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Ende des Bürgerkriegs in Sicht

Kolumbien: LGBT-Rechte in FARC-Friedensabkommen


Die marxistischen Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbien, kurz FARC) kämpfen seit 1964 mit Waffengewalt gegen den kolumbianischen Staat

Die kolumbianische Regierung und die linksgerichtete FARC-Guerilla wollen in ihrem Friedensabkommen die Rechte sexueller und geschlechtlicher Minderheiten festschreiben.

In einer Grundsatzeinigung, die am Sonntag in der kubanischen Hauptstadt Havanna vorgestellt wurde, wird Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans-Personen ein "gleichberechtigter Zugang" zu staatlichen Leistungen versprochen. Es sei ein "Novum", dass Gleichstellungsfragen Eingang in einen Friedensvertrag fänden, sagte Kolumbiens Außenministerin María Ángela Holguín.

Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) kämpfen seit über 50 Jahren gegen den kolumbianischen Staat und die Macht der Großgrundbesitzer. In dem Bürgerkrieg wurden Schätzungen zufolge über 250.000 Menschen, größtenteils Zivilisten, getötet und 6,5 Millionen Menschen vertrieben.

Die Friedensgespräche zwischen Regierung und Rebellen hatten im November 2012 in der kubanischen Hauptstadt begonnen. Am 22. Juni vereinbarten beide Seiten einen endgültigen Waffenstillstand. Das Friedensabkommen, das u.a. eine Übergangsjustiz, landwirtschaftliche Entwicklungsprogramme in den Hochburgen der Rebellen sowie die künftige politische Beteiligung der Guerilla vorsieht, muss von der kolumbianischen Bevölkerung in einem Referendum bestätigt werden.

Kolumbien gilt bei LGBT-Rechten als Vorreiter in Südamerika. Im Frühjahr hatte das Verfassungsgericht die Ehe für lesbische und schwule Paare geöffnet (queer.de berichtete). (cw)



#1 LGBTRightsAnonym
#2 Angela MerkelAnonym
#3 Johannes45Anonym
  • 26.07.2016, 11:35h
  • Ein Skandal, dass gerade die Länder Kuba, Nicaragua und Venezuela in Mittel- und Südamerika bis heute keine Öffnung der Standesämter umgesetzt haben.

    Gerade die Länder, die zu Zeiten des "Kalten Krieges" mit der Sowjetunion ideologisch links verbunden waren, versagen bei LGBT-Rechten auf ganzer Linie.
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#4 DirkAnonym
  • 26.07.2016, 19:25h
  • Antwort auf #3 von Johannes45

  • Nur gut dass das so hervorragend in Deutschland läuft...
    Mal abgesehen davon, dass das nichts mit dem Thema zu tun hat, wie kommst du darauf das Venezuela im kalten krieg links oder mit der Soviet union in irgendeiner Weise verbunden war?
    Aber vielleicht verbreitest du auch einfach nur Desinformation. Kann das sein??
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#5 TheDadProfil
  • 26.07.2016, 20:04hHannover
  • Antwort auf #3 von Johannes45
  • ""Ein Skandal, dass gerade die Länder Kuba, Nicaragua und Venezuela in Mittel- und Südamerika bis heute keine Öffnung der Standesämter umgesetzt haben.""..

    Äh ?
    Venezuela ? Nicaragua ?
    Mal nachgeschaut seit wann die "Links" sind ?

    ""Gerade die Länder, die zu Zeiten des "Kalten Krieges" mit der Sowjetunion ideologisch links verbunden waren, versagen bei LGBT-Rechten auf ganzer Linie.""..

    Äh ?
    Zwei Beispiele gefällig die das Konstrukt "versagen auf ganzer Linie" zum Einsturz bringen ?

    Der Vatikan war nicht mit der SU "verbunden"..
    Und ist trotzdem der Hort der Homophobie..

    Südafrika war mit der SU verbunden..
    Und hat die Ehe für LGBTTIQ* und die Gleichberechtigung der Bürger eingeführt..

    Es liegt nicht immer an den "alten Feindschaften" die Leute wie Du gerne immer noch im Kopf haben..

    Mit Estland hat eine ehemalige Sowjet-Republik die ELP eingeführt..
    In Litauen ist die ELP in der Beratung..
    Andere ehemalige Satelliten-Staaten wie Slowenien, Tchechien, Kroatien und Ungarn haben die ELP..
    Ungarn berät immer noch die Einführung der Ehe..

    Und am Ende liegt dann doch nicht immer alles "an der SU", wie du hier suggerieren willst, wenn wie in Serbien die Orthodoxe Kirche ein Referendum gegen Menschenrechte erzwingt !
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#6 markusbln11Anonym
  • 26.07.2016, 22:07h

  • Nun, wir dürfen und darüber freuen, dass sich in kolumbien die kontouren einer modernen, friedlichen und weloffenen gesellschaft abzeichnen, in der lgbt ihren anerkannten platz haben.

    Abet a propos. Abseits aller links-rechts schemata. Venezuela, bolivien und cuba haben bei den lgbt-rechten einiges nachzuarbeiten. Das gilt aber unter anderem auch für belize, jamaica oder british guyana.
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