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AFA findet Schwule "unnatürlich und anstößig"

Homo-Hasser kritisieren Hilton-Werbung


Stein des Anstoßes: Die Hilton-Anzeige mit zwei fröhlichen Hotel-Gästen

Eine Anzeige der Hilton-Gruppe treibt die American Family Association zur Weißglut, weil darin zwei Männer in einem Hotelbett abgebildet sind.

Die Hotelkette Hilton hat in der neuesten Ausgabe des amerikanischen Mainstream-Reisemagazins "Travel and Leisure" eine Anzeige veröffentlicht, die ein schwules Paar zeigt. Das Werbemotiv, das der Konzern bereits im Mai vorgestellt hatte, hat nun bei der ultrakonservativen "American Family Assoication" (AFA) für Aufregung gesorgt. Die 1977 gegründete Organisation, die unter anderen 200 Radiostationen in den USA betreibt, kämpft insbesondere gegen sexuelle "Unmoral", Homosexualität und nicht-christliche Religionen.

Die AFA forderte diese Woche ihre Mitglieder auf, sich bei Hilton schriftlich über die Anzeige zu beschweren: "'Travel and Leisure' ist kein schwulenspezifisches Magazin, das direkt in die Wohnungen von Homosexuellen geschickt wird", schreibt die AFA in einem "Action Alert". Daher sei eine Grenze überschritten worden, denn das Magazin liege auch in Wartezimmern von Ärzten oder in Autowerkstätten aus.

"Hätte Hilton zwei Männer gezeigt, die Tennis oder Karten spielen oder zusammen zu Mittag essen, wäre das zumutbar gewesen. Allerdings nimmt Hilton mit der Anzeige kulturell und gesellschaftlich Stellung, indem die Firma bewusst einem großen Anteil der Bevölkerung Werbung für Homosexualität aufdrängt, auch wenn die Idee, dass zwei Männer miteinander schlafen, für unnatürlich und anstößig angesehen wird", beklagen die evangelikalen Aktivisten.

Hilton "stolz auf die Vielfalt"

Hilton, so die AFA weiter, halte aber trotz der Kritik an der anstößigen Werbung fest. Ein Sprecher des Konzerns habe erklärt: "Hilton Worldwide ist als globale Firma in verschiedenen Kulturkreisen aktiv und hat die unterschiedlichsten Gäste. Wir sind stolz, dass wir die Vielfalt unserer Gäste in unserer Werbung darstellen."

Die AFA ist die wohl größte Lobby-Organisation in den USA, die nach wie vor erbittert gegen LGBT-Rechte kämpft. Wegen ihrer "dämonisierenden Propaganda" gegen Schwule, Lesben und Transgender wurde sie von der Bürgerrechtsorganisation "Southern Poverty Law Center" als Hass-Gruppe eingestuft. Insbesondere AFA-Chef Bryan Fischer zeigt sich offen homophob: So macht er Schwule für den Holocaust verantwortlich, weil sie besonders brutal und unzivilisiert seien (queer.de berichtete). Die Organisation fordert, Homosexualität wieder gesetzlich zu verbieten. Außerdem beharrt die AFA darauf, dass nur Christen ein Recht auf Religionsfreiheit hätten. (dk)



#1 LGBTRightsAnonym
  • 29.07.2016, 15:08h
  • Und für die American Family Association heißt das Motto "Stop prating around (to prate bedeutet im Deutschen "dumm daherreden")!"

    Vielen Dank an die Hilton-Hotelgruppe für diese tolle Werbung!
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#2 OrthogonalfrontAnonym
#3 YannickAnonym
  • 29.07.2016, 16:12h
  • Wenn denen die Werbung nicht passt, brauchen sie sie ja nicht anzugucken.

    Niemand nimmt denen ihre Meinung, aber was bilden die sich ein, auch anderen ihre Meinung aufzwingen zu wollen und ihre Meinung zum Maßstab machen zu können.

    Es sind immer religiöse Fanatiker, die diesen Hang zum Totalitarismus haben und alle gleichschalten wollen....
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#4 MariposaAnonym
#5 MariposaAnonym
  • 29.07.2016, 18:01h
  • Wieso regen sich diese angebliche "Christen" über ein rein weltliches Magazin auf ??? Nach deren Lehre kommen alle außer ihnen eh vor das göttliche Gericht. Widerlicher bigotter Verein, ich möchte nicht deren Hackfressen sehen....
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#6 nicht-HinguckerAnonym
  • 29.07.2016, 19:39h
  • Antwort auf #3 von Yannick
  • "Wenn denen die Werbung nicht passt, brauchen sie sie ja nicht anzugucken. "

    Das ist doch genau wie bei manchen Deutschen:

    "Boah Hilde! Guck Dir DAS mal an! Das ist ja sooo ekelhaft. Einfach widerlich. Sieh dir nur mal an, wie die sich gegenseitig abschlecken. Eeekelhaft"

    Da echauffieren sich die Leute ueber etwas ach so schlimmes, und laufen dabei, weil sie ihre Augen nicht von diesem ekeligen Anblick lassen koennen, geradewegs gegen den naechsten Laternenmast (und geben dann wahrscheinlich noch "den ekeligen Perversen" die Schuld dafuer).
    Da ging doch kuerzlich ein Fall durch die Medien, in dem sich Leute ueber deren Nachbarn im wahrsten Sinn des Wortes beklagt und gerichtlich gefordert haben, dass er sich u.a. nach (s)einem Saunagang nicht nackich im Schnee rollen, oder im Sommer sich "breitbeinig" nackich im Liegestuhl in er Sonne rekeln duerfe.
    Der "Witz" dabei war dann noch, dass an der Grenze Buesche und Straeucher standen; zwar mit (Sicht)Luecken dazwischen aber immer noch so, dass die "Pruederasten" eher gezwungen waren, sich eine Luecke zu suchen, als durch Zufall, waehrend man im Garten "lustwandelte", durch eine solche einen Blick auf das Gemaecht des Sonnenliebhabers zu "erhaschen".
    Die Klage wurde, soviel ich weiss, aber zum Glueck abgewiesen, bzw. es erging "Freispruch" fuer den Nackedei.
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#7 miepmiep
  • 29.07.2016, 20:13h
  • "So macht er Schwule für den Holocaust verantwortlich, weil sie besonders brutal und unzivilisiert seien."

    - Wir hatten beim IDAHOT* in Weimar in diesem Jahr einen "interessierten Bürger" am Stand, dem unsere Rosa-Winkel-Buttons nicht gefallen haben. Er meinte, 'wir sollen nicht so tun, als ob die Homosexuellen die Guten' gewesen waren, schließlich war ja Röhm... blablabla

    Egal wie groß der Schwachsinn auch wird, leider dürfen wir nicht müde werden, dagegen anzudiskutieren.
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#8 JadugharProfil
  • 29.07.2016, 22:45hHamburg
  • Ich kann mich an einige Dick- und Doof-Filme erinnern, wo Stan Laurel und Oliver Hardy gemeinsam in einen Bett waren. Sie waren eben ein Paar, das selbstverständlich immer zusammen war. Damals hatte sich keiner aufgeregt!
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#9 Homonklin44Profil
  • 30.07.2016, 03:18hTauroa Point
  • Wieder mal die überheblich religiotisch Verblendeten. Wie viele Organisationen die auch haben mögen, wie viele Vereine und Firmen, man merkt doch jedes Mal wieder, wes Geistes Kind sie bewegt.

    Religionsfreiheit also nur für Christen, ja klar, ne?

    Wenn denen die Werbung nicht gefällt, sollen'se eben die Bärte weg denken und die Möpse dran oder so.
    Ach so, dann wäre es ein Lesbenpaar, wieder nicht nach ihrem Schirm.

    Sollen die sich doch vorstellen, das wären Jesus und Thomas mit modernem Haarschnitt, die Knilchenverehrer.

    Wer hat denn beim Holocaust noch alles schweigend zugeschaut, wenn schon solche Vorwürfe erhoben werden? Da können die Sonderchristlichen sich mal 'n Spiegel leihen...
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#10 MariposaAnonym
  • 30.07.2016, 11:17h
  • Antwort auf #9 von Homonklin44
  • Du meinst wohl eher Jesus und Johannes, hihihi..... Da gab es schon immer sehr schwul aussehende Darstellungen (in Kirchen) und darüber hat sich noch niemand aufgeregt - wenngleich diese Evangelikalen so ein Fall für sich sind.
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