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Vor 15 Jahren berichtete sogar die "Tagesschau" über dieses schwule Paar aus Hannover: Heinz-Friedrich Harre und Reinhard Lüschow waren am 1. August 2001 um 8 Uhr morgens die ersten Menschen in Deutschland, die eine eingetragene Lebenspartnerschaft schlossen. Vor lauter Journalisten kamen sie damals kaum ins Trauzimmer.

Dass sie zu Pionieren wurden, war eher Zufall. Weil Hannovers damaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SPD) bei der ersten gleichgeschlechtlichen Trauung in seiner Stadt unbedingt dabei sein wollte, er zum vereinbarten Termin um 9 Uhr jedoch verhindert war, wurde die Zeremonie kurzerhand vorverlegt auf eine Zeit, wo die meisten Standesämter der Republik wohl noch geschlossen sind.

Heinz-Friedrich Harre, heute 63 Jahre alt und bei der Arbeitsagentur tätig, und der acht Jahre jüngere Reinhard Lüschow, der bei der Oberfinanzdirektion arbeitet, sind auch noch heute noch zusammen. Ihre Verpartnerung haben sie weder privat noch politisch bereut. "Die Neugier hat nachgelassen. Es ist normal, sichtbar und Alltag geworden", beschreibt Harre den gesellschaftlichen Fortschritt in Deutschland im Umgang mit Homosexualität gegenüber dpa.

Lüschow wünscht sich zum 15. Jahrestag allerdings, mit seinem Mann noch ein zweites Mal zum Standesamt zu gehen: "Wir sind für die Öffnung der Ehe". (cw)

Wöchentliche Umfrage

» 15 Jahre Eingetragene Partnerschaft: Deine Meinung?
    Ergebnis der Umfrage vom 01.08.2016 bis 08.08.2016


#1 EHkaAnonym
#2 Julian SAnonym
  • 29.07.2016, 09:11h
  • Würde die SPD endlich zu ihrem Wort stehen, gäbe es im aktuellen Bundestag eine Mehrheit für die Eheöffnung. Dafür ist die Zustimmung der Union überhaupt nicht nötig.

    Nach der nächsten Bundestagswahl wird wohl die AfD in den Bundestag kommen (und auch wieder die FDP, die dann wieder mal alle Versprechen vergisst und eh das macht, was die Union will) - dann gibt es wahrscheinlich keine Mehrheit mehr für die Gleichstellung, selbst wenn man wollte...

    Umso dramatischer ist die Hinhaltetaktik der SPD. Weil es eben nicht nur die aktuelle Legislaturperiode betrifft, sondern weil dadurch die Gleichstellung in weite weite Ferne rückt... In sehr weite Ferne...
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#4 LGBTRightsAnonym
  • 29.07.2016, 09:20h
  • Herzlichen Glückwunsch an Heinz-Friedrich Harre und Reinhard Lüschow zum 15. Jahrestag und daß sie die Öffnung der "Ehe für Alle" erleben werden!

    Mich würde einmal interessieren, ob es bei uns in Deutschland noch weitere Paare gibt, die bereits zehn Jahre und länger in einer ELP leben!
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#5 m123Anonym
  • 29.07.2016, 11:48h
  • Ohne Massendemos keine Eheöffnung.

    Wie sich seit Jahren beweist, gibt es ohne politische Massendemos für die Ehe für alle keine Ehe für alle.

    Es gibt noch nichtmals eine Diskussion darüber, sofern nicht gerade ein anderes Land die Ehe geöffnet oder das Bundesverfassungsgericht ein Urteil zur Teilgleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften gesprochen hat. Auch in der Bundesregierung wird die Ehe für alle nach Aussage der lesbischen SPD-Ministerin Hendricks "nicht diskutiert". Es findet weder eine größere gesellschaftliche noch eine größere politische Diskussion darüber statt. Weil die Menschen nicht massenweise für die Ehe für alle auf die Straße gehen!

    Eine politische Massendemo für die Ehe für alle würde nicht nur ansich schon direkt Druck auf die Politik machen, sondern auch indirekt, durch die gesellschaftliche Belebung des Themas, welches dann diskutiert würde.

    Auch die Medien muss ich kritisieren. Nicht nur verschweigen sie das Thema in Zeiten, in denen kein anderes Land die Ehe öffnet und kein Bundesverfassungsgerichtsurteil zu eingetragenen Lebenspartnerschaften gesprochen wird, sondern auch wenn die Medien das nur aus den genannten Anlässen diskutieren, dann immer sehr oberflächlich und meist ohne wirklich mal die verantwortlichen Politiker direkt zu fragen aus welchen hinreichend gewichtigen Sachgründen heraus gleichgeschlechtliche Paare keine Ehe schließen sollten. Ohne kritische Nachfragen, meist inhaltlich unvorbereitet, sodass die diskriminierenden Politikern mit ihrem Art. 6 Geschwurbel und sonstigem Geschwurbel ungeschoren davonkommen.

    Auch die LGBT-Community muss ich kritisieren. Es hat sich herausgestellt, dass es NULL Effekt hat auf dem CSD im schrillen Outfit, tanzend, Party machend zu feiern, mit Alkohol und/oder Kippe in der Hand dann die Ehe für alle zu fordern. Der CSD wird nicht als politische Demo wahrgenommen. Zudem sind die Teilnehmerzahlen an rein politischen Demos für die Eheöffnung in der Vergangenheit immer extrem gering gewesen. Selbst in Berlin, wo Hunderttausende Schwule und Lesben wohnen kommen oft nicht mehr als 500 zu einer solchen Demo, meist sogar nur 50 bis 100. So wird das nichts! In den USA kamen zum National Equality March auf Washington Hunderttausende für die Eheöffnung. Die USA haben jetzt die Ehe für alle. In Italien dagegen gingen Hunderttausende für eingetragene Partnerschaften auf die Straße. Italien hat jetzt die eingetragene Partnerschaft. In Frankreich gingen Hunderttausende für die Ehe für alle auf die Straße. Frankreich hat jetzt die Ehe für alle. In Deutschland: Pustekuchen. Nichts! Praktisch keine Beteiligung der LGBT-Community. Keine Ehe für alle.

    In Deutschland fehlt der LGBT-Community der "Yes we can"-Spirit. Wenn wir nämlich wirklich zu hunderttausenden für die Ehe für alle auf die Straße gehen würden, dann würde das sehr wohl die Politik massiv unter Druck setzen und könnte sehr wohl zur Einführung der Ehe für alle führen. Stattdessen herrscht in der deutschen LGBT-Community der "Es wird eh nichts passieren"-Spirit. Mit so einer Einstellung passiert dann auch nichts. Und es wird auch weiterhin nichts passieren, wenn es bei dieser Einstellung bleibt und wir nicht massenhaft auf die Straße gehen.

    Man könnte auch sagen der Quotient der Teilnehmerzahl an bisherigen rein politischen Demos für die Eheöffnung und der Teilnehmerzahl am CSD, wo es offenbar in erster Linie um schrille Kostüme, Party, Alkohol, Musik und Tanz geht, zeigt, wieviel politische Demo im CSD steckt: Nämlich fast nix. Warum kommen fast alle Teilnehmer des CSD in Berlin nicht zu einer rein politischen Demo für die Eheöffnung?

    Wir werden auch noch in zehn Jahren hier im Internet rumjammern darüber, dass uns die Politik keine gleichen Rechte geben will, wenn wir nicht massenhaft auf die Straße gehen. 2009 habt ihr mich "Spinner" genannt, als ich gesagt hab, dass wir möglicherweise bis 2017 immer noch keine Eheöffnung haben werden, wenn wir nicht auf die Straße gehen. Jetzt scheint es auch weit über 2017 und mindestens bis 2025 keine Eheöffnung in Deutschland zu geben.

    Ihr könnt mich noch so persönlich angreifen, beleidigen, beschimpfen und damit zeigen, dass ihr in der Sache nichts Konstruktives beitragen wollt/könnt. In der Sache habe ich recht. Wir kriegen die Ehe für alle in naher Zukunft nicht, wenn wir nicht massenweise dafür auf die Straße gehen.
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#6 23refdAnonym
#7 23wt4ergdAnonym
#8 Homonklin44Profil
  • 29.07.2016, 12:01hTauroa Point
  • Solange es so nicht weitergeht, wie es derzeit nicht weitergeht, werden die Beiden wohl vergeblich darauf warten.

    In Deutschland ist die Menschenwürde von LGBTIQ-Personen antastbar, sie wird ignoriert oder mit Füßen getreten, und die Regierung steht nicht hinter einem beachtlichen Prozentsatz der Menschen!

    Das Müffelndste daran ist noch, dass das mit religiotisch verseuchter Vehemenz beibehalten wird, und entgegen jeder halbwegigen Vernunft.

    Solange unsere Verfassung was anderes predigt, als es im Mehr-Menschenklassen-Leben lebbar ist, wird's wohl wie mit dem Warten auf den Bus, der nie kommt.
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#9 TheDadProfil
#10 m123Anonym
  • 29.07.2016, 12:10h
  • Ich lache alle Schwulen und Lesben aus, die bei den kommenden Wahlen SPD wählen wollen. HAHAHAHAHAHAHAHAHAHA, ihr wärt sooooooo doof, wenn ihr die SPD wählt, die NICHTS für die Gleichstellung getan hat.

    Auch Schwule und Lesben, die FDP wählen wollen, lache ich aus, denn sie haben offenbar ein schlechtes Gedächtnis oder sind dumm (FDP hat in Regierungszeit selbst nach ihrem historisch besten Bundestagswahlergebnis 2009-2013 NICHTS für die Gleichstellung getan).

    Schwule und Lesben, die AfD, CDU oder CSU wählen, gehören ohnehin in die Psychiatrie wegen mangelndem Selbstwertgefühl.
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