktiv für's Fernsehen geworden ist.

Moderatorinnen gibt es zur Genüge und so herausragend war Frau Leiß als Assistentin in "Knoff-hoff" auch nicht - vielleicht wäre ein Verkaufskanal für Seniorenartikel ein möglicher Arbeitgeber.

Übrigens: Patrick Lindner hat sich auch schon vor Jahren geoutet und konnte sich dennoch im Geschäft behaupten, wie auch bspw. Maren Kroymann.


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#3
25.07.2016
13:14:26


(+3, 9 Votes)

Von Danny387
Aus Mannheim (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 06.07.2014
Antwort zu Kommentar #2 von Petrillo


... oder Hella v. Sinnen oder Anne Will, um noch zwei Frauen aus ganz unterschiedlichen Sparten zu nennen.
Vielleicht lag es auch einfach an Frau Leiß' begrenzter Qualität.


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#4
25.07.2016
13:23:55


(+5, 9 Votes)

Von Steve2


Vielleicht liegt es aber auch daran, dass viele es so sehen wie ich, dass Ramona Leiß einfach keine wirklich gute Moderatorin ist. Wie sie überhaupt jemals als Moderatorin eingestellt werden konnte, ist mir schleierhaft. Ich finde sie auch sehr unsympathisch, was für einen Moderator nun auch ein wichtiges Kriterium ist, aber selbstverständlich ist das nur meine subjektive meinung, das mögen andere Menschen anders sehen. Besonders eloquent ist sie zudem auch nicht. Dass es an ihrer Homosexualität liegt, glaube ich kaum, denn wie schon Danny387 schrieb, ist Anne Will wohl ein gutes Beispiel dafür, dass Platz in den öffentlich rechtlichen Sendern für Homosexuelle ist. Auch Hape Kerkeling und Dirk Bach haben ja noch lange nach seinem Coming out Karriere im deutschen Fernsehen gemacht.


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#5
25.07.2016
13:26:14


(-3, 11 Votes)

Von unfassbar


Ich glaub', es hackt. Gleich die ersten drei Beiträge in einem QUEEREN Forum vollziehen eine perfekte Täter-Opfer-Umkehr, statt in Betracht zu ziehen, dass ein homosexuelles Coming-Out SELBSTVERSTÄNDLICH Karrieren zerstören kann und das in unzähligen Fällen auch tatsächlich und real tut.

Statt dessen solltet Ihr Euch lieber mal Gedanken dazu machen, welche gesellschaftlichen Faktoren nach wie vor zur (auch beruflichen) Ausgrenzung queerer Menschen führen, und Euch gegen DIESE (die Faktoren) richten und nicht gegen die Opfer gesellschaftlicher Kleinkariertheit, die so viele Menschen kaputtmacht.

Es ist gerade absolut zum Fremdschämen.
Und zum K***en.


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#6
25.07.2016
13:29:47


(+4, 10 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Danny387


Oder auch Bettina Böttinger..

Wenn ich das Recht erinnere war schon zu der Zeit als Frau Leiß die Assistentin in "Knoff-Hoff" spielte in der Community bekannt, das sie lesbisch ist..
Selbst ihre Partnerschaft zu Hanne Haller, deren größter "Chart-Erfolg" damals treffenderweise "Mein lieber Mann" titelte, war bekannt, und Frau Leiß verließ diese Show bereits 1992, und damit satte 16 Jahre vor ihrem "öffentlichem" Coming Out durch die Springer-Presse..


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#7
25.07.2016
13:32:26


(-9, 17 Votes)

Von Orthogonalfront


Ist ja wieder mal typisch für einige User hier! Kein Respekt und keine Solidarität mit Lesben! Wo ist denn jetzt schon wieder die so viel besungene "Community"? In den Kommentarspalten von queer.de garantiert nicht!


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#8
25.07.2016
14:21:19


(+10, 16 Votes)

Von ElviraBER
Antwort zu Kommentar #7 von Orthogonalfront


Och Leute, verwechselt doch bitte nicht Zusammenhalt, Solidarität und Community mit der Kritik an der Arbeit einer Frau.

Ich fand Ramona Leiß schon unsympathisch als ich noch gar nicht wusste, dass sie lesbisch ist.

Warum also soll ich sie jetzt toll finden, in Schutz nehmen, unterstützen oder ihre Moderations-/Schauspielleistung anerkennen?

Das seh ich nicht.


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#9
25.07.2016
14:21:42


(+7, 11 Votes)

Von Danny387
Aus Mannheim (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 06.07.2014
Antwort zu Kommentar #5 von unfassbar


Lieber unfassbar,

es ist keineswegs erwiesen, dass Frau Leiß überhaupt ein "Opfer" ist.

Und das ist völlig unabhängig davon, dass  wie Sie korrekt geschrieben haben  ein homosexuelles Coming-Out "Karrieren zerstören KANN".
Alleine die Tatsache, dass R. Leiß durch das Dschungelcamp (ausgerechnet!!) versucht hat, ihre Karriere nachzubessern, zeigt, dass sie an ganz anderer Stelle auf verlorenem Posten stand und steht. Auch ich finde (ebenso wie Steve2), dass sie einfach keine sympathische und freundliche Ausstrahlung hat. Ich würde sie im Fernsehen auch nicht einstellen, obwohl ich grundsätzlich offen homosexuelle Menschen SEHR gerne einstellen würde.

Wir als Homosexuelle sind zwar tatsächlich häufig in der Opferrolle, dennoch sollten wir so selbstbewusst und differenzierungsfähig sein, nicht automatisch die Märtyrerkarte zu ziehen, wenn mal etwas nicht so gelingt, wie wir es haben wollen.


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#10
25.07.2016
14:22:38
Via Handy


(+5, 9 Votes)

Von Thorin


Schwer zu sagen ob das jetzt eine Ausrede ist wegen mangelnder Moderationsfähigkeit bzw. Alter oder ob es wirklich so ist.


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