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Frankfurt/Oder Weil sie ein schwules Paar bei lebendigem Leib verbrannten, müssen zwei Männer in Brandenburg lebenslang hinter Gitter. Der 30- und der 40-Jährige wurden am Montag vom Landgericht Frankfurt/Oder des gemeinschaftlich begangenen Doppelmordes für schuldig befunden, berichten verschiedene Nachrichtenagenturen. Das Gericht erkannte auf besondere Schwere der Schuld und schloss damit eine Entlassung auf Bewährung nach 15 Haftjahren aus. Es sei erwiesen, dass die Angeklagten am 17. Mai 2004 nach einem Trinkgelage in die Wohnung ihrer Opfer in Buckow östlich von Berlin gestürmt waren. Dort bezichtigten sie einen der Männer einer Vergewaltigung, die es laut Gericht aber nie gegeben hatte. Vor allem die 30 und 40 Jahre alten Haupttäter schlugen und traten ihrem Opfer ins Gesicht, stachen ihm ein 25 Zentimeter langes Brotmesser in den Bauch, brachen ihm den Arm, stachen ihm eine Schere in den Unterleib und versuchten, ihm den Penis abzuschneiden. Anschließend zerschlugen sie eine Bierflasche auf dem Kopf des Mannes und rammten ihm den abgebrochenen Flaschenhals mehrmals in den Bauch. Der Vorsitzende Richter Andreas Dielitz zeigte sich schockiert über das Ausmaß der Brutalität, mit der die Taten begangen wurden. Die Mordmerkmale niedere Beweggründe, Heimtücke sowie Mord zur Verdeckung einer weiteren Straftat seien erfüllt. Zwei 20- und 36-jährige Mitangeklagte müssen für drei Jahre und neun Monate Jugendstrafe sowie siebeneinhalb Jahre in Haft. Mit den Urteilen folgte das Gericht weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Körperverletzung mit Todesfolge plädiert und kündigte Revision an. (pm)



20 Kommentare

#1 wolfAnonym
#2 skydiverProfil
  • 12.04.2005, 16:21hStuttgart
  • Ich bin schockiert über das Ausmaß der Brutalität, mit der die Taten begangen wurden !!! Ich bin froh in einem Rechtsstaat zu leben !!! Jedoch wenn ich lese, das die Verteidigung in diesem besonders schweren Fall auf "Körperverletzung mit Todesfolge plädiert " und Revision einlegen will, fällt es mir doch schwer an sowas wie "Recht" und "Gerechtigkeit" zu glauben...
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#3 JuliaAnonym
#4 joakimAnonym
  • 12.04.2005, 16:48h
  • Ich finde dieses Urteil soweit richtig und wünsche mir für die Zukunft noch mehr solcher Richter die ohne Vorurteile Recht sprechen.Die Verteidiger müssen wohl so reagieren, aber ob sie dies mit ihrem "Gewissen" vereinbaren können möchte ich in Frage stellen. Wir leben, so glaube ich zumindest in einem Rechtsstaat, aber manchmal kann man schon bei einigen Urteilen daran zweifeln, inbesonders bei Urteilen von Kindermisshandlung und Missbrauch
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#5 StefAnonym
  • 12.04.2005, 17:37h
  • Ich finde die Strafen für die "Mittäter" viel zu niedrig!

    Das da Geschehene ist wieder mal ein Beispiel, wozu Proleten fähig sind, wenn homophobe Politiker Homosexualität verdammen. Die Politiker, die mit ihrem Hass das Motiv geliefert haben, haben sich mitschuldig gemacht!!!
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#6 DavidAnonym
  • 12.04.2005, 20:09h
  • Wofür gibt es ein Jugendstrafrecht?!?!?
    Wer mit 18 Jahren alle Rechte als Erwachsener hat und so behandelt wird (oder es will), hat sich auch gefälligst wie ein
    Erwachsener für seine Taten zu verantworten!!!!!!
    Mord bleibt weiterhin Mord und ist dadurch nicht zu entschuldigen!
    In welcher Welt leben wie eigentlich? Dafür habe ich kein Verständnis. Auch nicht für einen schwarzen Balken zum "Schutz" des Verbrechers.
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#7 JuliaAnonym
  • 12.04.2005, 20:23h
  • Im Vorjahr ist in Holland ein Jung, 17 Jahre, verurteilt worden nach dem Erwachsenengesetz, obwohl als er den Tat begang 16 war. 12 Jahre hat er gekriegt.
    Der Richter hat so geurteilt weil es so ein grausamen Tat war.

    Er hat seine Freundin im Auto gelockt und erwürgt, weil jemand anders fuhr. Als sie dan Tot war hat man de Leiche in einer Wiese in Brand gesetzt.

    Die Komplize hat 6 Jahre knast gekriegt.

    Für so ein Greueltat , wie in Brandenburg,sollte der Jüngling auch nach dem Erwachsenengesetz verurteilt worden.
    Mit 18 sollte man doch etwas Verantwortlichkeitgefühl haben nicht.
    Wenn einer schwach begabt ist, wird es eine ander Sache.

    Gruß, Julia.
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#8 RalfAnonym
  • 12.04.2005, 20:55h
  • Vergessen wir nicht, dass an diesem Verbrechen auch die kath. Kirche und evangelikale Kreise schwere Schuld tragen, nicht zuletzt der schon jetzt vergötterte Joh. Paul II. mit seinen Hasstiraden gegen Schwule.
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#9 WernerAnonym
  • 12.04.2005, 22:32h
  • Ein Anwalt hat die Aufgabe, die Interessen seines Klienten vor Gericht zu vertreten. Ist ein Angeklagter nicht in der Lage, einen Anwalt zu benennen, wird ihm ein Anwalt als Plichtverteidiger seitens des Gerichts beigestellt.

    Das zeichnet einen Rechtsstaat aus, das dieses Gestz ist und für jeden gilt, ohne Ansehen der Schuld bzw. des Schuldvorwurfes. Wer also daraus einem Anwalt einen Strick drehen will, weil dieser genau das tut, was das Gesetz von ihm verlangt, sollte sich vor Augen führen, das er im Begriff ist, Selbstjustiz auszuüben.

    Ich kann verstehen, wenn ein besonders grausames Verbrechen jeden auf den Plan ruft, Gerechtigkeit zu üben, aber wir sollten doch endlich so weit sein, das Steinigungen der Vergangenheit angehören. Das Recht auf Verteidigung hat jeder, es einem zu nehmen, bedeutet, es allen zu nehmen.

    Gruß

    Werner
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#10 SvenAnonym
  • 12.04.2005, 22:43h
  • Um Werners Ausfuehrung noch etwas hinzuzufuegen:
    Ich denke, dass der Anwalt ueber dieses Urteil weder erstaunt noch boese ist. Aber wenn er nicht alles fuer seinen Klienten tut, kann man Ihn belangen.
    Aus dieser Sicht habe ich mit dem Vorgehen des Anwalts keine Probleme.

    Ueber die Anwendung des Jugenstrafrechts kann ich keine Aussage machen, da ich nicht den geistigen Entwicklungsstand des Taeters kenne.

    Aber auch von mir noch einmal ein Lob an den Richter, der ohne Vorurteile die HAerte des Gesetzes da ausgepackt hat, wo es noetig war.

    Sven
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