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  • 12. April 2005, noch kein Kommentar

München Rund 15 Jahre nach der Ermordung des Schauspielers Walter Sedlmayr gibt es neue Spuren in dem Fall, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Nun seien zwei mutmaßliche Komplizen ins Visier der Ermittler geraten. Wie die Zeitung berichtet, will die Strafkammer am Landgericht Augsburg in den nächsten 14 Tagen entscheiden, ob das Verfahren gegen die verurteilten Mörder Wolfgang W. und Manfred L. noch einmal aufgerollt wird, da es Hinweise auf zwei Komplizen gebe. Bei einem handele es sich um einen vorbestraften 44-Jährigen, dessen Fingerabdruck in der Sedlmayr-Wohnung 1998 eindeutig identifiziert werden konnte. Der Mann aus Ingolstadt hatte sich einen Tag nach dem Mord nach Spanien abgesetzt. Bei einem Verhör 2001 in Marbella hatte er bestritten, die Wohnung des Schauspielers je betreten zu haben - obwohl der Spurenfund dies widerlegte. Mangels weiterer Beweise konnte der Verdächtige damals jedoch nicht belangt werden. Jetzt werde Ralf Z. durch die Aussage eines Landwirts aus Landau an der Isar erneut belastet, berichtet die Zeitung. Außerdem ist den Angaben zufolge ein Bekannter von W. ins Visier der Fahnder geraten, der mit einer Uhr von Sedlmayr gesehen worden sein soll. Er hatte zur Tatzeit Hafturlaub und konnte kein Alibi vorweisen. L. und sein Halbbruder W. waren am 21. Mai 1993 wegen Mordes an Sedlmayr zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft München I gibt ihren Anträgen auf Wiederaufnahme wenig Chancen. "Wir gehen davon aus, dass das Wiederaufnahmeverfahren erfolglos bleiben wird", sagt Sprecher Anton Winkler. Der Fall des ermordeten, schwulen Volksschauspielers hatte damals für Furore gesorgt, Medien hatte von einem Mord im "Stricher- und Homomilieu" gesprochen. (pm)



Der Mörder kam von hinten

Am 6. Januar 2006 wäre der Volksschauspieler Walter Sedlmayr 80 Jahre alt geworden. Mit seinem Tod kam seine Homosexualität ans Licht.