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"Love trumps hate" (Liebe sticht Hass aus) ist eines der Mottos des Parteitages

Auf ihrer "Convention" umwirbt Hillary Clintons Partei LGBT-Wähler. Die Partei berief auch eine Rekordzahl an Delegierten aus der Community, die Clinton zur Kandidatin krönen sollen.

Die US-Demokraten haben am Montagabend auf ihrem Parteitag in Philadelphia ein Wahlprogramm beschlossen, in dem der besondere Schutz der Grundrechte von LGBT betont wird. Das 55-seitige Dokument (PDF) enthält den Abschnitt "Lesbische, schwule, bisexuelle und Transgender-Rechte garantieren"; diese Fragen werden zudem auch an anderen Stellen des Programms erwähnt, ebenso wie Frauenrechte und die Rechte von Minderheiten wie Schwarzen oder Latinos.

Die Entscheidung des Supreme Courts aus dem vergangenen Jahr, die Ehe landesweit für Schwule und Lesben zu öffnen, wird im Programm ausdrücklich begrüßt. Es sei aber darüber hinaus "noch viel Arbeit" zu tun, heißt es. Das Programm fordert deshalb unter anderem einen umfassenden Antidiskriminierungsschutz für LGBT. Derzeit schützen nur rund die Hälfte der Bundesstaaten Menschen vor Diskriminierung aufgrund deren sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität im Arbeits- und Zivilrecht. Ein Bundesgesetz erwähnt gegenwärtig lediglich Merkmale wie Geschlecht, Rasse, Behinderung oder Religion. Auch gegen Mobbing an Schulen und Hassgewalt müsse vorgegangen werden.

Das Programm setzt sich damit vom Wahlprogramm der Republikanischen Partei von Präsidentschaftskandidat Donald Trump ab. Darin wird unter anderem gefordert, Schwulen und Lesben das Recht auf Ehe wieder zu entziehen (queer.de berichtete).

Youtube | Das Thema LGBT-Rechte spielt auf dem Parteitag eine große Rolle

11,5 Prozent LGBT-Delegierte

In diesem Jahr machen LGBT 11,5 Prozent der Parteitagsdelegierten aus. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2012 betrug ihr Anteil noch 7,8 Prozent. Auch andere Minderheiten sind bei den Delegierten stark repräsentiert. Damit, so heißt es aus der Parteiführung, sollen frische Perspektiven in die Partei integriert werden.

Auf dem Parteitag sollen in den nächsten Tagen auch mehrere LGBT-Aktivisten zu Wort kommen. Am Donnerstag wird etwa Sarah McBride von der Human Rights Campaign eine Rede halten – als erste Transperson bei einem solchen Event in der US-Geschichte.

Clintons Krönung

Am Dienstagabend soll Hillary Clinton offiziell zur demokratischen Präsidentschaftskandidatin ernannt werden. Sie wäre die erste Frau in einer der beiden großen amerikanischen Volksparteien, die als Kandidatin für das höchste politische Amt aufgestellt wird. Die 68-Jährige hatte den Vorwahlkampf gegen Senator Bernie Sanders gewonnen.


Hillary Clinton, hier bei einem Wahlkampfauftritt in Brooklyn, muss sich bei der Wahl am 8. November Donald Trump stellen.

Sanders hielt am Montag eine Parteitagsrede und forderte seine Anhänger auf, Clinton zu unterstützen. Der linksgerichtete Politiker aus Vermont erreichte mit seinem Wahlkampf, dass sowohl Clinton als auch das Wahlprogramm viele seiner Initiativen aufgegriffen hat. So sollen Studiengebühren für Kinder von Familien mit einem Jahreseinkommen unter 125.000 US-Dollar abgeschafft werden und der Mindestlohn auf 15 Dollar pro Stunde verdoppelt werden. Zudem wird eine Reform des Finanzmarkts und eine Legalisierung von Marihuana angestrebt.

Von einem erfolgreichen Krönungsparteitag erhofft sich Clinton, die in der Öffentlichkeit unter Glaubwürdigkeitsproblemen leidet, einen Schub in den Umfragen. Derzeit liefert sie sich mit Trump ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beobachter erwarten in den kommenden drei Monaten einen besonders schmutzigen Wahlkampf, in dem am Ende die Mobilisierung der eigenen Anhänger über den Wahlsieg entscheiden wird. (dk)



#1 GeorgGProfil
  • 26.07.2016, 18:34hBerlin
  • In guten Zeiten leisten sich die Leute den Luxus, LGBT-Leute zu wählen.

    Wenn es ihnen aber schlecht geht, wenn sie Angst haben vor der Zukunft und nach Terroranschlägen, wählen sie den starken Mann.
    Trump verspricht ihnen Sicherheit und Befreiung vom Terror. Deswegen wird es Trump sein, der die Wahlen gewinnt.
    Dann kommen harte Zeiten auf Schwule und Lesben zu.
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#2 TheDad
  • 26.07.2016, 18:56h
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • Weil es "schlechte Zeiten" sind wählt man also Trump. der dann "schlechte Zeiten" bringt..

    Was Du hier umständlich beschreibst ist ein
    "sich-selbst-erhaltendes-System"
    das gleichsam als self fulfilling prophecy daherkommt..

    Kein vernünftiger Mensch kann einen Mann wie Trump zum Präsidenten wählen !
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#3 ursus
  • 26.07.2016, 18:59h
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • >"In guten Zeiten leisten sich die Leute den Luxus, LGBT-Leute zu wählen."

    "leisten"? demnach verursacht eine solche wahl kosten? welche denn?

    "luxus"? das ist kein luxus, sondern ein zeichen konsequenter demokratie und gleichberechtigung. siehst du die als luxus?

    >"Wenn es ihnen aber schlecht geht, ... wählen sie den starken Mann."

    wer es nötig hat, so viele menschliche sündenböcke gleichzeitig aufzubauen, ist nicht stark. ganz im gegenteil. da wird keine "stärke" gewählt, sondern eine erbärmliche simulation von überlegenheit auf kosten anderer. erstaunlich finde ich lediglich, dass es wirklich so viele menschen zu geben scheint, die trump für einen "starken mann" halten. gewitzt vielleicht, politisch geschickt sicherlich, aber stark - ganz sicher nicht.
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#4 markusbln11Anonym
  • 26.07.2016, 19:24h

  • Gute zeiten, schlechte zeiten. Die schweiz hat homosexualität in 1940 entkriminalisiert. Bestimmt keine guten zeiten in europa.

    Es kommt auf die mission an, auf die gabe, menschen zu überzeugen. Und die demokratische partei liefert, was wir erhofften. Jetzt muss sich hillary und ihr team das auch mit passion zu eigen machen, also den menschen die reale vision einer gesellschaft ohne diskriminierung näher bringen.

    Und das wird sie dann auch als siegerin am wahltag durch das ziel tragen. Amerika hat eine mehrheit für eine offene und moderne gesellschaft.
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#5 TheDad
  • 26.07.2016, 19:26h
  • Antwort auf #3 von ursus
  • "" "leisten"? demnach verursacht eine solche wahl kosten? welche denn?""..

    Selbstverständlich verursacht eine Wahl Kosten..
    Aber "GeorgG" meint mit "leisten" dann wohl eher "Folgen" als "Kosten"..
    Eine Folge könnte sein daß die Gesellschaft freier und gleichberechtigter wird..

    Das macht Menschen wie ihm unglaubliche Angst..
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#6 goddamn liberalAnonym
#7 userer
  • 27.07.2016, 13:02h
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • "GeorgG" impliziert also Folgendes:

    - "LGBT-Leute sind schwach."
    - "LGBT-Leute sind nicht in der Lage, Sicherheit zu bieten."
    - "LGBT-Sichtbarkeit ist ein entbehrlicher Luxus."

    Deutlicher als er selbst, kann man seine rechtslastige Schwulenverachtung wohl kaum unter Beweis stellen.
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#8 MariposaAnonym
  • 27.07.2016, 18:22h
  • Nein, ich werde dennoch wohl kein Fan mehr von Mrs. Clinton und ich lebe definitiv lieber in Deutschland bzw. Europa, ihr aber die Daumen zu drücken ist ja wohl mehr als selbstverständlich.
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