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  • 28.07.2016, 15:40h           10      Teilen:   |

Verfolgung

Marokko: Zwei Männer wegen Homosexualität im Gefängnis

Artikelbild
Blick auf den Hafen der Stadt Agadir, in dem die beiden Männer zu Haftstrafen verurteilt worden sind (Bild: flickr / Vicky Sorsby / cc by 2.0)

Das nordafrikanische Land, dem die Bundesregierung das Prädikat "sicherer Herkunftsstaat" verleihen will, hat erneut mutmaßliche Schwule verurteilt.

"Human Rights Watch" beklagt, dass in Marokko zwei Männer wegen Homosexualität eingesperrt worden sind. Wie die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag mitteilte, sind bereits am 30. Juni ein 23-Jähriger und ein 46-Jähriger von einem Berufungsgericht in der Hafenstadt Agadir zu Haftstrafen verurteilt worden, die sofort vollstreckt wurden. Ein Mann erhielt eine sechswöchige Gefängnisstrafe, der andere drei Monate. Beide Männer hatten keinen rechtlichen Beistand, weil angeblich kein Anwalt die Angeklagten vertreten wollte.

Den Verurteilten war vorgeworfen worden, an einer abgelegenen Seitenstraße in der Nähe der Stadt Guelmim in ihrem Auto Sex gehabt zu haben. In erster Instanz waren sie zu sechs Monaten Haft verurteilt worden (queer.de berichtete).

Es gibt immer wieder Berichte über Verurteilungen von mutmaßlichen Homosexuellen in Marokko. Menschenrechtsaktivisten fordern schon lange, dass Marokko endlich den Strafrechtsparagrafen 489, der gleichgeschlechtliche Liebe unter Strafe stellt, abschafft – ebenso wie Paragraf 490, der außerehelichen Sex verbietet, sowie Paragraf 491, mit dem "Ehebruch" bestraft wird. Allerdings hat eine Regierungskommission zur Strafrechtsreform Anfang Juni die Abschaffung dieser Gesetze abgelehnt und verlangt, dass Homosexualität weiterhin mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden soll. Die Kommission schlug sogar vor, die nach Paragraf 489 maximal mögliche zusätzliche Geldstrafe von 1.200 Dirham (110 Euro) auf 20.000 Dirham (1.840 Euro) zu erhöhen.

Fortsetzung nach Anzeige


Keine Strafrechtsreform

"Wenn der Gesetzgeber die Gesetze mit der Verfassung aus dem Jahr 2011, die das Recht auf Privatsphäre garantiert, in Einklang bringen will, sollte er das Intimleben von Erwachsenen schützen", erklärte Sarah Leah Whitson von "Human Rights Watch". Die Kriminalisierung von Homosexuellen sei eine Menschenrechtsverletzung, so Whitson weiter.

Trotz der Verfolgung von Homosexuellen strebt die Große Koalition in Berlin an, Marokko wie auch Algerien und Tunesien zu "sicheren Herkunftsstaaten" zu erklären, um Asylbewerber leichter in diese Länder abschieben zu können. Der Bundestag hatte das bereits im Mai beschlossen (queer.de berichtete). In der Länderkammer gibt es aber noch Widerstand gegen diese Entscheidung (queer.de berichtete). (dk)

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Reaktionen zu "Marokko: Zwei Männer wegen Homosexualität im Gefängnis"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
28.07.2016
16:11:22
Via Handy


(+5, 9 Votes)

Von markusbln11


Sarah Leah hat recht. Die weiterhin betriebene Kriminalisierung von lgbt ist eine menschenrechtsverletzung. Verfolgten ist schutz zu gewähren.

Wir haben eine ähnlich kriminelle verfolgung von lgbt in tunesien und algerien. Dort gilt das gleiche.

Es wundert mich, dass die deutsche regierung noch immer nicht von ihrem vorhaben ablässt. Im maghreb gibt es für lgbt kein sicheres herkunftsland. Die regierung muss ihre verquere idee endlich fallen lassen.


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#2
28.07.2016
16:13:40
Via Handy


(+3, 9 Votes)

Von Alex


Und für Union und SPD ist das weiterhin ein " sicheres Herkunftsland"...


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#3
28.07.2016
19:07:22
Via Handy


(-1, 3 Votes)

Von Nick


Ach, die bundesregierung würde sogar syrien zum sicheren herkunftsland machen, ebenso wie alle anderen staaten.

Vor allem jenen denen man immer wieder waffen verkauft


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#4
28.07.2016
19:49:22


(+4, 4 Votes)

Von Garfield


Ich weiß nicht, was ihr alle habt. Natürlich ist Marokko ein sichereres Herkunftsland ... sicher wird man als Schwuler dort verurteilt....


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#5
28.07.2016
20:13:37


(+2, 4 Votes)

Von donatus45
Aus Meerbusch (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.06.2016


Dies ist umso bedauerlicher, als ich von erfahrenen Schwulen aus Marokko weiß, dass der König selbst schwul ist und sich immer mal wieder knackige Jungs zu seinen Freuden kommen lässt.
Aber so funktioniert ja Doppelmoral immer und überall...


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#6
28.07.2016
22:05:52


(-2, 8 Votes)

Von Johannes45
Antwort zu Kommentar #2 von Alex


"Und für Union und SPD ist das weiterhin ein " sicheres Herkunftsland"..."

Für mich sind Markokko, Tunesien und Algerien auch Sichere Herkunftsstaaten, da haben SPD, CDU,CSU, AfD und FDP vollkommen Recht.

DENN die Anerkennungsraten bei diesen drei Staaten liegen seit Jahren (!!!) unter 1 Prozent und die allermeisten gestellten Asylanträge aus diesen Staaten wurden und werden abgelehnt.

UND weiterhin gilt und das wird immer von den Grünen, Linkspartei und linken Organisationen wie "Pro Asyl" falsch wiedergegeben: AUCH bei Einstufung als Sicherer Herkunftsstaat bleibt das individuelle Asylrecht erhalten, wer tatsächlich (!!!) eine politische Verfolgung nachweisen kann, erhält Asyl.

DANKE an SPD, CDU/CSU, FDP und AfD, dass Ihr HIER bei diesem Thema die Menschenrechte schützt, indem Ihr das Asylrecht nicht durch Wirtschaftsflüchltinge missbrauchen laßt, so dass die wahren politisch Verfolgten dann in überfüllten Asylbewerberheimen mit Wirtschaftsflüchtlingen zusammenrücken müssen und der deutsche Steuerzahler unnötige Milliarden an Euros zahlen muß

Schon schlimm wie Linkspartei, Grüne oder "Pro Asyl" das Asylrecht derart gefährden und zertrümmern.

Das Asylrecht ist für politisch Verfolgte und nicht für Wirtschaftsflüchtlinge, aber genau dies sehen Grüne und Linkspartei anders: Sie wollen JEDEN einreisen lassen und vom deutschen Steuerzahler finanziert sehen.


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#7
28.07.2016
22:36:46


(0, 6 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #6 von Johannes45


""Für mich sind Markokko, Tunesien und Algerien auch Sichere Herkunftsstaaten, da haben SPD, CDU,CSU, AfD und FDP vollkommen Recht.

DENN die Anerkennungsraten bei diesen drei Staaten liegen seit Jahren (!!!) unter 1 Prozent und die allermeisten gestellten Asylanträge aus diesen Staaten wurden und werden abgelehnt.""..

Und wenn Du es hier noch so oft versuchst..

Bei der "Anerkennung" als "sicherer Herkunftsstaat" geht es nicht um die einheimischen Bürger dort, die auch weiterhin einen Asylantrag in den Ländern der EU stellen können, und auch Asyl erhalten, wenn sie eine Verfolgung nachweisen können..

Es geht um die "Ausweitung" des Gebietes der EU auf Nicht-EU-Staaten, um durchreisende Flüchtlinge aus anderen Staaten an der weiteren Flucht nach Europa, und insbesondere in die EU zu HINDERN !

""DANKE an SPD, CDU/CSU, FDP und AfD,""..

Nette Aufzählung..
Wann steht die AFD dann vorne in der Lobeshymne, gleich hinter oder sogar vor der FDP ?

Der Rest des Absatzes ist an menschenfeindlicher Hatz kaum noch zu toppen..
Für einen "Christen" mehr als besorgniserregend..

""Das Asylrecht ist für politisch Verfolgte und nicht für Wirtschaftsflüchtlinge, aber genau dies sehen Grüne und Linkspartei anders: Sie wollen JEDEN einreisen lassen und vom deutschen Steuerzahler finanziert sehen.""..

Ob ein Mensch Asyl erhält oder nicht, entscheidet das Verfahren !

Andere Staaten zu "sicheren Herkunftsländern" und "sicheren Drittstaaten" zu erklären, um das Stellen eines Asylantrages und damit das Verfahren in einem Staat in Europa oder der EU zu VERHINDERN, ist alles andere als der "Schutz des Asylrechtes" !

Wenn hier also wer das Asylrecht ""gefährdet und zertrümmert"", dann sind es die Parteien die diesen Unsinn entwickelt und beschlossen haben, und die Claquere wie Du, die diesem Unsinn ohne jegliche Bedenken zustimmen, weil sie im Grunde ihres Herzen schlicht Rassisten sind !


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#8
30.07.2016
01:28:50


(-3, 5 Votes)

Von giliatt


Es ist vollkommen richtig, dass in der Asylfrage die Bundesregierung entschieden hat, dass Marokko ein sicheres Herkunftsland ist, in das eine sofortige Abschiebung erfolgen kann. Straffrei, wie der König zusicherte.

Vorwerfen muss man der Bundesregierung, dass sie hier den Fluchtgrund nicht nannte.

Fluchtgrund HOMOSEXUALITÄT fand nämlich keine Berücksichtigung bei dieser Entscheidung.

Fluchtgrund HOMOSEXUALITÄT war aber nicht die Begründung der zahllosen Marokkaner, die auf halblegalem Wege nach Europa drängten und für Verstimmung sorgten, weil sie Silvester patrywütige Damen vor dem Bahnhof begrabschten, wobei von 800 Handys noch 2000 gestohlen wurden.

Wie kamen diese Marokkaner nach Deutschland? Viele von ihnen per Visum. Sie hatten es beantragt und es war nach langer Wartezeit und Prüfung und maybe Bakschisch erteilt worden. Sie gaben sich als Syrer aus. Kriegsflüchtlinge aus Syrien. Hauptstadt von Syrien? Äh, Rabat...
Bildungsferne Burschen also. Diese Abenteurer können also sofort zurückgeschickt werden. In Marokko erwartet sie keine Strafe wegen der Überziehung des terminlich begrenzten Reisevisums. Eigentlich hätten sie eine Sperre bekommen und in den nächsten Jahren kein Visum mit Aussicht auf Erteilung zu beantragen versuchen können.

Nöh, ist nicht. Majestät Mohammed V! winkt die Blödlinge zurück ins Land. Denn sie sind bescheuert, weil nämlich Marokko ein aufblühendes Land ist, in dem jeder seinen Part finden kann. Besser, als in Deutschland. Abseits von Querelen des Finanzamts, von eruierenden Meldebehörden und Mindestlohnforderungen.

Bei der Einstufung zum SICHEREN HERKUNFTSLAND ist schlichtweg vertgessen worden, dass SCHWULE ihr Heimatland verlassen müssen, weil sie gay sind.
ABER DAS IST EIN VERSCHWINDEND GERINGER PROZENTTEIL VON10 (?) PROZENT. Und bei der Flut der Flüchtlinge, die auf Europa drängen, die auf Deutschland, als reichstes und vielversprechendes Land drängen, ist Homosexualität das geringste Problem.

In Marokko gibt es zwar den Strafrechtsparagraphen - wie auch vor Dekaden von Jahren in Deutschland noch - aber er wird kaum angewendet. Marokko ist Schwulen gegenüber sehr tolerant.

In der BIBEL finden wir wenig Abwertendes bnezüglich des SCHWULSEINS.
Im KORAN finden wir wenig Abwertendes bezüglich des Schwulseins.

Treffpunkt beider Religionen ist nämlich die Geschichte um Loth/ Lu in Sodom und Gomhorra. Weil dorten die Männer den Männern beiwohnten, wie Frauen. Sie gilt als Begründung, Gleichgeschlechtlichkeit zu "verteufeln".
Doch was Loth`s Töchter da hernach mit ihrem braven Vater anstellen, ist Inzest, ist Blutschande.


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#9
30.07.2016
15:04:39


(+4, 4 Votes)

Von Daddycool
Antwort zu Kommentar #8 von giliatt


Was für eine Scheindiskussion!
Marokko, Algerien und Tunesien haben insgesamt rund 85 Mio. Einwohner.
Im laufenden Jahr sind nach den Zahlen des BAMF bis heute gerade mal 6.000 Flüchtlinge aus diesen 3 Ländern (zusammen genommen!!) als Flüchtlinge nach Deutschland eingereist. Das sind weniger als 0,1 Promille der dortigen Bevölkerung.
Bei über 11.000 Verwaltungsgemeinden in D bedeutet das hochgerechnet bis Jahresende weniger als ein Flüchtling je Gemeinde. Davon wird das Abendland nun wahrlich nicht untergehen.
Und für diese geradezu lächerliche Größenordnung will die Große Koalition die Menschenrechte und das deutsche Asylrecht aushebeln.


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#10
03.08.2016
01:36:50


(0, 2 Votes)

Von giliatt 2


Ich kann mal dagegen halten:

Ein mir persönlich bekannter deutscher Tourist aus meiner norddeutschen Gegend benahm sich folgendermassen:

Er buchte in Agadir einen Taxker, der ihn zum Basar im benachbarten Inzegane fahren sollte. Dort bot er zwei Polizisten eine Zigarette an. Als die Beamten freundlich dankend ablehnten, fummelte er an den Hoden bei einem der Kerle herum, weil dessen behaarte Brust ihn erregte. Der Polizist wies ihn deutlich ab. Der Taxifahrer zerrte ihn weiter zwecks Besichtigung des Großmarktes, des SUKs.
Hernach nahm die Sache ihren Fortgang. Zurück in Agadir setzte der schwule halbangesoffene Tourist seine Grabsch- und Sauftour fort. Vom Boulevard des "20sten August" hinunter bis zum Cafè MAXWELL. In keinem der Lokale an der Zeile bezahlte er seine Zeche. Vor seinem Hotel kniete er an der Eingangstreppe nieder, riss seine Hose herunter, spreizte die
Arschbacken und präsentierte seinen blanken Arsch mit dem Aufruf: FICK MICH!

Die Tourismus-Polizei war ihm da längst auf den Fersen. Aber gemacht hat sie nix. Denn:

Mehr an Toleranz kann man wohl kaum erwarten.

Mehr Fremdschämen aber auch nicht.


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