Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?2672
  • 12. April 2005, noch kein Kommentar

Punk-Rocker Billy Idol spuckte in den 80s gerne bei Konzerten um sich. Jetzt steht sein neues Album "Devil's Playground" in den Läden.

Von Jan Gebauer

Eigentlich hatte sich Billy Idol schon aus dem Musikbusiness zurückgezogen um sich ganz seiner Familie zu widmen. Sein letztes Studio-Album "Cyber Punk" datiert aus dem Jahre 1993 und war der vergebliche Versuch mit der neuen Grunge- und Techno-Generation Schritt zu halten. Mit seinem neuen Album "Devil's Playground" besinnt sich der Engländer nun auf seine Punk-Wurzeln und rotzt seine Rock-Songs wieder so geradlinig daher wie in den 80er Jahren. Seinen Major-Label-Deal hat er nicht erneuert, sondern vertraut diesmal auf die Künste einer Indie-Firma: Sanctuary Records, die nicht nur Nancy Sinatras Comeback verantworteten, sondern auch das "zu Hause" von Morrissey sind. 13 neue Lieder nahm er für "Devil's Playground auf" und platzierte sich in den deutschen Alben-Charts auf Anhieb unter den Top-15, in den USA immerhin auf Platz 46. Ein Zeichen, dass ihm seine Fans hierzulande besonders die Treue gehalten haben.

Billy Idols erste Single "Scream" aus der neuen CD ist ein schmutziger, erdiger Love-Song, der die typische Gitarren-Handschrift von Steve Stevens trägt und an glorreiche "Rebel-Yell"-Zeiten erinnert. Zwei Jahrzehnte nach seinen großen Erfolgen wie "Sweet Sixteen" oder "White Wedding" macht der 49-Jährige mit "Devil's Playground" einen frischen Gesamteindruck. Anlass für die Wiederkehr war vor allem das Greatest-Hits-Album von 2001, das sich überraschend gut verkaufte und auch die deutschen Top-20 erreichte. Außerdem fand Billy Idol bei sporadischen Auftritten wieder Gefallen am Abrocken auf der Bühne: "Ich hatte einfach Lust, es wieder zu probieren und der Welt zu zeigen, was ich drauf habe. Grunge ist vorbei, und Britney Spears ist irgendwie alt geworden. Gerade in der Rock'n'Roll-Welt tut sich überhaupt nichts mehr. Ohnehin sollte man der Mode nicht nachjagen, sondern seine eigenen Akzente setzen. Was immer man mir vorwerfen mag, eine einzigartige Erscheinung bin ich immer gewesen", gestand der Rock-Sänger im Interview mit der Aachener Zeitung.

12. April 2005