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"LGBT Asylum" übt Kritik an der geplanten Abschiebung von drei lesbischen Frauen aus Dänemark (Bild: flickr / Cha gia Jose / by 2.0)

LGBT-Aktivisten üben scharfen Kritik an der Entscheidung Dänemarks, drei lesbische Frauen in ihr Heimatland Uganda abzuschieben. Die Frauen hatten erfolglos Asyl beantragt, weil ihnen in ihrem Heimatland wegen ihrer sexuellen Orientierung Verfolgung drohe. Sie sollen laut Medienberichten am 2. August ausgeflogen werden. Derzeit sitzen die Frauen in Abschiebehaft im Gefängnis Ellebæk.

"Homosexuelle riskieren Verfolgung von anderen Zivilpersonen und ihren Familienmitgliedern, sie werden erpresst oder tätlich angegriffen", erklärte Hanne Gyberg, die Sprecherin der Organisation "LGBT Asylum". "Sie können außerdem keinen Schutz von der Polizei erwarten, wenn sie angegriffen werden oder Morddrohungen erhalten oder schlimmstenfalls sogar getötet werden." Daher appellierte sie an die dänischen Behörden, die Ablehnung des Asylantrags zu prüfen. Es sei das erste Mal innerhalb der letzten vier Jahre, dass homosexuelle Asylbewerber von Dänemark nach Uganda zurückgeschickt werden sollen.

Uganda hat in den letzten Jahren mit einer ausgesprochen homophoben Politik international für Kritik gesorgt, was sogar zu einer zeitweisen Kürzung der Entwicklungshilfe von europäischen Ländern geführt hatte. Laut Gesetz ist eine lebenslange Haftstrafe für homosexuelle Handlungen möglich – das Verbot von männlicher Homosexualität wurde im 19. Jahrhundert durch die britischen Kolonialherren eingeführt, lesbische Handlungen sind seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2000 illegal. In den letzten Jahren wurde sogar über die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle debattiert. Auch viele evangelikale Aktivisten aus den USA heizen die Stimmung im Land an. Eine große Mehrheit der Bevölkerung unterstützt den homophoben Kurs: So erklärten laut "Pew Research Center" 2013 ganze 96 Prozent der Befragten, dass Homosexualität gesellschaftlich nicht akzeptiert werden solle. (dk)



#1 TheDadProfil
  • 25.07.2016, 13:39hHannover
  • Eine Abschiebung in diesen Staat ist ein Bruch der Menschenrechte..

    Und das ausgerechnet von Dänemark ?

    Die Frauen müssen vor dem EuGH klagen !

    Und andere Staaten müssen Asyl bieten !
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#2 AlexAnonym
#3 LorenProfil
#4 TheDadProfil
  • 25.07.2016, 21:04hHannover
  • Antwort auf #3 von Loren
  • Stimmt alles..

    Aber Dänemark gilt in Europa neben den Niederlanden als Vorreiter für LGBTTIQ*-Rechte..

    Haben die nicht erst letztes Jahr aus Russland geflüchteten LGBTTIQ*-Aktivisten Asyl angeboten und gewährt ?

    Oder ist das nun auch noch ein "Hautfarben"-Problem, weil die drei Frauen aus einem Afrikanischem Land stammen ?

    Dänische Rechtspopulisten sind keine besseren Nazi`s als anderswo..
    Von denen habe ich nichts anderes erwartet..

    Aber das Beispiel Dänemark zeigt hier auch auf, was uns 2017 blühen kann, wenn die Mutti mit einer Minderheits-Regierung weiter regiert, und sich von der AFD "dulden" läßt..

    Wer sich mit solchen Leuten einläßt gibt Demokratie und Menschenrechte preis..
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#5 markusbln11Anonym
  • 26.07.2016, 08:19h

  • LGBT-rechte sind unveräusserlich. Dänemark handelt damit entgegen der internationalen menschenrechts-konventionen. Für ein land innerhalb der EU ist das unakzeptabel.

    Europa muss ein sicherer hafen für verfolgte lgbt sein und bleiben. Trotz des allerorts hoffähigen rechtsextremismus. Demokraten müssen hier standhaft bleiben.
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#6 OrthogonalfrontAnonym
  • 26.07.2016, 12:47h
  • LGBTTIQ sollten überall im Westen uneingeschränktes Asylrecht genießen. Hier wird wieder mal auf dem Rücken von LGBTTIQ ein viel größeres Problem (ungezügelter Zuzug von Wirtschaftsflüchtlingen) ausgetragen. LGBTTIQ sind außerhalb der westlichen Welt fast überall verfolgt und unterdrückt. Das trifft ansonsten in diesem Umfang nur noch auf die Juden zu, die wenigstens in Israel immer willkommen sind. LGBTTIQ hingegen haben auf dieser homophoben Welt einfach keine verlässliche Zufluchtsstätte. Das muss schnell geändert werden.
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#7 EHkaAnonym
  • 26.07.2016, 17:45h

  • Das stimmt, die LGBTSI brauchen einen eigenen Staat wohin sie immer flüchten können.
    Wir brauchen so etwas wie den Vatikan, oder Israel oder man kauft sich eine griechische Insel um einen eigenen Staat zu errichten.
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#8 TheDadProfil
  • 26.07.2016, 19:16hHannover
  • Antwort auf #6 von Orthogonalfront
  • ""LGBTTIQ sollten überall im Westen uneingeschränktes Asylrecht genießen. Hier wird wieder mal auf dem Rücken von LGBTTIQ ein viel größeres Problem (ungezügelter Zuzug von Wirtschaftsflüchtlingen) ausgetragen.""..

    Nimmt man die Informationen aus dem Artikel zu Rate, könnte man den Eindruck gewinnen, Dänemark lehnt den Asylantrag der Drei Frauen ab, weil es sie als Wirtschaftsflüchtlinge betrachtet..
    Denn offensichtlich sind die Drei Frauen ja nicht wegen des Fluchtgrundes "Verfolgung als Lesbe" anerkannt worden..

    Wie kommst Du eigentlich auf die absurde Idee, hier eine Gruppe von Flüchtlingen gegen eine andere ausspielen zu wollen ?

    Willst Du etwa behaupten die EU würde mehr LGBTTIQ*-Flüchtlinge aufnehmen können, wenn es weniger Wirtschaftsflüchtlinge gäbe ?

    Das ist so ungefähr das seltsamste Konstrukt, das ich je dazu lesen durfte..

    Übrigens ist "Westen" auch so ein absurdes Gedankenkonstrukt, das verhindern soll "alte Feindschaften" als für beendet anzusehen..

    Beispielsweise könnte auch Südafrika vermehrt LGBTTIQ*-Asylsuchende aus Afrikanischen und Arabischen Ländern aufnehmen..

    ""Das trifft ansonsten in diesem Umfang nur noch auf die Juden zu, die wenigstens in Israel immer willkommen sind.""..

    Die dann aber ihre Partner*innen nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten mitbringen dürfen, wenn diese z.B. aus einem arabischem Land stammen..

    ""LGBTTIQ hingegen haben auf dieser homophoben Welt einfach keine verlässliche Zufluchtsstätte.""..

    Was daran liegen könnte daß Menschen neben der Sexuellen Identität zusätzlich noch Eigenschaften wie "unerwünschte Religionen" und "fremde Ethnie" mitbringen, und sich die aufnehmenden Gesellschaften auch "im Westen" immer noch nicht "rassismus-frei" verhalten..

    Schon einmal darüber nachgedacht ?
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#9 OrthogonalfrontAnonym
  • 26.07.2016, 20:49h
  • Antwort auf #8 von TheDad

  • Du verkomplizierst die Angelegenheit über alle Maßen um zum Schluss wieder resignierend die Hände in den Schoß zu legen, weil ja angeblich alles so megakompliziert und unlösbar ist. Wie üblich...

    Nicht schwatzen, machen! Darüber schon mal nachgedacht???
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#10 TheDadProfil
  • 26.07.2016, 22:03hHannover
  • Antwort auf #9 von Orthogonalfront
  • ""Du verkomplizierst die Angelegenheit über alle Maßen um zum Schluss wieder resignierend die Hände in den Schoß zu legen,""..

    Was ist daran nun "verkompliziert", und woher nimmst Du deine Informationen was ich persönlich dagegen unternehme oder unterlasse ?

    Du reagierst hier wie üblich mit einem persönlichem Angriff auf einen klaren Vorwurf, in einem Kommentar verschiedene Opfer-Gruppen gegeneinander auszuspielen !
    Das bleibt schäbig !

    ""Nicht schwatzen, machen! Darüber schon mal nachgedacht???""..

    Hab ich..
    Mein Anschreiben an die zuständige Behörde ist am Tag des Artikels raus..
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