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War jemand Zeuge eines homophoben Übergriffs? (Bild: flickr / Maik Meid / by 2.0)

Der Polizeiliche Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes bittet um Mithilfe bei der Suche nach Zeugen zu einer homophoben Gewalttat, die sich letzten Samstag am Rande des CSDs in einer S-Bahn zugetragen hat.

Ein 23-jähriger Schwuler war auf dem Heimweg vom CSD in einer S-Bahn im Ortsteil Mitte offenbar wegen "seines Erscheinungsbildes" nach homophoben Beleidigungen von zwei ihm unbekannten Männern attackiert worden. Die Täter schlugen ihm dabei mehrfach ins Gesicht und brachen ihm die Nase (queer.de berichtete). Das im Gesicht stark blutende Opfer verließ nach Polizeiangaben den Zug am Bahnhof Alexanderplatz, während die beiden Täter in der Bahn verblieben.

Der ermittelnde Polizeiliche Staatsschutz bittet Zeugen des Vorfalls sich zu melden und fragt: Wer hat das Geschehen beobachtet und kann Angaben zum Tathergang machen? Wer kann Hinweise zu den Tätern geben bzw. diese beschreiben und/oder wiedererkennen? Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben?

Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeilichen Staatsschutz unter der Telefonnummer (030) 4664 – 953 128, per E-Mail am lka351@polizei.berlin.de oder bei einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Die Polizei hatte am Sonntag über einen weiteren homophoben Übergriff auf einen 21-Jährigen und seinen ein Jahr jüngeren Begleiter berichtet, der sich im Wedding ereignete: Demnach sollen die beiden aus einer Gruppe heraus angegriffen worden sein, weil sie sich als Teilnehmer des CSDs geoutet hatten – die Polizei sprach in diesem Fall von "Hasskriminalität" (queer.de berichtete).

Vergangene Woche hatte die Hauptstadt-Polizei ihre Kriminalstatistik veröffentlicht und erklärt, dass sie weit mehr gegen Schwule und Lesben gerichtete Delikte registriert hatte. Der Bericht "Politisch motivierte Kriminalität in Berlin 2015" listet insgesamt 105 Fälle im Unterbereich "sexuelle Orientierung" – 25 mehr als im Jahr zuvor (queer.de berichtete). (cw)



#1 FennekAnonym
  • 28.07.2016, 12:25h
  • Berlin war mal eine Homo-Hochburg, wo LGBTI aus ganz Deutschland hinkamen, um sich endlich sicher fühlen zu können.

    Wie gesagt: Es war einmal...
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#2 GeorgGProfil
  • 28.07.2016, 12:26hBerlin
  • "Wer kann Hinweise zu den Tätern geben bzw. diese beschreiben und/oder wiedererkennen? "

    Das Opfer kann keine Beschreibung geben?
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#3 BerlinerProfil
  • 28.07.2016, 16:52h Berlin

  • Das zeigt, dass es nicht reicht einmal im Jahr Präsenz zu zeigen.
    Wenn selbst zum weithin bekannten CSD solche Übergriffe stattfinden, müssen wir zeigen, dass die Opfer nicht alleine sind und das die Polizei und Politik in der Verantwortung sind alle Menschen gleich zu behandeln und zu schützen. Es gibt noch einige CSDs und Veranstaltungen dieses Jahr. Schnappt euch eure Freunde und fahrt hin - es ist wichtig!
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#4 Julian SAnonym