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  • 27.07.2016, 08:59h           137      Teilen:   |

Eine kleine Erklärungshilfe

Alle Heteros sind homophob

Artikelbild
Homosexualität ist die Aufhebung der Heterosexualität, schreibt Fabian Goldmann in diesem Gastbeitrag

Heterosexualität wird nicht von irgendeinem Gen an- und ausgeschaltet. Es ist ein kulturelles Konzept, das erst durch die Abwertung gleichgeschlechtlicher Liebe, Sex und Zuneigung entstanden ist. Ein feministischer Zwischenruf.

Von Fabian Goldmann

In letzter Zeit hätte man die Welt für homosexuellenfreundlich halten können. Politiker_innen setzen sich öffentlich für die Ehe-Öffnung ein. Regenbogen-Fahnen prangen von Facebook-Profilbildern und der Eiffelturm erstrahlt in bunten Farben. Auf den Straßen demonstrieren Tausende für mehr LGBTQI-Rechte. Und ständig versichert irgendein Kumpel, "selbstverständlich kein Problem mit Schwulen" zu haben. Nur der Nachsatz, der dann meist folgt, zerstört dann doch ebenso selbstverständlich die Illusion einer schwulenfreundlichen Wert: "Ich bin aber hetero."

Heterosexuelle sind homophob. Nein, nicht nur jene 25 Prozent, die laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage Homosexualität für "unmoralisch" halten. Auch nicht nur die 40 Prozent, die es "ekelhaft" finden, wenn sich Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit küssen. Nein, alle Heteros sind homophob. Alle! Und das nicht nur, weil sie in einer homophoben Gesellschaft aufwachsen. Heteros sind homophob, weil sie Heteros sind. Oder besser: Weil sie zu Heteros gemacht wurden.

"Ich steh nun mal nur auf Frauen", würde mein Kumpel jetzt erwidern. Daran ist nichts verkehrt. Die Frage ist nur: Warum tut er das? Ginge es nicht auch anders? Natürlich ginge es anders. Heterosexualität wird nicht von irgendeinem Gen an- und ausgeschaltet. Es ist ein kulturelles Konzept, das erst durch die Abwertung gleichgeschlechtlicher Liebe, Sex und Zuneigung entstanden ist.

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Den Anfang machte die katholische Kirche

Um das zu verstehen, hilft ein Blick in die Geschichte: Wann die Idee von einer "heterosexuellen" Normalität in die Welt kam, ist schwer zu sagen. In Europa begann die katholische Kirche im 13. Jahrhundert massiv ihre Vorstellung von einer gottgewollten Sexualmoral zu propagieren. Diese orientierte sich damals zwar noch eher an den Praktiken (anal = schlecht, vaginal = gut), aber die Idee von einer "natürlichen" und "widernatürlichen" Sexualität war geboren. Sich neben der Ehefrau noch einen Liebhaber gönnen? Das endete im mittelalterlichen Europa oft mit dem Scheiterhaufen.

600 Jahre später waren es Psychiater, die im 19. Jahrhunderts aus der religiös legitimierten Zweiteilung der Sexualität eine medizinische machten. "Heterosexualität" wurde zum Symptom einer gesunden Lebensweise, jede Abweichung zur Krankheit erklärt. Die psychiatrische Zwangseinweisung ersetzte die Verfolgung von Sodomiten, die medizinische Behandlung die Teufelsaustreibung. Aus der Ablehnung sexueller Praktiken wurde die Ablehnung einer "kranken" sexuellen Identität. "Normal" war nur der, der sich zur "gesunden" Form von Liebe und Sex bekannte: der Heterosexuelle.

Es war und ist das Verdienst der Lesben- und Schwulenbewegung, diese Zuschreibungen verändert zu haben. Aus "pervers" machten sie "anders", aus "unnatürlich" "gleichberechtigt". Doch die Zweiteilung aufheben, konnten auch sie nicht.

Dass diese Zweiteilung eine kulturelle und soziale und keine biologische ist, zeigt auch der Blick auf Zeiten und Orte, in der sie keinen Bestand hatte: Über 1.000 Jahre lang überlieferten Dichter von Andalusien bis Persien eine homoerotische und homosexuelle Selbstverständlichkeit, die Europa völlig fremd ist und war. Von China bis Äthiopien konnten Männer bis ins 19. Jahrhundert andere Männer lieben, ohne von einer gesellschaftlichen Norm abzuweichen. Dass es weit mehr von ihnen als im heutigen Europa auch taten, lag nicht daran, dass in China mehr Schwule geboren werden. Es liegt daran, dass es die Stigmatisierung von Sexualpraktiken, die Idee einer heterosexuellen Normalität, die Vorstellung, man könne nur das eine oder das andere sein, lange Zeit nicht gab.

"Männer lassen sich nicht in zwei voneinander getrennte Populationen teilen: heterosexuell und homosexuell. Nur der menschliche Verstand erfindet Kategorien. […] Die echte Welt ist ein Kontinuum", schrieb Alfred Charles Kinsey 1948. Seine Thesen lösten nicht nur in den 1960er Jahren die sexuelle Revolution mit aus, sie wurden später auch von Neurobiologen bestätigt: Es gibt keinen hetero/homo-Schalter im Kopf.

Eintrittskarte in den Club der Normalen



Dies dürften auch die meisten "Hetero"-Männer schon einmal gemerkt haben. Dann zum Beispiel, wenn sie im Suff ihren pubertierenden Kumpels gestanden, doch manchmal homoerotische Fantasien zu pflegen. Trotz Homo-Ehe und Regenbogenfahnen-Inflation: Der Anteil jener Männer, die diesen Fantasien auch nachgehen, ist historisch gering: Noch in den 1970ern machte in Deutschland jeder fünfte männliche Pubertierende gleichgeschlechtliche Erfahrungen. Heute ist es nur noch jeder zwanzigste.

Dies liegt nicht daran, dass heute mehr Heteros geboren werden, sondern daran, dass Heterosexualität heute den Charakter einer Bekenntnisreligion mit Ausschließlichkeitsanspruch angenommen hat. Das Bekenntnis "Hetero" spiegelt nicht die eigene sexuelle Identität wider. Stattdessen generiert sich die eigene sexuelle Identität zum großen Teil aus einem gesellschaftlichen Zwang zum Bekenntnis. Heterosexualität bedeutet, sich selbst zu vergewissern, nicht "pervers", "krank", "anders", oder einfach nur "so" zu sein. Sie ist die Eintrittskarte in den Club der Normalen. Und diese kann einem mit nur einem falschen Kuss, einer zu innigen Umarmung, einer Nacht jederzeit abgenommen werden.

Wie der Umgang mit dem gleichen Geschlecht zumindest etwas besser gelingen kann, kann der "heterosexuelle" Mann übrigens von jenen Menschen lernen, zu denen er sich vermeintlich ausschließlich hingezogen fühlt: Frauen. Mit Absicht handelt dieser Text weder von Lesben noch von heterosexuellen Frauen. Denn auch wenn der gesellschaftliche Zwang zum Bekenntnis auch auf Frauen lastet – Frauen, die sich als Hetero bekennen, gehen oft unverkrampfter mit dem eigenen Geschlecht um, können sich umarmen, küssen, in einem Bett schlafen und zumindest während der Pubertät mit der besten Freundin knutschen, ohne sozial geächtet zu werden. Der Grund: Wie so vieles in patriarchalischen Gesellschaften wurde auch das Konzept der Heterosesexualität um Männer herum konstruiert.

Noch bessere Rolemodels findet der Hetero-Mann allerdings dort, wo die meisten schon an der Türschwelle in Identitätskonflikte gestürzt werden: im nächsten Gay-Club. Denn Homosexualität ist in der Praxis nicht nur das Gegenstück zu Heterosexualität, Es ist dessen Aufhebung. Kaum ein Homosexueller dürfte ein schlechtes Gewissen wegen eines hetero-erotischen Traums haben. Kaum ein Schwuler dürfte auf die Idee kommen, sich vor seinen Eltern als "straight" zu outen, weil er auf der letzten Party mit einer Frau rumgeschnutscht hat. Und kaum jemand, der "einfach mehr Lust auf Männer hat" muss dies seinen "heterosexuellen" Kumpels und sich selbst ständig versichern. Das soll nicht heißen, dass Mann schwul sein muss, um seiner Homophobie zu entkommen. Es reicht, sich von der Idee zu verabschieden, ein Hetero zu sein.

Dieser Artikel steht unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-ND 3.0.

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Tags: heterosexualität
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Reaktionen zu "Alle Heteros sind homophob"


 137 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
27.07.2016
09:19:27


(+12, 14 Votes)

Von homohetero


Einen Schritt weiter gedacht bedeutet das, dass jedes Coming Out eines "homos" homophob wäre, weil es Kategorisierungen reproduziert.


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#2
27.07.2016
09:28:25


(-1, 17 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


gehts noch ne Nummer kleiner an Polemik in diesem Pamphlet? Ziemlich schrill


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#3
27.07.2016
09:39:55


(+4, 12 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von homohetero


nein, das comining out wie wir es handhaben, ist nur die zwangsnotwendige abarbeitung eben der vorgegebenen heteronormativen erwartungen.

mir war das von fabian vorgetragene zwar alles nichts neues, aber gut es mal wieder gehört/gelesen zu haben!


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#4
27.07.2016
09:47:32
Via Handy


(-15, 25 Votes)

Von LoveHeteros


Wer so eine ausgrenzende Scheisse schreibt, der muss sich nicht wundern wenn er keine gesellschaftliche Anerkennung bekommt. Dieser Text ist nichts anderes als die Verbreitung eines neuen, diesmal sexuellen Rassegesetzes. Die Radikalisierung nimmt ihren Lauf, und durch solche Texte ist es nur noch einen Schritt hin zu einem sexuellen Bürgerkrieg. Es wird jetzt endlich klar, was die Genderfraktion will: Krieg!


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#5
27.07.2016
09:52:40
Via Handy


(+6, 16 Votes)

Von Tamak


Da hat wohl einer zu viel Judith Butler gelesen. Klar Sexualität ist ein (biologisches!) Spektrum. Auch stimmt es, dass Männer in der Mitte dieses Spektrums seltener ihre homosexuelle Seite explorieren als früher.

Ändert nichts daran, dass sexuelle Orientierung so angeboren ist wie die Haarfarbe. Einer meiner besten Kumpels ist stockhetero und gleichzeitig der am wenigsten homophobe Mensch den ich kenne. Wenn ihn jemand "schwul" nennt lässt er das meistend einfach so stehen, weil es ihm scheiß egal ist, was andere über ihn denken. Umgekehrt kenne ich Heteros mit leichten Bi-Tendenzen, die jede Form von Homosexualität von sich weisen und ihre Abneigung gegen sich selbst nach außen projizieren. Das macht Homo- und Heterosexualität aber nicht zu "sich selbst konstituierenden kulturellen Sprechakten". Solche Verhaltensweisen sind vielmehr das Produkt eines verfehlten sozialen Umgangs mit biologisch determinierten Begebenheiten.


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#6
27.07.2016
10:06:56


(+5, 7 Votes)

Von Shinkaishi
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Der Autor verwendet hier selbst die Kinsey Skala, ehrlich gesagt scheint er sie jedoch bewusst nicht korrekt darstellen zu wollen:

Sexualität ist ein Kontinuum, das zeigt sowohl Kinseys Studie, als auch die Tatsache, dass in vielen Kulturen homosexuelle Beziehungen zum normalen Spektrum des Sexualverhaltens gehörten.

Die Kinsey Skala hat jedoch auch Extrema, nämlich sowohl die 6, als auch die 0, exklusiv homo- oder heterosexuell.

Gibt es viele eigentlich bis zu einem gewissen Grad bisexuelle, die sich einem binären Modell anpassen?
Höchstwahrscheinlich ja, aber woher nimmt der Autor die Gewissheit, dies für alle Männer postulieren zu wollen?

Als Vergleich: In Gesellschaften, in denen extrem Druck ausgeübt wird, um homosexuelle Verhalten zu unterdrücken, gibt es trotzdem Menschen, die so wenig in heterosexuellen Beziehungen funktionieren können, dass sie entweder asexuell oder homosexuell leben.
Soll dies nicht auch für Heterosexuelle gelten?

Wollen wir ernsthaft nach Jahrhunderten von "Schwulsein ist Sünde" mit "Heterosexualität ist eine kulturelle Zwangsneurose" kontern?
Ist dies nicht ausgesprochen anmaßend und intolerant?

Zu dem Punkt der Häufigkeit von "Erfahrungen mit gleichgeschlechtlichem Sex", ich denke hierbei sollte auch ein Punkt Erwähnung finden: homosexuelle Sexualkontakte lagen (und liegen teilweise immer noch) tendenziell häufiger in Gesellschaften vor, die besonders strikt die Geschlechter voneinander trennen.

Dies ist daher ein zweischneidiges Schwert. IN US Haftanstalten beispielsweise kommen sexuelle Kontakte zwischen Männern sicherlich sehr viel häufiger vor als in der Bevölkerung im allgemeinen, wer hier auch nur eine leichte Tendenz zur Homosexualität hat wird sie auch wahrscheinlich ausleben.
Jedoch sind nicht alle dieser Kontakte positiv, etwa neigen manche Männer in solchen Situationen dazu, meist eher feminin wirkende Männer dazu zu zwingen eine sexuell passive Rolle einzunehmen, ungeachtet dessen, ob dies mit der sexuellen Präferenz des Partners übereinstimmt oder nicht.

Es ist sehr erfreulich, wenn hoffentlich bald jeder mit bisexuellen Neigungen diese auch voll ausleben kann, ohne dafür stigmatisiert zu werden.
Aber ist es vielleicht nicht hilfreicher, gegenüber den selbstversicherten Heterosexuellen einfach offen und gedulig zu bleiben, als ihnen pauschal Homophobie zu unterstellen?

Wenn dies ein "feministischer" Zwischenruf ist, lässt er den Feminismus nicht gerade in einem guten Licht erscheinen.
Wenn hier Frauen als ein positives Beispiel genannt werden, wieso dann nicht auch darauf schauen, wie die Gesellschaft als GANZES Bisexualität (denn hier geht es ja primär um das Kontinuum zwischen Hetero- und Bisexualität und den Unwillen, sich als Bisexueller zu outen) wahrnimmt?
Heterosexuelle Männer scheinen wenig Anstoß an weiblicher Bisexualität zu nehmen, wie sind hierbei die Erfahrungen offen bisexueller Männer in Beziehungen mit Frauen?
Ich kann mich hierbei lediglich darauf stützen, was ich über die Probleme von homo- und bisexuellen Männern in der afroamerikanischen Community las, und hier war die Rhetorik sehr viel härter und anklagender und das auch von Frauen.

Wenn wir erreichen wollen, dass es gerade für Männer nicht mehr die Norm ist, sich möglichst als heterosexuell zu geben, sollten wir besser alle, wirklich alle, offener gegenüber Bisexuellen sein.

Kinseys Studie zeigt, dass die meisten Menschen, und dies sollte uns wenig verwundern, tendenziell eher heterosexuell sind.
Auch historisch betrachtet haben die meisten Menschen mit homosexuellen Erfahrungen am Ende stärker zum anderen Geschlecht tendiert.
Konzepte wie "Lesbian until Graduation" (
Link:
en.wikipedia.org/wiki/Lesbian_until_graduation)

schaffen es , geflügelte Worte zu werden.
In der Antike war dies auch ein verbreitetes Phänomen für heranwachsende Männer. Vielleicht sollten wir uns also bemühen, jungen Männern genau diesen Freiraum zuzugestehen?

Wie die Antike zeigt, ist dies kein Problem von "Mann" oder "Frau", sondern eines dessen, wie wir Menschen basierend auf ihrem Geschlecht behandeln.


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#7
27.07.2016
10:07:50
Via Handy


(+1, 9 Votes)

Von Dankeschön
Antwort zu Kommentar #5 von Tamak


Danke für diese wunderbaren Worte. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen!!!


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#8
27.07.2016
10:23:11


(+2, 6 Votes)

Von maaaartin


der text widerspricht sich und seiner überschrift, da es der aussage zufolge ja auch keine homosexualität gibt. also dann doch alles queer oder haben die "reinen" schwulen dann nur nicht die richtige getroffen oder träumen die falsch oder haben die nur nicht genug gesoffen um mal so richtig männchen weibchen rumzumachen? weil is ja alles so fließend. sind ganz interessante ansätze aber eigentlich stoplert der artikel über sich selbst. und heten (oder die, die sich "durch das westliche gedankenkonstrukt und ihre beschränktheit" dafür halten) werden ihn sowieso in den falschen hals kriegen und sich eher angegriffen fühlen. hübscher input für diskussionen eines queeren publikums. die, die er kritisiert, wird er aber nicht zum denken anregen... überspitzt formuliert - ein bißchen argumentgeschwurbel im eigenen saft.


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#9
27.07.2016
10:35:20


(-3, 15 Votes)

Von NoGenderYesLGBT


Liebe Queer.de,

mit diesem Artikel habt Ihr euch ein weiteres mal Selbstdisqualifiziert. Schön langsam wird es Zeit der QueerenGenderfront parole zu bieten weil Ihr angeblich im Namen von LGBT mehr Schaden anrichtet als es uns nützt. Und nur mal so am Rande. Ich bin selber Schwul und Geoutet etc. aber sehr kritisch was die Genderei betrifft und deshalb bin ich ja in euren Augen Homophob weil andere Meinungen nicht mehr zugelassen werden. Ich werde von HETEROSEXUELLEN mit offenen Armen empfangen und werde nicht ausgegrenzt aber die Verfasserin dieses Artikels lebt gleich Null das was Sie selber propagiert. Ich habe schön langsam diese Propaganda von selbst ernannten Moralapostelaktivisten so satt und lieber meine Hetereokumpels und Frauen als Heterophobe Wichtigtuerinen die durch Ihren Müll einfach nur Gift verbreiten. Ist Femminismus / Gender grundsätzlich abzulehnen, natürlich nicht aber bitte mit ein wenig mehr Vernunft.


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#10
27.07.2016
10:44:57


(-3, 11 Votes)

Von DTB1989


Und da ist sie wieder...die sich als völlig unhinterfragbar darstellende Gender-Theorie, die mithilfe sozialwissenschaftlicher Methoden versucht, die Naturwissenschaften völlig zu entkräften. Der Irrsinn an diesem Artikel ist, dass er Heterosexuellen vorwirft, keine echten Heteros zu sein, aber Homosexuellen erklärt, dass es das fließende Spektrum der Sexualität(en) nur auf der Seite der Heterosexuellen gibt - Homosexualität hingegen ist echt und wahr, der Rest nur durch Erziehung hinzugekommen.

Es gibt ja auch keine Geschlechter und jeder von uns kann sich selbst entscheiden, ob er mal ein Kind zur Welt bringt oder nicht.

Irgendwannsollte man wohl mal einsehen, dass LSBTI eine Minderheit sind und dass das auch vollkommen in Ordnung, OK und gut ist. Viel schlimmer ist es hingegen, die Mehrheit ändern zu wollen, so wie es die Mehrheit einmal mit uns tun wollte.

It's ok to be a minority group.

3, 2, 1...der Shitstorm möge beginnen und die Homophobie-Rufe mögen ertönen


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